Holy Flat in Neukölln – Bunte Bowls statt Foodkoma

© Dominik Schmitt

Holy Cow? Nö, Holy Flat! Seit April bekommt The Bowl auf der Warschauer Straße dank den Brüdern Mathias und Benedikt Konkurrenz in Sachen vegetarische Leckerbissen. Gesund? Check. Köstlich? Check-check. Inspiriert von europäischen, orientalischen und zentral- sowie südamerikanischen Aromen hat sich das Holy Flat im hippen Herzen von Neukölln auf gefüllte Fladenbrote aus Bio-Dinkel sowie Bowls mit Salatgrundlage und fancy Toppings wie Acarajé- und Vatapa-Soße spezialisiert.

Das Interieur ist stylish-unaufgeregt samt Hirsch-Wallpainting des japanischen Street-Art Künstlers Twoone. Aber Hand aufs Herz: Ihr werdet kaum dazu kommen, die Inneneinrichtung zu bestaunen, denn gerade die Bowls sind so farbenfroh und detailverliebt, dass sie eure gesamte Aufmerksamkeit fordern.

© Dominik Schmitt
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Die Flats hören auf Namen wie „Guter Junge“ (eine Hommage an gutbürgerlich-deutsche Küche samt Kartoffelpüree) und „Run Veggie Run“ (u. a. gefüllt mit Kürbis und Hummus). Wer großen Hunger verspürt, kann noch eine Extraportion seiner Lieblingsbeilage wählen (beispielsweise Guacamola-Dip und Quinoa-Taboulé) oder saisonal wechselnde Suppe on top bestellen.

Die gebürtigen Schweizer und Weltenbummler Mathias und Benedikt haben in den vergangen Jahren schon in Madrid, Hong Kong und Sao Paul gelebt und auf ihren Reisen fleißig kulinarische Eindrücke gesammelt. Hinter Holy Flat steht der Wunsch, kreative wie bezahlbare vegetarische Gerichte anzubieten, die allen schmecken – und bei denen sich auch Fleischesser nicht fragen, wo das Hühnchen sich auf der Speisekarte versteckt hat, sondern im Idealfall gar nicht merken, dass es nur vegetarische und vegane Gerichte gibt.

© Dominik Schmitt
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In puncto Bowls stehen vier leckere Alternativen zur Auswahl, die beiden Spitzenreiter sind die vegane "Holy Bowl" mit gegrilltem Gemüse und Kichererbsen sowie die "Viva Bowl" mit Süßkartoffel-Stäbchen, pochiertem Ei und Sour Cream. Der Durst wird gelöscht mit hausgemachter Limonade – oder wahlweise verstärkt mit ebenfalls hausgemachter Chilisoße.

Einziger Wermutstropfen: Die Speisekarte verspricht schon eine Auswahl an Bio-Schokolade und -Eis, die Desserts gibt es aktuell aber leider noch nicht. Das soll sich aber spätestens Anfang nächsten Jahres ändern, dann treten u. a. Banana Bread, Peanut Butter Bars und Cheesecake auf den Plan, verspricht Mathias. Noch ein Grund, bald wiederzukommen!

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Unbedingt probieren: Die Viva Bowl und dazu eine frische Ingwer-Limonade

Veggie: Es ist Veggie-Heaven!

Preis: 6,50 bis 8,40 Euro

Beste Zeit: Wer gerne ein bisschen Platz für sich hat, sollte abends vorbeischauen, um die Mittagszeit ist es etwas voller

Holy Flat | Lenaustraße 10, 12047 Berlin-Neukölln | Montag – Freitag: 11.30–21 Uhr | mehr Info

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