11 neue Serien, mit denen ihr euch die freien Tage vertreiben könnt

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Ihr wollt einfach mal nichts tun? Dann gibt es hier 11 neue Serien, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Neben all den großen und kleinen Katastrophen war 2016 nämlich ein außergewöhnlich gutes Fernsehjahr, das besonders durch die neuen Streaming-Formate immer weiter befeuert wurde. Shows, die früher wahrscheinlich nie das Licht der Welt erblickt hätten, weil die Produktion ein zu großes Risiko für die Fernsehsender gewesen wäre, bekommen nun eine Chance und das ist ziemlich großartig. Neben dem neuen Netflix Wynona-Ryder-Revival-Hit Stranger Things, auf den sich dieses Jahr irgendwie alle einigen konnten, solltet ihr euch diese Serien also auf keinen Fall entgehen lassen.

1. The OA

Der neueste Netflix-Coup hat schon jetzt zu schlaflosen Nächten und Montagmorgen-Augenringen geführt. Prairie Johnson, die mit 20 als blindes Mädchen entführt wurde, taucht plötzlich wieder bei ihrer Familie auf und kann sehen. Neben diesem Mysterium geht es bei The OA um die ganz großen Lebensfragen. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wie viele Welten existieren neben unserer? The OA braucht ein bisschen, um einen in diese seltsame Welt von Prairie (herausragend gespielt von Brit Marlin) reinzuziehen, aber dann kann man nicht mehr aufhören und die 8 Episoden gehen viel zu schnell vorbei. Marling (die auch Mitproduzentin ist) und Zal Batmangli erlauben sich beim Erzählen der Geschichte viele Freiheiten, alle Episoden sind unterschiedlich lang und Prairie bestimmt als Hauptperson immer das Tempo der Story und zieht einen so immer weiter in ihre Welt, bis man selbst Dinge sieht, für die man vorher blind war.

Für Fans von: Stranger Things, Sense8

2. Billions

Von der ersten bis zur letzten Szene geht es bei Billions um Macht. Die Filme Wolf of Wallstreet und The Big Short haben ja schon eindrucksvoll bewiesen, dass die Boys & Girls von der Wallstreet immer für eine gute Storyline herhalten. Mit Daniel Lewis in der Hauptrolle kommt hier eine dieser Serien, bei der man sich nicht davon abhalten kann, irgendwie doch auf der Seite der Finanzhaie zu stehen. Dafür macht es einem Daniel Lewis in der Rolle als Hedgefund-Manager Axe irgendwie zu einfach. Mit seiner Kaltschnäuzigkeit möchte man ihn auf jeden Fall nicht als Feind haben, auch wenn man in den ersten Momenten immer noch an Nicholas Brody in Homeland denken wird. "Billions" zieht einen in eine Welt, in der man sich schneller wohl fühlt als einem lieb ist.

Für Fans von: House of Cards, Homeland

3. Search Party

Man nehme eine Prise Girls, Millennial-Selbstironie und ein vermisstes Mädchen, das von einer Gruppe Freunde im Privatdetektiv-Style gesucht wird, und schon hat man einen Hit. Search Party verbindet verschiedene Genres auf eine richtig elegante Art und Weise und gibt allen Charakteren viel Raum, um sich zu entwickeln. Die Hauptperson ist dabei Dory, die wie ein Herbstblatt ziellos durch ihr Leben segelt und durch das Verschwinden einer College-Bekanntschaft plötzlich in eine Spirale aus „Wer bin ich und wer würde mich überhaupt vermissen“-Fragen gestürzt wird. Irgendwie sucht Dory dann als Detektivin nicht nur die vermisste Chantal, sondern auch sich selbst in diesem ganzen Erwachsenwerden- und "Rechnungen selbst bezahlen müssen"-Chaos.

Für Fans von: Girls

4. Designated Survivor

Was wäre, wenn plötzlich durch einen Anschlag der Präsident der USA und alle Kongressmitglieder (außer einem) ums Leben kommen würde und ein Typ von nebenan plötzlich Präsident würde? Ok, nach der Wahl von Donald Trump klingt das irgendwie nicht mehr wie eine wilde Idee, schließlich hat die Welt gerade erst gelernt, dass man wirklich keine besonderen Qualifikationen für dieses Amt braucht. Trotzdem setzt an dieser Stelle Designated Survivor an, die mit Kiefer Sutherland als “designierter Überlebender” Tom Kirkland eine richtig starke Lead-Rolle hat. Wer sich jemals gefragt hat, ob er qualifiziert genug für seinen Job ist, wird sich auf jeden Fall sehr über die erste Folge freuen, in der Kirkman in Jogging-Outfit als Präsident eingeschworen wird. Bei Designated Survivor lernt man, dass man für die richtig großen Aufgaben nie bereit ist und Sachen einfach machen muss. Schade nur, dass Donald Trump nicht so ein Menschenfreund wie der plötzliche Präsident Kirkman ist.

Für Fans von: Homeland, West Wing

5. Atlanta

Es gibt diese Shows, die wie Girls oder True Detective einfach den richtigen Moment treffen und plötzlich eine völlig neue Fernsehdimension öffnen. Atlanta ist definitiv eine dieser Shows, die perfekt in die Zeit passen. Earnest "Earn" Marks lebt in Atlanta und versucht sich als On- und Off-Vater und Musikproduzent durchzuschlagen, denn Atlanta ist die Stadt des Hip Hop, kein Wunder also, dass Earn anfangen will, eine Karriere im Musikbusiness als Manager seines Cousins Paper Boi zu beginnen. Atlanta erlaubt den Zuschauern einen Blick in ein Amerika, in dem die Hautfarbe immer noch über Erfolg im Leben entscheidet und einem nichts geschenkt wird, es sei denn, man ist schlau genug und arbeitet hart.

6. Insecure

Issa und Molly sind beste Freundinnen, die sich in L.A. durch ihre Endzwanziger schlagen und dabei als schwarze Frauen sowohl beruflich als auch privat immer wieder herausgefordert werden. Wie auch in Atlanta oder The OA ist Issa Rae nicht nur eine der Hauptdarstellerinnen, sondern hat die Serie mitgeschrieben und produziert. Vielleicht hat man deshalb wie bei Girls auch das Gefühl, das man unfassbar nah dran ist an den Charakteren. Viele der Dialoge hat man in der einen odere anderen Art auch schon mal mit Freunden geführt und Issa schafft es, die Komik dieser Endzwanziger-Lebensphase, die sich von innen manchmal eher tragisch anfühlt, mit Humor auf den Punkt zu bringen.

Für Fans von: Love, GIRLS

7. Westworld

In Jurassic Park gerieten geklonte Dinosaurier außer Kontrolle, in Westworld sind es jetzt Roboter. Vom gleichen Autor Michael Crichton geschrieben, ist der neue HBO-Hit eine Show über einen Roboterpark, in dem Menschen ihre schlimmsten Fantasien ausleben können. Geschaffen wurde diese Welt von Parkleiter Dr. Ford (der unfassbar böse von Athony Hopkins gespielt wird), der als gottähnliche Figur über das Schicksal seiner Roboter herrscht. Westworld ist eine gesellschaftliche Dystopie, in der niemand jemandem was Gutes will und das menschliche Dasein über Leid und Schmerz definiert wird. Die Serie hat jetzt mit 12 Millionen Zuschauern pro Folge Games of Thrones vom Thron der erfolgreichsten Serien gestoßen und eine Fanbase aufgebaut, in der jegliche Theorie zur Serie diskutiert wird.

Für Fans von: Game of Thrones

8. Fleabag

Neben The Crown, der sehr gelungen Netflix-Serie über das Leben der jungen Queen, gibt es mit Fleabag jetzt eine weitere britische Show, die eine starke Frau in den Fokus rückt. Fleabag ist Sexsüchtig, narzistisch und trotzdem mag man sie, weil sie sich durchschlägt und nie aufgibt. Auch wenn sich die Protagonistin selbst als “greedy, perverted, selfish, apathetic, cynical, depraved, morally bankrupt woman who can’t even call herself a feminist” beschreibt, schafft sie es, den Zuschauer durch direkte Ansprache zum Komplizen zu machen. So wird man bei der Serie wie auch bei Mr. Robot oder House of Cards in die Serienentscheidungen der Hauptperson mit einbezogen und ist manchmal so nah dran, dass es einem fast zu dicht wird. Mit nur 6 Folgen ist Fleabag eine sehr gelungene Miniserien, für die man dann wirklich nur ein Wochenende braucht.

Für Fans von: Girlfriends Guide to Divorce, Sex And The City

9. Better Things

Sam Fox (Pamela Adlon) lebt als alleinerziehende Mutter in L.A., wo sie drei Töchter großzieht, gleichzeitig ein Auge auf ihre alternde, exzentrische Mutter hat und außerdem versucht, ihre Schauspielkarriere in der Stadt der ewigen Jugend am Laufen zu halten. Mit einem sehr starken autobiografischen Zug schafft es Adlon, die man durch ihre Rollen in Loui und Californication kennt, trotzdem immer eine Leichtigkeit in dieses nicht einfache Leben zu bringen. Better Things beschönigt nichts und ist mit unfassbar präzisen Dialogen eine Ode an die einfachen Momente des Lebens, die so häufig untergehen.

Für Fans von: Californication, Loui, Flaked

10. Good Girls Revolt

Hört man erstmal auf damit, The Good Girls Revolt mit Mad Men zu vergleichen, wird man mit interessanten Charakteren und unfassbarer Liebe zu 70er-Jahre-Details belohnt. In dieser neuen Amazon-Show geht es um die erste Frauenrevolution des New Yorker Magazins "News of the Week", das den Frauen, die dort arbeiten, verweigert, Reporterinnen zu werden – bis sie eine Revolution von unten beginnen. Die Show beruht dabei auf den gleichnamigen Memoiren von Lynn Povich. Am interessantesten ist, dass die Realität die Serie am Ende eingeholt hat. Die Show wurde trotz guter Einschaltquoten und Reviews durch eine reine Männerentscheidung der Amazon-Exekutive gecancelt, was zu einem Twitter-Shitstorm und lauten Forderungen zur Weiterführung der Serie bei einem anderen Sender geführt hat. Es bleibt also spannend, ob die Good Girls im nächster Jahr woanders ihre Revolution fortführen. Bis das klar ist, kann man sich allerdings in die schöne Welt des Journalismus entführen lassen, in dem es noch um harte Recherche, Drinks im Büro und Partys im Chelsea Hotel ging.

Für Fans von: Mad Men

11. This Is Us

Wer auf der Suche nach einem guten Gilmore-Girls-Ersatz und einer echten amerikanischen "Feel good"-Serie mit Humor ist, wird This Is Us mögen. Die Serie springt zwischen den 70er Jahren und der heutigen Zeit, in dem sie dem Leben von Drillingen folgt, die alle auf unterschiedliche Weise mit dem ganz normalen Alltag zu kämpfen haben. This Is Us ist die richtige Serie, um mit dem besten Freund eine Packung Brownies zu vernichten und über die absurden Lebensmomente zu lachen. "Guilty Pleasure" wurde hierfür als Begriff wahrscheinlich erfunden und deshalb ist This Is Us auch die perfekte Weihnachtsserie, die einen in Watte packt und die Realität für einen kurzen Moment auf Abstand hält.

Für Fans von: Gilmore Girls, Parenthood, Grey’s Anatomy

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