11 kühle Orte in Berlin, die ihr an heißen Tagen fast für euch allein habt

Draußen brutzelt die Sonne und alle finden den Sommer richtig geil. Am See liegen, im Wasser plantschen, Eis essen… Wen die Hitze eher erschlägt als erregt: Wir haben 11 klimatisierte Orte für euch, die an heißen Tagen ganz sicher keine Massenmagneten sind.

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© Marcello Zerletti Den Berliner Dom besichtigen

Wart ihr schon mal im Berliner Dom? Nein? Dann ist heute vielleicht euer Tag. Die größte Kirche Berlins hat nicht nur bunte Glasfenster im Altarraum zu bieten, die bei Sonnenschein besonders schön aussehen, auch unter der Kirche, in der Gruft der Hohenzollern, herrscht ein angenehmes Klima. Wer mag, kann außerdem auf den Kuppelumgang hinaufsteigen und den Ausblick feiern.

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© Aqaurium Berlin Meerestiere entdecken im Aquarium

Habt ihr schon mal Haien oder Muränen beim Fressen zugesehen? Im Aquarium Berlin braucht man dafür keine Badehose und davor auch keine Angst zu haben. Immer montags und donnerstags finden die spektakulären Schaufütterungen statt. Wer nicht ausschließlich am Fressverhalten von Meerestieren interessiert ist, findet hier noch viele andere Möglichkeiten, dem Reich des Ozeans und seinen Bewohnern zu begegnen. So trifft man hier genau wie in tropischen Landschaften auch mal ein Krokodil oder Schildkröten. Wer es ein bisschen unaufgeregter mag, beobachtet einfach viele wunderschön bunte Fische in den großen Aquarien.
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© Jeremy Wong | Unsplash Knutschen bei Ikea

Einkaufen bei Ikea ist der Beziehungskiller schlechthin. Man findet sich nie zurecht, sucht stundenlang nach diesem einen Kissen und streitet sich dann über den Kochtöpfen. Wenn euch alles mal wieder zu viel wird, geht einfach schnurstracks in die Schlafzimmerabteilung, legt euch auf das schönste Bett, das ihr finden könnt, und knutscht eine Runde. Das fällt dann auch unter Recherche. Übrigens solltet ihr auch ruhig euer Date mit zu Ikea nehmen, so könnt ihr direkt seinen/ihren Möbel- und Accessoiregeschmack testen.

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© Christiane Kuerschner Einen Film in original Berliner Kinoatmosphäre schauen

Wer im Kino Toni eine Kinokarte kauft, bekommt noch eine Abreißkarte in die Hand gedrückt. Die Sitzplatzwahl ist frei, zwei Kinosäle (Toni & Tonino) stehen zur Auswahl. In beiden Sälen fallen Besucher in weiche, rotsamtene Sessel. 1920 eröffnete das heutige Kino Toni am Weißenseer Antonplatz. In dem einstigen Stummfilmkino werden heute Zeichentrick-, Animations- und Realfilme gezeigt. Wer ganz in Ruhe einen mit Liebe ausgesuchten Film schauen möchte, ist in dem Kleinod goldrichtig.

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© EXIT/Presse Escape Games bei EXIT Berlin spielen

EXIT ist ein "Live Escape Game", ein Computerspiel, das in die reale Welt übertragen wurde. In einem Bunker in Mitte müsst ihr als Team eine anspruchsvolle Mission bewerkstelligen und aus den verschiedenen Räumen entkommen. Dafür habt ihr maximal 66 Minuten Zeit. Viel Glück!

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© Kerstin Musl Hallenflohmarkt in Treptow

Auch wenn ihr gar nichts kaufen wollt, lohnt sich ein Besuch im Hallenflohmarkt in Treptow. In der circa 3.000 Quadratmeter großen Halle scheint der halbe Hausstand aller Berliner gelagert zu werden, denn jeder der insgesamt 80 Stände bildet für sich ein Mosaik aus alten Badewannen, Lampen und Regalen. Achtung: In der Halle herrscht ungefähr dieselbe Temperatur wie draußen, also im Winter schön warm anziehen, immer Sommer dann eher luftig.

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© conticium | FlickrCC BY-SA 2.0 Eine Auszeit nehmen im Spandauer Forst

Um eine Auszeit vom hektischen Treiben in Berlin zu nehmen, müsst ihr nicht immer bis nach Brandenburg fahren. Nur 10 Busminuten mit dem M45 von Rathaus Spandau entfernt, liegt der Spandauer Forst. Er ist eines der größten Waldgebiete Berlins. In der Nähe der Schönwalder Allee könnt ihr im Wildgehege, das ganzjährig kostenfrei zugänglich ist, mit Wildschweinen auf Tuchfühlung gehen. Verschiedene Wanderwege laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Packt euch warm ein und besucht den kältesten Ort Berlin – den Eiskeller im Spandauer Forst. Hier ist es im Winter immer um 10 °C kälter als im Stadtzentrum.

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Axel Mauruszat | CC BY 3.0 DE Das andere Mitte rund um das Märkische Museum entdecken

Wer meint, dass Mitte nur aus Coffeeshops, Flagship-Stores, Agenturen und Hotels besteht, irrt. Das etwas andere Mitte könnt ihr etwa rund um das Märkische Museum entdecken. In dem kirchenähnlichen Bau selbst findet ihr eine interessante Ausstellung zur Stadtgeschichte, die derzeit überarbeitet wird, weshalb der Eintritt bis zum 9. Juni 2018 kostenlos ist. Im angrenzenden Köllnischen Park waren bis 2015 die Stadtbären beheimatet, das Areal ist seit dem Tod von Schnute verwaist. Wer Zeit hat, sollte auf jeden Fall noch die Fischerinsel erkunden oder Richtung Heinrich-Heine-Viertel vorstoßen. Eins haben all diese Orte gemein: Kaum eine Menschenseele verirrt sich hierher.

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© Nicor | Wikimedia Commons CC BY-SA 2.5 Kunstvergnügen in der Sammlung Boros im Kunstbunker

Wenn in eurem Elternhaus alles mit Postern von Ausstellungen plakatiert ist, müsst ihr mit euren kunstverrückten Eltern auf jeden Fall in die Privatsammlung von Christian Boros im alten "Reichsbunker" (zu DDR-Zeiten auch "Bananenbunker" genannt). Die Ausstellung kann man immer nur in einer Gruppe mit bis zu 12 Personen besuchen, ihr müsst euch also unbedingt für dieses Kunstvergnügen vorher auf der Website anmelden. Wenn ihr so viel Planung hinter euch bringt, bekommt ihr dafür auch Werke von Ai Weiwei, Awst & Walther, Olafur Eliasson oder Tomás Saraceno in intimer Bunker-Atmosphäre zu sehen.

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© Markus Winkler/Thema.me Über den Prenzlauer Berg schauen auf dem Zionskirchturm

Der Zionskirchturm verspricht mit seinen 67 Metern Höhe eine wahnsinnige Aussicht über den Prenzlauer Berg, allerdings muss man eine Menge Puste in die 104 Treppenstufen investieren, um in den Genuss des Ausblicks zukommen. Wer sich noch einen "Coffee to go" von der Kapelle mitnimmt oder dort gleich noch frühstückt, hat zumindest schon mal für genügend Energie gesorgt, um sich zur Turmspitze empor zu kämpfen. Das Ganze geht mit oder ohne Führung.

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© Theresia Koch Der Fledermauskeller für mutige Batman-Freunde

Im Fledermauskeller in der Zitadelle Spandau könnte man ganze Tage verbringen. Kann man auch, denn nachts wird, zumindest im Fledertier-Gehege, das Licht angeknipst, damit die Tiere zur Ruhe kommen und schlafen. Am Tage aber kann man sie täglich von mittags bis zum Abend – im Dunkeln, versteht sich – durch die Glasscheibe beobachten. Wenn man davon nicht genug hat, schließt man sich einer der abendlichen Fledermausführungen durch die Katakomben der Zitadelle an.

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