Montag, 15.04. Lana del Rey - Velodrom

© Matze Hielscher

Lana del Rey steht hinter der Bühne. Heimlich raucht sie eine dünne Mädchenzigarette, zieht ihr Kleid nach unten. Lächelt. Sie ist nervös. Ihr Manager, ihr Stylist, ihr Booker sind es ebenfalls und ich bin es auch. Ich habe Angst, dass sie mit den hohen Schuhen hinfallen könnte und dass das Publikum die ausbuht. Meine Lana del Rey. Ein paar Monate vorher wurde sie noch auf Händen durch das Internet getragen, jetzt muss man sie vor dem Internet verteidigen. Kein Problem. Das Album ist in diesem Moment schon eine Weile draussen. Ich habe es ganz oft gehört und bin der opulenten Melancholie, dem hinreißenden Pop ganz unterlegen und bereit zu kämpfen - wenn nötig.

Lana betritt die Bühne. Sie fällt nicht und sie versingt sich nicht. Sie ist einfach Lana del Rey. Das Publikum hört zu. Ist leise. Eine Gruppe lustiger Druffies schiebt sich mit Schildern nach vorn. Bin Laden del Rey, Lada del Rey, Lama del Rey steht drauf. Ich muss lachen und mache mir noch einmal kurz Sorgen um Lana, ob sie auch so viel Humor hat. Sie sieht die Schilder. Sie lacht. Sie ist cool. Die Druffies sind etwas enttäuscht und ziehen ab. Lana singt »Don't make me sad, don't make me cry. Sometimes love is not enough and the road gets tough.« Ich muss nicht kämpfen.

Lana schafft das allein.

Am Montag singt sie im Velodrom. Es sind nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse zu haben. Und bei uns. Lana hat gerade selbst 2 Karten
im Büro vorbei gebracht. Wer die haben möchte, schreibt uns einfach einen Kommentar hier unten. 

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