Mediterran an der Bar essen in der Night Kitchen in Mitte

© Milena Zwerenz

Night Kitchen heißt der jüngste Bewohner der Pferdekopfremise in den Heckmann Höfen und der Name verrät schon ziemlich viel. Hier zelebriert man leckere Drinks, aber auch das gute Essen und das am liebsten die ganze Nacht. Wenn die Stadt sich langsam verdunkelt, gehen hier die Lichter an.

Dabei will sich das Night Kitchen weder komplett als Restaurant, noch als Bar verstehen. Hier geht es um beides – ein "Gastropub" eben, auch wenn das Wort so viel unfeiner klingt, als es ist. Die Besitzer, Gilad Heimann und Shaul Margulies, haben die ehemaligen Räume des Vorgängers Ross komplett umgestaltet. Eine orientalisch angehauchte Wohnzimmertapete, viele kleine Lampen, eine offene Küche und mittendrin: die rustikale Bar. Das Licht ist gedämmt, die Musik rauscht im Hintergrund, Stimmengewirr liegt in der Luft. Hier sitzen die Gäste Schulter an Schulter, gemeinsam, aber dennoch jeder für sich.

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Wer hierher kommt, sollte am besten seine Freunde mitbringen, denn das Motto lautet “Sharing is caring”. Auf der Karte stehen zwar einzelne Gerichte, eigentlich wollen sie aber alle zusammen bestellt werden. Beim “Dinner with Friends”-Menü stellt der Küchenchef genau das für eine Gruppe zusammen, was ihnen gut gefällt. Die geschmackliche Reise führt den Gast entlang eines Tomaten-Carpaccio mit feinen Tulum-Käseraspeln, über Octupus à la Plancha mit Erbsenpüree bis hin zu Rote-Bete-Salat mit kandierten Walnüssen. Dazu stehen Brioche-ähnliches Challah Brot und Tahinibutter auf dem Tisch. Wer mag, kann auch direkt mit einem ordentlichen Rough Margarita (Tequila, Chili, Zitrone) oder einem Negroni (hier mit Mezcal statt Gin) in den Abend starten. Aber auch sonst sitzt man nicht auf dem Trockenen. Die Bedienung trinkt zwischendurch einen selbstgemachten Cranberry-Ouzo mit den Gästen an der Bar. Man ist hier ja zum Spaß haben.

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Beim großen Bruder des Neu-Berliners, dem Night Kitchen Tel Aviv, hat sich das Konzept einer Bar-Restaurant-Symbiose bereits bewährt. Vor ein paar Monaten ist Besitzer Gilad Heimann mit seiner Frau und Tochter nach Berlin gezogen. Seinen Mitgründer Shaul​ ​Margulies, der in Jerusalem und New York aufgewachsen ist,​ kennt man schon vom Zenkichi oder House Of Small Wonder, das er zusammen mit Motoko Watanabe eröffnet hat.

Die Besitzer der Night Kitchen kommen zwar aus Israel, als israelisch würde Gilad sein Menü trotzdem nicht bezeichnen – lieber als modern mediterran. Denn in Israel, so meint er, sei die Küche ja durch Einflüsse auf Spanien, Italien und Griechenland geprägt. Für Berliner Verhältnisse fühlt sich das Night Kitchen aber im besten Sinne nach einem Abend in Tel Aviv an.

© Milena Zwerenz
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Unbedingt probieren: Rote-Bete-Salat und Tomaten-Carpaccio – die einfachsten Gerichte sind hier die besten!

Veggie: Auf der Karte stehen einige vegetarische Optionen, beim Menü einfach dem Koch Bescheid geben.

Mit wem gehst du hin: Abends mit Freunden, wenn man viiiel Zeit hat.

Besonderheit des Ladens:Die lange Bar in der Mitte des Raumes ist ausdrücklich als Dinner-Tisch gedacht. So habt ihr am Ende des Abends vielleicht neue Freunde.

Lärmfaktor: Das Night Kitchen ist nichts für Lärmempfindliche. Musik, Stimmengewirr – hier darf und soll es belebt sein

Preise: Das Friends-Menü kostet pro Person 32 Euro.

Night Kitchen | Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin | täglich ab 17 Uhr | Mehr Info

Wir wurden vom Restaurant eingeladen. Das beeinflusst aber nicht unsere ehrliche Meinung.

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