Buki Akomolafe designt Mode mit traditionellen Techniken – und das auch noch nachhaltig

© Marie–Therese Freise

Das Atelier von Buki Akomolafe befindet sich im Bergmannkiez und ist gleichzeitig Showroom und Laden. Buki hat ihr Label nach ihrem Modedesign Abschluss gegründet und teilt sich seit 2016 das Atelier mit anderen Kreativen. An ihrem Label arbeitet sie jedoch allein.

Buki ist innerhalb einer westafrikanischen NGO aufgewachsen, die ihre Eltern in den 1980er Jahren gegründet haben. Das VPP (Village Pioneer Project) betreibt Ausbildungszentren für ökologischen Landbau in Nigeria. "Meine Eltern haben unter anderem nauch einen Workshop gegründet, in dem sich Frauen getroffen haben, um Baumwolle zu spinnen, Stoffe zu färben, Textilien zu weben und Kleidung zu nähen", erzählt Buki.

Slow Fashion, Verantwortung und Fairness

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Wir steigen gleich in das Thema Nachhaltigkeit ein. "Der Punkt, an dem wir gerade in der Mode sind, insbesondere in der Fast Fashion, ist beängstigend", sagt Buki, als wir über Umwelt- und Abfallprobleme sprechen. Sie will Awareness schaffen und Verantwortung für die Beschaffung von Textilien übernehmen, deshalb konzentriert sie sich dabei speziell auf Bio- und Fairtrade-Stoffe. Neben auf Bestellung angefertigten Teilen, bringt sie jedes Jahr nur eine einzige Kollektion heraus, die sie in Berlin handfertigt. Umkehrbare Kleidungsstücke und Handtaschen, die aus Abfallmaterial aus verschiedenen Produktionsprozessen hergestellt wurden, sind zu ihrem Erkennungszeichen geworden.

Buki hat sich zum Ziel gesetzt, eine vielseitige Kollektionen zu schaffen, die den Verbrauch in vielerlei Hinsicht einschränken, anstatt ihn weiter zu befeuern. "Wenn sich das Modesystem nicht ändert, kann ich mir nicht vorstellen, wie unsere Zukunft aussehen wird", sagt sie. "Es liegt auch an uns, an den Designer*innen und Marken, Verantwortung zu übernehmen."

Traditionelle Textilien, Techniken und moderne Schnitte

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Die in Deutschland und Nigeria aufgewachsene Designerin zeigt in ihren Kollektionen Geschichten vom Reisen, von verschiedenen Kulturen, in denen sie aufgewachsen ist, von Menschen und Begegnungen. Androgyne Schnitte, Prints und cleane Stoffe sind kennzeichnend für Buki Akomolafes Kleidungsstücken.

Dabei setzt sie auf die Produktion in ihrem eigenen Atelier in Berlin, in dem sie nachhaltig produziert und mit fair gehandelten Stoffen, wie zertifizierte Bio-Baumwolle und Hanf–Seide, arbeitet. Außerdem benutzt sie auch Reste aus der Stoffproduktion, sogenannten Deadstock, und Schnittreste. Zudem nutzt sie traditionelle Textilien und Techniken wie Quilting, Patchwork oder ungewöhnliche, westafrikanische Waxprint Stoffe. Ihre Kollektion besteht aus Röcken, Hosen im Jogger-Stil und Button-Downs, aber auch Blazern und Bomberjacken sowie Mänteln.

Eine Zeit lang hat Buki sich weder in Deutschland noch in Nigeria richtig zu Hause gefühlt. Mit ihrem Label und der kreativen Auseinandersetzung beider Länder und Kulturen, in denen sie verwurzelt ist, hat sie aber nun das Gefühl, beide Welten gut miteinander vereinen zu können.

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Wenn ihr Lust habt, lässige Lieblingsteile zu shoppen und euch bei Buki persönlich über Herstellung und Hintergründe weiter informieren wollt, schaut einfach in ihrem schönen Showroom in der Heimstraße im Bergmannkiez vorbei.

 

Buki Akomolafe | Heimstraße 17 | 10965 Berlin | Germany | Hier geht's in ihren Online Shop, zu ihrem Instagram-  und Facebookprrofk.

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