Wie ist die Welt noch zu retten? – Sibylle Berg im Hotel Matze

© Katharina Lütscher
Man muss irgendwie weitermachen und versuchen die Welt zu retten - im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Wenn ich Freunde frage, woher sie Sibylle Berg kennen, dann sagen die meisten: aus dem Internet. Von Twitter oder durch ihre Kolumne auf Spiegel Online, viele kennen ihre Romane und ihre Stimme als Gästevorstellerin von Schulz & Böhmermann. Die Freunde sagen: Die ist echt super oder die ist echt super krass.

Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Buch zuletzt so sehr aufgewühlt hat, wie Sibylle Bergs aktueller Roman GRM: Brainfuck. Darin denkt sie die vielen Anzeichen für die Entwicklungen der Welt weiter: Überwachung, Digitalisierung, Klimaveränderung, Machtverteilung, Privatisierung. Es geht um vier Jugendliche aus England und ihrem Leben in der digitalen Tristesse.

Ich habe Frau Berg gefragt, wie sie dieses Buch geschrieben hat, wie sie es überhaupt ausgehalten hat, dieses super krasse Buch zu schreiben. Wir sprechen über die beruhigende Erkenntnis der eigenen Mittelmäßigkeit. Sie erklärt, warum sie sich nicht mit sich selbst beschäftigen will und wir besprechen wohin wir flüchten würden, falls die Welt doch untergeht.

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