Mit Vergnügen Berlinhttps://mitvergnuegen.comBerlin ohne nervige Touristen wäre nur halb so schönimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Berlin Mitte im Juli, Sonne, 28 Grad, S-Bahnhof Friedrichstraße. Ich stehe in der S7. Neben mir, hinter mir, vor mir: Menschen. Zwischen meinen Beinen haben sich ein fremder Koffer und ein klebriges Kind verhakt. Alle schwitzen. Als die Bahn hält, steigen etwa 8 Personen aus und 800 ein. Ein Stimmengewirr aus Spanisch, Französisch, Englisch und Nochniegehört erfüllt die schwere Luft und bei der tastenden Suche nach Halt legt sich kurz eine warme, feuchte Hand auf meine. Das wären normalerweise genügend Gründe für mich, mit angehaltener Luft aus dem Waggon zu stürzen und die zwölf Kilometer bis zu meinem Ziel zu Fuß zu gehen.

Ja, Touristen tun schreckliche Dinge – in Großgruppen verwirrt auf Radwegen herumstehen, auf dem Holocaust-Mahnmal turnen und Mustafas Gemüsedöner essen.

Aber in letzter Zeit, genauer gesagt seit Sommer- und Ferienbeginn, bin ich milde geworden – vielleicht auch in gesundem Maße ein wenig abgestumpft, aber eben doch mit wohlwollendem Tenor. Vor allem gegenüber einer Personengruppe, die in Berlin keinen guten Ruf genießt, hege ich zunehmend positive Gefühle: Touristen. Denn ja, Touristen tun natürlich schreckliche, unverzeihliche Dinge – in Großgruppen verwirrt auf Radwegen herumstehen, auf dem Holocaust-Mahnmal turnen und Mustafas Gemüsedöner essen. Berliner haben dafür verständlicherweise nur Verachtung und Augenrollen übrig. Aber abgesehen von den Dingen, die man als Tourist eben so tut, wenn man sich nicht fürchterlich viel Mühe gibt, wie ein "Local" zu wirken, sind diese Leute vor allem eins: Menschen im Urlaub.

Menschen im Urlaub, die sich nur entscheiden müssen, ob sie zuerst ein Eis essen oder noch mehr große Kunst auf der Museumsinsel ansehen wollen. Menschen, die gerade zum ersten Mal in den Genuss von richtig guten Falafeln gekommen sind oder bei einer Bootstour auf der Spree Architektur bestaunt haben, die es in ihrem Heimatland überhaupt nicht gibt. Menschen, deren dringendstes Problem der Harndrang ihres Kindes ist oder die Frage, wie herum die Fahrkarte in den Entwertungsautomaten gehört. Menschen, die nach dem Motto "Keine Termine und leicht einen sitzen" ihre Tage verbringen, unbedarft den Selfie-Stick schwenken und sich eins pfeifen.

Touristen sind die bunten Zuckerstreusel auf der Eistüte des Berliner Sommers.

Touristen umweht immer ein angenehmer Hauch von Vergnügungslust, Genussfreude und ein bisschen Lethargie. Ihr Schweiß riecht nicht nach dem Stress der herannahenden Deadline und drängenden Terminen, sondern nach Bummeln in der Sonne, nach entspanntem Unterwegssein und der nonchalanten Indifferenz gegenüber den horrenden Getränkepreisen im Späti am Hackeschen Markt. Das macht sie zu einem wichtigen Gegengewicht in dieser Stadt, wo auf der anderen Seite viel bundfaltenhosige Geschäftstüchtigkeit herrscht und die Mundwinkel im 45-Grad-Winkel nach unten zeigen.

Und klar, wenn das nächste Mal auf der Warschauer Straße ein britischer Jugendlicher mit Sonnenverbrennungen zweiten Grades den oralen Brexit vollzieht und mir seinen letzten Wodka-Bull vor die Füße speit, während mir von hinten ein Rollkoffer in die Haxen fährt und ich gleichzeitig in drei englischähnlichen Dialekten nach dem Weg zum Berghain gefragt werde, erleide ich selbstredend wie jeder normale Mensch erstmal einen innerlichen Zusammenbruch.

Der zeitweilige Touristen-Overkill ist mir lieber als die betongraue Muffeligkeit Berlins.

Aber dann besinne ich mich einen Moment und beschließe, dass mir der zeitweilige Touristen-Overkill doch noch lieber ist als die konstante ganzjährige betongraue Muffeligkeit, die hierorts so gerne als "Berliner Schnauze" verkauft wird und die am Ende nur clever vermarktete schlechte Laune ist. Touristen sind die bunten Zuckerstreusel auf der Eistüte des Berliner Sommers: Lustig bunt, ein bisschen zu süß, ein bisschen zu viel – und damit genau richtig.

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https://mitvergnuegen.com/2016/berlin-ohne-nervige-touristen-waere-nur-halb-so-schoenTue, 26 Jul 2016 15:05:39 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/berlin-ohne-nervige-touristen-waere-nur-halb-so-schoen
"Camping With Cats" ist der "purrfekte" Instagram-Account für Outdoor- und Katzen-Liebhaberimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Sommerzeit, Campingzeit – doch wer kümmert sich bei Katzenbesitzern um das Tier, während man unterwegs ist? Wenn es nach den Katzenfreunden von "Camping With Cats" geht, muss man seine Katze beim Zelten nicht unbedingt zu Hause lassen. Sie rufen dazu auf, die gestiefelten Kater ins Auto zu packen und zum Outdoor-Abenteuer mitzunehmen. Ob das wirklich was für eure Katze ist, müsst ihr selbst herausfinden. Süß sieht es aber auf jeden Fall. Miau.

The meowntains are calling, and I must go.
CAT

Katzen sind nicht nur gute Wachhunde...

#cathaiku My biggest regret? Not hiding when I saw you. Hindsight is futile. #campingwithcats @ganddygram

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Die hier mag die Brise durch die Friese.

#cathaiku Adventure calls me. Yet, I require a nap. The struggle is real. #campingwithcats @boltandkeel

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Wanderrucksäcke sind mindestens so gute Verstecke wie IKEA-Tüten.

#cathaiku  Don't pet me. Not yet.  Maybe the third or fourth time.  It's my pawlicy.  #campingwithcats @albustodd

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Selfies zur Erinnerung nicht vergessen.

#cathaiku Human said say cheese. Yet, I don't see any cheese. I have been deceived. #campingwithcats @quinnjenkinson

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Ihr könnt euch Gute-Nacht-Geschichten vorlesen.

#cathaiku It is 3 am.  I sing songs of my people.  Yet, there's no applause.  #campingwithcats @elektrokatze

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Nur bei anderen Tieren wird's kritisch...

#cathaiku I have failed cat-kind. Mission dispose of dog: failed. I concede this war. #campingwithcats @blackcattrails

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Muss es aber auch nicht.

#cathaiku It’s day 98. They still don’t know I am cat. They are still stupid. #campingwithcats @lilothehusky

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Miauf geht's.

#cathaiku We trudge to the sun. What awaits us, we're unsure. Hopefully catnip. #campingwithcats @julesybeanify

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Wer doch lieber Hunde mitnimmt: Hier geht's zu "Camping With Dogs".

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https://mitvergnuegen.com/2016/camping-with-cats-ist-der-purrfekte-instagram-account-fuer-outdoor-und-katzen-liebhaberTue, 26 Jul 2016 14:07:53 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/camping-with-cats-ist-der-purrfekte-instagram-account-fuer-outdoor-und-katzen-liebhaber
Mit Quartiermeister könnt ihr Bier trinken und Berliner Projekte unterstützenimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Bier kaufen und Gutes tun klingt immer ein bisschen nach Regenwald und Orang Utans retten, irgendwo am anderen Ende der Welt, wo man sich eh nie so sicher sein kann, wie viel Geld vom Bierverkauf tatsächlich bei den Menschen und Affen vor Ort ankommt. Warum sollten wir auch immer den Regenwald retten, wenn es vor unserer eigenen Haustür genügend Dinge gibt, die Hilfe und Förderung bedürfen? Das haben sich auch die Bierbrauer von Quartiermeister gedacht.

2010 von Sebastian Jacob als Verein gegründet, produziert Quartiermeister sein Bier nachhaltig und regional in Wittichenau/Lausitz aus lokalen Zutaten. Dazu nutzt das Unternehmen die deutsche Gemeinschaftlichkeit beim Biertrinken, um sich sozial zu engagieren. Teile der Einnahmen gehen an soziale und kulturelle Projekte in der Nachbarschaft und werden direkt aus dem Bierverkauf finanziert.

Quartiermeister fördert regelmäßig soziale Projekte

Alle sechs Wochen werden zwei Projekte mit jeweils 1000 Euro unterstützt (ein Kasten kostet 10 Euro, 3 Euro werden gespendet). Nach eigenen Angaben kamen so bereits 50.000 Euro für Initiativen und Projekte zusammen. Und die nächsten Runde läuft gerade. Bis zum 15. August könnt ihr wieder für zwei aus vier Projekten abstimmen. Dabei sind diesmal: die Berliner Büchertaube, die ein Jahr lang jeden Monat ein Buch an benachteiligte Kinder schickt, das Theaterprojekt Theater am Tisch, das Filmprojekt Fenstergeschichten und das Cateringunternehmen für Geflüchtete Bantabaa e.V.

#follow @quartiermeister_official #qmgoes21stcentury #stillgotloveforthekiez Wir haben jetzt auch instagram! Und ihr so?

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Helfen war tatsächlich noch nie so einfach, denn alles, was ihr tun müsst, ist einfach für euer Lieblingsprojekt abzustimmen (hier lang) und – falls ihr Bierliebhaber seid – hin und wieder zum Quartiermeister-Bier und nicht zum ollen Becks zu greifen. Wer jetzt etwas empört fragt, ob Quartiermeister Alkoholkonsum fördert, dem entgegen die Macher auf ihrer Homepage:

Wir erkennen , dass diese Verbindung nicht ganz widerspruchsfrei ist. Es ist nicht unser Anliegen, dass Menschen durch uns mehr Alkohol konsumieren. Unser Ziel ist vielmehr, eine gute Alternative zu bestehenden Bieren zu bieten. Unser Marketing zielt nicht darauf ab, Menschen zum Biertrinken zu animieren, sondern ihren bisherigen Konsum mit einem sozialen Mehrwert zu verknüpfen.

Na dann: Prost!

Quartiermeister findet ihr übrigens in jedem gut sortierten Späti und in allen Berliner BioCompany-Filialen. Mittlerweile gibt es das Bier auch in Leipzig, Dresden und München.

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https://mitvergnuegen.com/2016/mit-quartiermeister-koennt-ihr-bier-trinken-und-berliner-projekte-unterstuetzenTue, 26 Jul 2016 12:05:11 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/mit-quartiermeister-koennt-ihr-bier-trinken-und-berliner-projekte-unterstuetzen
"Die ganze Zeit ein gutes Gefühl von: Ich werde verrückt" – Thilo Mischke über seinen LSD-Tripimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Fändest du es aufregend, mit einem Mafia-Boss Karaoke zu singen? Würdest du auch mal erleben wollen, was LSD mit dir macht? So ganz heimlich natürlich. Und könntest dir vorstellen, statt den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen, mit Goldgräbern durch Brasilien zu fahren? Abenteuer!

Über die "Was wäre wenn"-Fragen kommen die meisten nicht hinweg. Reporter Thilo Mischke zieht ein lustiges T-Shirt an und steigt in den Flieger nach El Salvadore. In seiner sehenswerten Doku-Reihe „Uncovered“ sucht er für ProSieben nach Menschen, die sich auf und neben dem Grat des Erlaubten bewegen. Wieso wird der Mensch zum Feind der Natur? Warum gelangt Kokain aus Kolumbien nach Europa, obwohl Anbau und Handel scharf verfolgt werden? Wie viel Gewalt steckt in uns?

Wir haben mit Thilo über seinen LSD-Trip gesprochen, warum er nicht koksen würde und was seine Oma mit all dem zu tun hat.

© Thilo Mischke

Was war deine Einstiegsdroge?
Mit 16, kiffen auf dem Schulhof. Dann irgendwann zu viel gekifft. Dann Abi verkackt und vernünftig geworden – seit dem keine anderen Drogen mehr. 

Für deine Sendung "Uncovered" hast du LSD genommen. Kannst den Trip beschreiben?
Es war so schön, so wie ich es mir in meinen kühnsten LSD-Vorstellungen erträumt habe. Wasser, Natur, Sonne, Birken und selbst eine Rohrdommel. Das musst du dir mal vorstellen, ich war insgesamt sieben Stunden „weg“ und wurde immer vom wunderschönen Sound dieses seltenen Wasservogels begleitet. Hinzu kam, dass ich wirklich starke Pseudohalluzinationen hatte. Pseudo, weil ich wusste, dass die Wiese neben mir, die wie Seifenblasen gen rosa Himmel steigt, das nicht wirklich macht, sondern eine Wirkung des LSD ist. Es steigerte sich immer weiter. Bilderbücher, deren Illustrationen zu Animationen wurden. Eine Maracuja, die ich gestreichelt habe, weil sie Schneckenaugen bekommen hat. Der Kameramann wurde zum Panda, der Redakteur zum Karpfen. Und die ganze Zeit ein gutes Gefühl von: Ich werde verrückt. 

Es gibt bestimmt nicht wenige Menschen, die durch LSD-Konsum Panikattacken bekommen haben: Hattest du nicht Angst, dass du hängen bleiben könntest?
Diese Angst hatte ich auch und es ist sehr vernünftig, diese Angst zu haben. Was mich beruhigt hat, war: Ein Arzt und ein LSD-Experte begleiteten meinen Trip, so wusste ich, mir kann eigentlich nichts passieren. Allerdings sind das keine natürlichen Konsumbedingungen. Die meisten nehmen LSD ja komplett weggedübelt, vielleicht am Ende eines Festivals. Unter fremden Menschen. Da sind Panikattacken wahrscheinlicher. 

Unter welchen Umständen würdest du es wieder machen?
Die gelogene Wahrheit ist: Ich würde es natürlich nie wieder machen. 

© Thilo Mischke

Du hast mir erzählt, dass du für die Sendung auch Koks probieren wolltest, es aber Aufgrund der Herstellungsbedingungen nicht gemacht hast. Was hat dich speziell abgeschreckt?
Ich habe noch nie gekokst, aber von den zahlreichen rotnasigen Medienfreunden, die ich habe, wurde ich darauf hingewiesen, dass kolumbianisches Koks, vor Ort, das beste ist. Und nicht vergleichbar mit dem Zeug, dass du hier am Kotti bekommst. Vermutlich hätte ich es probiert, aber ich habe die Produktionsbedingungen gesehen. Kinder, die für 2 Dollar am Tag Tonnen an Koka-Blätter pflücken, bis ihnen die Fingernägel ausfallen. Ein Eimer voller Batteriesäure, Zement, Unmengen an Benzin, das über die Koka-Blätter gekippt wird und im Dschungelboden versickert. Dann: Der Tod, die Gewalt, die Ermordungen. Ein vermintes Kolumbien. Kinder ohne Beine. Und das alles, damit ich mir Silvester meine Spießigkeit wegschniefen kann. Nein. Das habe ich nicht eingesehen. Auch wenn 30g Kokain in Kolumbien 50 Euro gekostet haben. Das war es mir nicht wert. Ich kann nicht Biohühner kaufen und dann koksen.  

Warum sind wir von Drogen so fasziniert? Was fasziniert dich?
Drogen faszinieren uns, weil wir für kleines Geld eine Tür öffnen, um die Realität zu verlassen. Wer durch die Tür geht, ist erstmal weg. Normalerweise brauchst du dafür Hobbys, Reisen oder andere Menschen. Wir finden Zerstreuung mit kleinstem Aufwand. Solange wir nicht abhängig von einer Droge sind. Mich persönlich faszinieren Drogen aber nicht so. Bis auf LSD. Allerdings nicht die Wirkung, sondern eher: Der kulturelle Einfluss. Wir dürfen nicht vergessen, Scientology ist eine Religion, die aus harten LSD-Dosen des Gründers Hubbard entstanden sind. Das finde ich ich irre. 

Was sagt deine Mama, wenn sie dich im Fernsehen von einer gefährlichen Situation in die nächste schlittern sieht?
„Ich finde es interessant, was du machst, aber ich toleriere es in keinster Weise“, sagte sie nach der ersten Folge. Bei der Drogenfolge wird sie entspannter sein, allerdings habe ich damals die Risiken in Kolumbien unterschätzt. Ich dachte, es wäre ein einigermaßen sicheres Land. Ist es aber nicht. Nach Montag wird sie vermutlich sagen: „Bei der Sparkasse kannst du jetzt nicht mehr arbeiten".

© Thilo Mischke

Die ersten beiden Sendungen waren sehr erfolgreich. Du hast dich mit den gefährlichsten Gangs der Welt getroffen, du hast LSD vor der Kamera genommen. Muss Fernsehen immer krasser werden, damit die Menschen noch einschalten?
Das ist ein Trend den ich auch beobachte, aber begrüße. Weil die meisten Fernsehredakteure nicht einschätzen können, was da draußen passiert, und das meine ich nicht böse, können wir einfach die irrsten Themen vorschlagen. Und genau deswegen mache ich es ja. Ich will das erleben, ich will es leben und zeigen. Und meistens auch noch aufschreiben. 

Warum machst du das? Warum begibst du dich in solche Situationen, statt auf deinem Balkon in Friedrichshain zu sitzen?
Ich habe eine einfache Regel: Ich habe genau ein Leben, dass mir zur Verfügung steht. Und in diesem einen Leben will ich die Möglichkeit haben, so viel wie möglich zu erfahren. Das wurde mir ein bisschen vererbt. Meine Oma ist nämlich verrückt, im guten Sinne, und bevor ich fürs Schreiben und Filmen solche Abenteuer erlebt habe, habe ich sie mit meiner Oma erlebt. Also keine Drogen, aber dafür 1996 nachts durch den Central Park in New York spazieren, eben weil es gefährlich ist. Ich habe meiner Oma viel zu verdanken, was das betrifft. Was Risiken und Abenteuer betrifft. 

Wenn ihr sehen wollt, wie Thilo aussieht, wenn er LSD nimmt: Sein Drogentrip ist heute ab 22.10 Uhr auf ProSieben zu sehen. Die alten Sendungen könnt ihr euch hier ansehen.

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https://mitvergnuegen.com/2016/die-ganze-zeit-ein-gutes-gefuehl-von-ich-werde-verrueckt-thilo-mischke-ueber-seinen-lsd-tripMon, 25 Jul 2016 18:00:25 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/die-ganze-zeit-ein-gutes-gefuehl-von-ich-werde-verrueckt-thilo-mischke-ueber-seinen-lsd-trip
In diesen Berliner Open-Air-Theatern gibt es keine Sommerpauseimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Der Sommer ist ja meistens den Open Airs vorbehalten, während die kleinen und großen Theaterhäuser in die verdiente Sommerpause gehen. Stimmt ja auch, wer will sich bei schönstem Wetter schon in einen stickigen Theatersaal setzen? Dabei müsst ihr auch im Sommer gar nicht auf Hochkultur verzichten. Auf diesen vier Bühnen könnt ihr das Wetter genießen und Schauspielkunst erleben.

Monbijou Theater

Das Monbijou Theater, das früher Hexenkessel Hoftheater hieß, ist vielleicht das bekannteste Freilufttheater in Berlin. Im Winter werden hier in einer muckeligen Stube auf höchst amüsante Art alte Klassiker verwurstet, im Sommer wird auf dem Vorplatz am Wasser Salsa getanzt. Im Amphitheater gegenüber des Bode Museums könnt ihr dieses Jahr sehen:

Monbijou Theater | Monbijouplatz 3, 10119 Berlin | Goethes sturmiges Lustspiel "Die Mitschuldigen": 25.–30.08., 01.–13.08., 15.–29.08., 31.08., 02.09. | "Die lustigen Weiber von Windsor": 26.–31.07, 02.–07.08., 09.–14.08., 16.–21.08., 23.-28., 30.08., 01., 04., 09. 

© Monbijou Theater

Shakespeare Company im Natur-Park Schöneberger Südgelände

Das Schöneberger Südgelände/Gleisdreieckpark ist ja schon für sich so ein wunderbares Kleinod inmitten des Berliner Großstadttrubels. Wer sich auf Erkundungszügen schon mal verlaufen hat, der ist vielleicht mal an der Spielstätte der Shakespeare Company vorbeigekommen, die hier alljährlich ihr Freilufttheater aufschlägt und uns mit den alten Klassikern des viel gespielten Engländers vergnügt. Die Stücke könnt ihr dieses Jahr sehen:

Shakespeare Company im Natur-Park Schöneberger Südgelände | Prellerweg 47, 12157 Berlin
Der Kaufmann von Venedig | 26.07.–06.08. 

Macbeth | 09.08.–13.08.
Othello | 14. & 21.08., 04. & 11.09.
Was ihr wollt | 16.–20.08., 23.–27.08.
Wintermärchen | 27. & 28.08., 3.09.
Die Zähmung der Widerspenstigen | 06.–10.09.

© René Löffler

Open Air im Sommergarten der ufa Fabrik

Die ufa Fabrik sollte man sich auch mal fernab des umfangreichen Sommerprogramms anschauen. Auf dem ehemaligen Gelände des Ufa-Filmkopierwerks siedelte sich in den 1970er eine Kommune an. Bis heute leben die Menschen dort größtenteils autark – und bieten das ganze Jahr über ein großes kulturelles Programm vom Comedy über Varieté bis hin zu Lesungen und Konzerten, das im Sommer nach draußen in den Sommergarten verlegt wird.

ufa Fabrik | Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin
StageDiven! | 27.–30.07.
Kiezgeschichten | 03.–06.08.

© ufa Fabrik

Berliner Kindertheater in der Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau

Das Berliner Kindertheater zieht im Sommer vom Fontane-Haus in die imposante Zitadelle Spandau (die für sich auch immer einen Besuch Wert ist) und spielt für Familien, Kita- und Schulgruppen den ganzen Sommer über den Klassiker von Astrid Lindgren "Michel aus Lönneberga".

Zitadelle Spandau | Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Michel aus Lönneberga | 27. & 31.07., 03., 07., 09., 10., 14., 16., 17., 21., 23., 24. & 28.08., 04., 06., 07. & 11. September

© Smaracuja
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https://mitvergnuegen.com/2016/in-diesen-berliner-open-air-theater-gibt-es-keine-sommerpauseMon, 25 Jul 2016 14:39:55 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/in-diesen-berliner-open-air-theater-gibt-es-keine-sommerpause
So soll das Dach des Flughafen Tempelhof umgebaut werdenimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Am Tempelhofer Flughafen tut sich was. Erst im April eröffnete hier das THF Café und die Asylothek als Begegnungsstätte für die dort lebenden Geflüchteten. Nun gibt es wieder neue Pläne. Der Kopfbau am südwestlichen Ende des Komplexes soll perspektivisch für Besucher geöffnet werden, dazu zählen auch die Dachflächen – inklusive Café. Wie genau das aussehen soll, steht jetzt fest.

© Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Im Mai rief die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, vertreten durch die Tempelhof Projekt GmbH, zu einem Wettbewerb für das holprig-modern betitelte Projekt "Tower Flughafengebäude Tempelhof" auf. Die Arbeit der Architekten von :mlzd, Biel/Schweiz, die unter anderem schon an der Erweiterung des Historischen Museums in Bern beteiligt waren, überzeugte am meisten: "stringente Konzeption von Ausstellungsebene und Dachterrasse". Der Besichtigungsbereich soll an rund 300 Tagen geöffnet sein. Die Dachterrasse kann bei Führungen oder auf eigene Faust besichtigt werden.

Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr starten, für 2019 ist die Eröffnung geplant. 8,36 Millionen Euro brutto sind für die Baumaßnahmen vorgegeben.

© :mlzd, Biel, Schweiz
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https://mitvergnuegen.com/2016/so-soll-das-dach-des-flughafen-tempelhof-umgebaut-werdenMon, 25 Jul 2016 13:50:03 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/so-soll-das-dach-des-flughafen-tempelhof-umgebaut-werden
11 Dinge, die am Sommer gar nicht mal so toll sindimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Sommer, hurra! Sonne, Urlaub, Eis am Stiel und ein Kopfsprung vom 5-Meter-Brett ins erfrischende Nass – was könnte es Schöneres geben? Nun. Ziemlich vieles. Der Sommer als Jahreszeit dient zwischen Oktober und April als Projektionsfläche für allerhand Wassermelonen-Sehnsüchte und Kurzarm-Wunschträume, aber nun, wo er tatsächlich da ist, schneidet vieles davon beim Reality Check gar nicht mal so gut ab. Zum Beispiel sind diese 11 Dinge am Sommer gar nicht mal so geil:

1. Nach zehn Minuten am Strand fragst du dich, was du jetzt hier stundenlang machen sollst.

© Pixabay

2. Mit Decke zu schlafen ist zu warm, ohne Decke fühlst du dich aber wie ein Stechmückenbüffet.

3. Du würdest am Wochenende gerne ausschlafen, aber die Sonne heizt dein Schlafzimmer ab 7 Uhr auf.

4. Orientierungslose Touristen auf Radwegen rauben dir den letzten Nerv.

© Giphy

5. Deine sommerbegeisterten Freunde verstehen das Argument "Es ist zu warm dafür" nicht.

6. Um zu einem See zu gelangen, musst du erst 20 Minuten in der überhitzten S-Bahn die Luft anhalten.

7. Es gibt wieder einen fürchterlichen Sommerhit und du hast ihn gehört.

8. Du hast die Wahl zwischen Hautkrebs durch Sonnenbrand oder Brustkrebs durch die Inhaltsstoffe der Sonnencreme.

9. Endlich gibt es reife, süße Erdbeeren! Leider schimmeln sie schon im Supermarkt.

© Stocksnap

10. Es gibt immer noch keinen Eis(kaffee)-Lieferdienst.

11. Nur dein Kreislauf ist regelmäßig dort, wo du gerne wärst: Im Keller.

© Joanna Burns | BuzzFeed
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https://mitvergnuegen.com/2016/11-dinge-die-am-sommer-gar-nicht-mal-so-toll-sindMon, 25 Jul 2016 13:33:30 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-dinge-die-am-sommer-gar-nicht-mal-so-toll-sind
Dieses Video beweist: Die besten Geschichten passieren nicht am Telefonimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Sonntagmorgen. Uhrzeit: Viel zu früh. Du liegst quer im Bett, dein Kopf fühlt sich an wie nach einer wilden Knutscherei mit einer Abrissbirne, in deinem Mund ist ein pelziges Kleintier gestorben und neben dir liegt jemand, dessen Name dir genauso schleierhaft ist wie die Ereignisse der letzten Nacht. Wann hat das eigentlich angefangen, dass man einen gemütlichen Sonntag mit Omas Kuchen gegen einen ganztägigen Nahkampf mit einem borstigen Kater getauscht hat?

Mit dem Sprung ins Erwachsenenleben wird eben nicht alles besser. Aber kein Grund zur Wehmut, denn der neue Spot von berlinlinienbus.de liefert eine ungewöhnliche Lösung für das Dilemma: Warum nicht beides kombinieren und den Tag bei Gugelhupf mit Oma und Nachtbekanntschaft verbringen?

Klingt ziemlich ungewöhnlich, aber die Botschaft dahinter ist eine sehr wahre: Verbringe so viel Zeit wie möglich mit den Menschen, die du gerne hast. Egal, ob du sie erst seit ein paar Stunden kennst oder schon dein ganzes Leben lang. Und manchmal entstehen aus den schrägsten Situationen die besten Geschichten – aber die passieren eben nicht am Telefon.

Glücklicherweise müssen wir uns heute dabei nicht mehr von Distanzen aufhalten lassen: Dank Fernbussen wie dem berlinlinienbus.de ist Verreisen ganz easy und komfortabel geworden – ob nur bis in die nächste Großstadt, in den Heimatort am anderen Zipfel Deutschlands oder einmal quer durch Europa. Günstiger und unkomplizierter kommt man jedenfalls nicht zu den Menschen, mit denen man all das erlebt, was man noch seinen Enkeln erzählen wird – oder eben bei Omas Sonntagskuchen.

Und damit ihr nicht nur günstig, sondern sogar umsonst Strecke machen könnt, verlosen wir 100x100-Euro-Fernbusgutscheine – zur Teilnahme schnell hier entlang!

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit berlinlinienbus.de.

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https://mitvergnuegen.com/2016/dieses-video-beweist-die-besten-geschichten-passieren-nicht-am-telefonSun, 24 Jul 2016 12:30:19 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/dieses-video-beweist-die-besten-geschichten-passieren-nicht-am-telefon
11 Dinge, die ihr immer in Ljubljana machen könntimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Die slowenische Hauptstadt mit dem zungenbrecherischen Namen ist wirklich schnell die “geliebte Stadt” auf die im Namen angespielt wird: Bei übersichtlicher Größe bietet sie alles was das Herz begehrt. Ohne sich die Füße platt zu laufen kann man irre viele verschiedene Sachen entdecken und das beste ist: Es scheint (fast) immer die Sonne!

1

© Lena van Ginkel Picknick im Tivoli Park

Lange Kastanienalleen, Blumenbeete in allen Farben, Schlossanlagen und saftig grüne Wiesen – bessere Voraussetzungen gibt es nicht für ein Picknick. Im belebten Tivoli-Park gibt es außerdem immer etwas zu sehen, denn auch die Ljubljaner streunen gerne durch die Alleen und Wege.

2

© Arne Hodalic Ausblick von der Burg Ljubljana genießen

Ohne einen Ausflug auf die Burg, die man von fast überall in der Stadt sehen kann, ist ein Besuch in Ljubljana nicht komplett. Mit einer gläsernen Seilbahn oder auch zu Fuß mit etwas Schwitzen ist man schnell auf den Zinnen. Es lohnt sich, den Eintritt für den Turm zu bezahlen – von dort oben hat man den schönsten Ausblick auf die Stadt und die smaragdgrünen Hügel in der Ferne.

3

Boot fahren auf dem Ljubljanka-Fluss

Eine neue Perspektive auf die Stadt und ihre Umgebung bekommt man mit einer entspannten Bootsfahrt auf einem der schönen Holzboote. Nicht nur die Burg und die Altbauten rechts und links gleiten gemütlich vorbei, während man an einem kalten Drink nippt. Auch zeigt ein kurzer Abstecher in die Flußauen, die unweit beginnen, wie grün die Stadt und ihre Umgebung ist.

4

© Lena van Ginkel Kunst gucken in der Moderna Galerija

Auch was Museen angeht, braucht sich Ljubljana nicht zu verstecken. Das Museum für moderne slowenische Kunst bietet eine Übersicht über die verschiedenen Kunstepochen und Strömungen der slowenischen Kunst (Malerei, Skulpturen, Fotografie) des 20. und 21. Jahrhunderts und spannende internationale Wechselausstellungen. Im Café vor dem Museum kann man schön zwischen Skulpturen in der Sonne sitzen.

5

© Lena van Ginkel Eis essen bei Vigo

Als Berliner ist man ja tatsächlich schon verwöhnt, wenn es um Eis geht. Aber Sorten wie Kokos-Maracuja, Ricotta Orangeeis mit dunklen Schokoladenstückchen oder Zitronengrasseis lassen selbst den abgeklärtesten Profi-Eisesser schmelzen.

6

Einkaufen auf dem Zentralen Markt 

Richtig ins Getümmel stürzen kann man sich auf dem zentralen Markt der Stadt. Hier wird fast täglich unter freiem Himmel und in mehreren Markthallen Gemüse, Obst, Blumen, Käse, Brot und Fleisch verkauft. Nicht nur, dass alles super schmeckt – der Farbrausch der verschiedenen Stände und der freundliche Kontakt zu den Ljubljanern, die meistens sehr gut Englisch sprechen, lassen jeden viel länger dort Zeit verbringen, als in einem langweiligen Supermarkt.

7

© Lena van Ginkel Straßenleben beobachten auf dem Presernov Platz

Der Presernov Platz direkt am Fluß und Knotenpunkt mehrerer Straßen der Fußgängerzone ist architektonisch schon wunderschön mit seiner barocken Kirche und der Aussicht auf die Burg und den Fluß. Hier kommt die ganze Welt vorbei, denn die Statue des slowenischen Poeten France Prešeren ist Treffunkt für alle: Studenten, Touristen, Familien mit Kindern und ältere Herrschaften, die sich für einen Schwatz in den Schatten an die Füße des Denkmals setzten. Der perfekte Ort, um einfach mal zu schauen, wer sonst noch so in der Stadt unterwegs ist, und Leute anzulächeln.

8

© Lena van Ginkel Einkaufsbummel in den schönen kleinen Geschäften der Altstadt

Die Altstadt um Mestni und Stari trg (heißt wirklich so) ist frei von nervigen Einheitsbrei und Shoppingketten. Stattdessen gibt es kleine Boutiquen mit erschwinglichen Preisen, Krimskrams- und Delikatessgeschäfte, in denen man aufpassen muss, statt Souvenirs für die Daheimgebliebenen nicht alles doch für sich selbst zu kaufen. In schnuckelige Restaurants, Cafés und Bars kann man dann die müden Beine entspannen und die restlichen Euros beschwingt aus dem Portemonnaie schütteln.

9

Besuch im International Centre Of Graphic Arts

Schön, dass dieser Kunstgattung in Ljubljana ein ganzes Museum gewidmet ist. Die internationale Liste der Künstler kann sich sehen lassen. Besonders schön sind auch die Kunstbücher, Kunstzeitschriften und Fotobücher, die im Museum anzuschauen sind. Außerdem gibt es eine eigene Druckwerkstatt, in der Künstler arbeiten und Workshops geben.

10

© Visit Ljubljana Die vielen Brücken der Stadt begehen

Ljubljana ist auch bekannt für seine Brücken. Ob die alten drei Brücken, die vom regen Presernov Platz in die Altstadt führen, die verspielte Drachenbrücke, auf der einem das Wahrzeichen der Stadt, ein Drache, in Stein gehauen entgegenfaucht oder von der –trotz ihres Namens als Brücke der Liebenden bezeichneten – Fleischerbrücke: Von jeder Brücke habt ihr eine schöne Aussicht und tolle Fotomotive.

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© Visit Ljubljana Das alternative Künstlerviertel der Stadt besuchen

Wer sich trotz der schönen Beschaulichkeit nach Abrissromantik und Graffitis sehnt, dem sei ein Abstecher nach Metelkova empfohlen. Auf dem ehemaligen Gelände einer Kaserne haben sich Künstler, Clubs, Kulturprojekte und Galerien angesiedelt. Auch von Außen sind die Häuser eine Open-Air-Graffiti-Galerie, in der man stundenlang auf Entdeckungsreise gehen kann.

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https://mitvergnuegen.com/2016/11-dinge-die-ihr-immer-in-ljubljana-machen-koenntSun, 24 Jul 2016 10:00:16 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-dinge-die-ihr-immer-in-ljubljana-machen-koennt
Hoffnung heißt nicht, dass alles gut wird – aber was dann?img,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Jede Woche werden viele spannende Dinge im Netz veröffentlicht. Zu viele, um den Überblick zu behalten. Hier kuratieren wir eine kleine Auswahl von Netzperlen zu einem bestimmten Thema.

Diese Woche in der Longread-Edition gibt es extralange Texten zum Stöbern, Schmökern und Sinnieren auf dem Balkon, in der Hängematte oder auf dem Weg in den Urlaub. Das Thema: Von Realitätsflucht, Landlust und die ewige Frage, ob endlich alles gut wird und was passiert, wenn nicht.

ZEIT: Warum wir lieber Salbei pflanzen statt Demobanner zu bemalen

© Unsplash

Kolumnistin Julia Friedrichs untersucht, warum viele Menschen sich heute vor allem für Stressabbau und Handarbeit interessieren,statt für die drängenden Fragen der Gegenwart. Hier geht's zum Artikel.

The Guardian: Hoffnung heißt nicht, dass alles gut wird

© Pexels

Ein Artikel, denn man derzeit getrost jede Woche einmal lesen oder gleich auswendig lernen kann: "It is important to say what hope is not: it is not the belief that everything was, is or will be fine." – warum sich Hoffnung trotzdem lohnt und das mehr denn je, lest ihr hier.

Süddeutsche: Von der armen Sau zum Schweineglück

© Pexels

Ja, in diesem Artikel geht es um Massentierhaltung. Aber der hier ist anders als die anderen. Was dieser Artikel nicht tut: Mit Horrorbildern schocken. Fleischesser verurteilen. Zum Veganismus aufrufen. Endzeitstimmung verbreiten. Was dieser Artikel macht: Ruhig, sachlich und präzise beschreiben, wie Schweine aus Massentierhaltung wieder ein Leben in Freiheit lernen. So, dass man sich am Ende mit den borstigen rosa Kerlchen mitfreut. Richtig, richtig gut (die Videos!).

YouTube: Eskapismus im Reifrock

Das ist jetzt ein bisschen spartig und vielleicht bin ich der einzige Mensch, der diese Serie so abfeiert. Vielleicht aber auch nicht? Jedenfalls finde ich diese BBC-Serie ultimativ interessant und gleichermaßen unfassbar entspannend: Eine Historikerin und zwei Archäologen ziehen auf einen englischen Bauernhof und leben wie im ländlichen England zur Zeit Königin Viktorias um 1850. Das einfache, gar nicht so einfache Landleben von damals als erholsamer Kontrast zum gegenwärtigen Großstadtleben.

Soundcloud: Diesem Mixtape scheint die Sonne aus allen Poren

Wem das jetzt alles zu ernst und historisch und überhaupt zu wenig vergnüglich war, der drücke beherzt den Playbutton dieses Mixtapes von und mit Jazzy Jeff. Ja, genau der Jazzy Jeff, der immer mit dem Prince of Bel Air rumhing. Dieses Tape ist voll von Soul, Oldschool-Hip-Hop und 90er-Feelgood-Vibes, riecht nach Sonnencreme, Wassereis und macht einfach nur beschwingte, gute Laune.

Lust auf Weiterlesen? Letzte Woche haben wir euch diese Artikel empfohlen.

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https://mitvergnuegen.com/2016/lesetipps-extralong-editionSat, 23 Jul 2016 17:50:22 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/lesetipps-extralong-edition
11 Fragen und Antworten, die dir ein besseres Verständnis über die LSBTI* Community gebenimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Heute findet mit dem Christopher Street Day einer der wichtigsten Tage für die LSBTI* Community des Jahres statt. Das ist doch mal eine gute Gelegenheit, ein paar Dinge zu erklären, die vielleicht noch unklar sind, denn wie wir aus Pocahontas wissen: "Fremde Erde ist nur fremd, wenn der Fremde sie nicht kennt." Hier also 11 Fragen und Antworten rund um Homosexualität, Transgender und queere Community, die ihr euch schon immer gestellt, aber nie zu fragen getraut habt – sei es aus Angst, unhöflich oder aufdringlich zu sein oder als ignorant zu gelten. Los geht's!

1. Erst mal, wofür steht denn LSBTI*?

Die zugegeben etwas sperrige Bezeichnung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Personen. Vereinfacht gesagt, geht es um Menschen, die in ihrer Sexualität und/oder Gender-Identität von der heterosexuellen cis-Norm abweichen. (Was ist denn jetzt cis? Cis bezeichnet Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, dass ihnen zur Geburt zugewiesen wurde). Zur Verkürzung werden manchmal Buchstaben wie das „I“ weggelassen. Im Englischen spricht man zum Beispiel meist von der LGBT-Community. Außerdem hat sich das Wort „queer“ zur Bezeichnung etabliert, weil es nicht exkludierend, sondern umfassend ist.

2. Und wie bezeichne ich dich jetzt ganz persönlich?

Das hängt von jeder Person individuell ab, wie sie oder er sich identifizieren. Warte am besten bis sich dir dein Gegenüber öffnen möchte. Besonders für Transgender ist es wichtig, dass du sie mit dem richtigen Pronomen („sie“ oder „er“) belegst und dich daran hältst. Mich zum Beispiel kannst du als schwul bezeichnen.

3. Ist das nicht super kompliziert?!

Keine Sorge, ist es wirklich nicht. Du konntest alle drei Annas deiner Grundschulklasse auseinanderhalten, da bekommst du das auch hin.

4. In der Beziehung: Wer ist denn dann der Mann und wer die Frau?

Ähm,... also: Bei einem schwulen Paar sind beispielsweise natürlich beide Männer Männer. Wenn du damit fragen möchtest, wer welche Position beim Sex einnimmt: Das ist eindeutig ein Thema für Rotweinabende unter Freunden.

5. Was hat es mit dem Christopher Street Day auf sich?

Beim CSD wird jährlich der Unruhen gedacht, die im Juni 1969 rund um die Schwulenbar Stonewall Inn in der Christopher Street (daher der Name!) in New York City stattfanden. Die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen der Polizei, die in Razzien das Publikum der Bar diskriminierend verfolgte, und der transsexuellen und homosexuellen Gäste, die für ihre Freiheit einstanden, begründete eine neue Bewegung der Emanzipation. Heute geht es weiter darum, für die Rechte der Community einzustehen, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und dabei unsere Vielfalt zu zelebrieren.

6. Ihr seid doch in Deutschland gleichberechtigt oder nicht?

Leider nicht in jedem Bereich. Auch wenn wir große Fortschritte gemacht haben, dürfen wir zum Beispiel nicht heiraten und Ehen führen, sondern haben sogenannte "Eingetragene Lebenspartnerschaften", in welchen wir kein volles Adoptionsrecht besitzen. Warum das wichtig ist? Wegen Familie natürlich, und darum! Außerdem gibt es viele weitere Themen wie die Rehabilitierung der rund 50.000 Männer, die nach Paragraf 175 noch in der Bundesrepublik für ihre homosexuellen Handlungen verfolgt wurden, oder die Sicherheit für queere Geflüchtete.

7. Ist es nicht irgendwie gerade „in“ sich zu outen?

Nein, es ist nicht "in". Warum Coming-Outs in der Öffentlichkeit zunehmen, hat den einfachen Grund, dass sich heute mehr Menschen damit wohl fühlen ihr authentisches Ich zu leben als das in der Vergangenheit der Fall war. Trotzdem fällt es vor allem jungen Menschen immer noch schwer sich zu outen, weil sie oft nicht wissen, wie Familie, Freunde und Arbeit darauf reagieren, wie man vor zwei Jahren bei Schauspielerin Ellen Page sehen konnte. Unterstützung ist hier ganz wichtig!

8. Schwule sind ja gerade überall im Fernsehen zu sehen. Das ist doch toll oder?

In letzter Zeit hat die Anzahl besonders von schwulen Charakteren und besonders im TV zugenommen, yes! Es gibt dreidimensionale Repräsentationen in Modern Family, Orange Is The New Black und mittlerweile auch im Berliner Tatort. Leider beschränkt sich diese Sichtbarkeit aber größtenteils auf weiße, schwule Charaktere. People of Color sind beispielsweise immer noch wesentlich schlechter vertreten. Auf der großen Leinwand im Kino werden queere Menschen unterdessen immer noch allzu häufig als "verrückter bester Freund" zur Punchline. Und so gerne wir Captain Americas Chris Evans ohne T-Shirt sehen (!), sucht man einen schwulen Superhelden oder eine romantische Komödie mit Trans-Schauspielerin Laverne Cox in der Hauptrolle vergebens. Brokeback Mountain tröstet eben nur eine Weile.

9. Aber in der Gesellschaft und vor allem in Berlin ist man doch angekommen?

Auch hier folgt eine "Jein"-Antwort. In den meisten Situationen können wir unsere Liebe leben und öffentlich zeigen. In Berlin fällt das oft leichter als in kleinen Gemeinden. Dennoch gibt es Entwicklungen, die mich persönlich beunruhigen. Darunter fällt die Alternative für Deutschland (ganz aktuell), Trump und natürlich der Anschlag auf den Pulse Club in Orlando, welcher einen Schutzraum der Community an Latin Night traf und bei dem 49 Menschen das Leben genommen wurde. In der aktuellen Studie "Die enthemmte Mitte" der Universität Leipzig haben zudem 4 von 10 Menschen angegeben, dass sie es ekelhaft finden, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen. Puh!

10. Hat man da manchmal Angst, sich und seine Liebe öffentlich zu zeigen?

Oft ist es weniger Angst, als dass man sich unwohl fühlt. Auch das ist natürlich bei jedem individuell verschieden. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Habe ich schon mal die Hand meines Partners losgelassen, weil ich befürchtete, beleidigt zu werden? Ja. Sollte ich seine Hand dennoch festhalten? Ja.

11. Gelten diese Antworten für die gesamte Community?

Nein, und das ist ganz wichtig! Jede Person geht anders mit ihrer Sexualität und Gender-Identität um und dabei sind Verallgemeinerungen schwer möglich. Was uns eint: Wir möchten wie jeder Mensch ein authentisches Leben führen, Liebe in die Welt tragen und sonntags mit einem Mars-Eis in der Hand auf der Couch liegen und Netflix schauen (okay – letzteres trifft wahrscheinlich nur auf mich zu).

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https://mitvergnuegen.com/2016/11-fragen-und-antworten-die-dir-ein-besseres-verstaendnis-ueber-die-lsbti-community-gebenSat, 23 Jul 2016 13:36:45 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-fragen-und-antworten-die-dir-ein-besseres-verstaendnis-ueber-die-lsbti-community-geben
11 Restaurants, die ihr auf der Oranienstraße probieren müsstimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Auf der Oranienstraße bleiben keine Foodie-Wünsche unerfüllt. Hier könnt ihr euch einmal die Straße runter rund um die Welt essen und bleibt trotzdem im harten, aber herzlichen Kreuzberg. Nur einen Katzensprung vom Kotti entfernt ist immer was los und das ganze Leben ist eine Soap Opera. Cruisende Jungs in dicken Karren, die Mädels beeindrucken wollen; vor dem türkischen 23-Stunden-Blumenladen werden Autos für eine Hochzeit geschmückt und Hipster-Touristen irren verzweifelt auf der Suche nach dem Voo Store durch die Straße. Damit das mit der Qual der Wahl beim Essen leichter wird, ist hier unser „Best of Oranienstraße“: Wir haben uns vom Görlitzer Bahnhof Richtung Moritzplatz gegessen und getrunken.

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© Angry Chicken | Facebook Angry Chicken

Seit ich in Seoul betrunken das beste Chicken meines Lebens gegessen habe, hat es kein frittiertes Huhn der Welt mehr leicht bei mir. Das Angry Chicken hat es dann allerdings doch in mein Herz geschafft, denn hier schmeckt es wirklich wie in Korea! Beim wütenden Hühnchen bekommt ihr "Korean Fried Chicken“ in verschiedenen scharfen und süßen Abstufungen, Burger (auch in Vegetarisch) mit “Kimchi princess' awesomeness". Würzige Soßen, Süßkartoffelpommes, Bibimbap, Bulgogi - mehr koreanisches Foodie-Glück geht nicht.

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© Companion Coffee/Instagram Companion Coffee

Der Name “Companion Coffee” passt recht gut zu dem Café, das es sich in den Räumen des Voo Stores in Kreuzberg gemütlich gemacht hat. Die Baristas Shawn und Chris kennen sich aus mit gutem Kaffee, denn sie waren bei den Anfängen von “The Barn” auf der Schönhauser involviert. Für ein gutes Tässchen nach dem Shoppen oder zwischendurch: Hier seid ihr richtig.

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© Hannah Bahl Com Á

Im Com Á gibt es mehr als den klassischen vietnamesischen Lunch um die Ecke. Hier esst ihr die leckersten Gerichte aus Kambodscha, Japan, Vietnam oder den Philippinen und wollt danach wahrscheinlich sofort im Reisebüro um die Ecke einen Flug nach Asien buchen. Zusätzlich zur normalen Karte könnt ihr zwischen zwei Lunchmenüs wählen, bei denen es immer einer sehr fein abgeschmeckte Suppe oder Sommerrolle dazu gibt. Alles schmeckt dabei super frisch und nuanciert, ohne dass man danach ins Foodkoma fällt. Wir hätten jetzt übrigens noch mal sehr gerne eine von diesen leckeren Crunchy Salmon Inside Out Rolls.

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© Hannah Bahl Charlie's Vegan Food & Coffee

Charlie's ist die ruhige, vegane Oase auf der wilden Oranienstraße. Wenn ihr mal tief durchatmen und entspannt einen Kaffee in wunderschön designter, aber trotzdem gemütlicher Atmosphäre trinken wollt, seid ihr hier genau richtig. Für die Teetrinker gibt es außerdem eine Auswahl von mehr als 17 Teesorten und das wahrscheinlich beste vegane Frühstück Kreuzbergs. Ob selbstgemachter Chia-Pudding mit frischen Früchten oder Rührtofu mit veganer Mayo und Pesto - bei Charlie's ist alles hausgemacht und sehr, sehr lecker. Mittags hat uns die super abgeschmeckte Linsensuppe umgehauen und vom selbstgemachten Carrot Cake hätten wir noch drei Stücke verdrücken können. Charlie ist auf jeden Fall unser neuer, bester veganer Freund, den wir bald wieder besuchen werden.

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© Hasir Hasir

Im Hasir, der Dönerladen ist direkt um die Ecke in der Adalbertstraße, wird der Döner noch stilecht mit dem Säbel abgeschnitten und ihr bekommt definitiv eines der authentischsten Oranienburgerstraßenerlebnisse, wenn ihr hier ein bisschen rumsitzt und den Trubel auf der Straße beobachtet und dem Palaver am Nebentisch lauscht. Neben dem sehr gutem Döner gibt es hier aber auch authentische türkische Küche, die sich nicht vor dem Fleischspieß verstecken muss. Die Linsensuppe schmeckt großartig und beim auf dem Feuer gegrillten Lammfleischspieß mit Yoghurt und würziger Sauce mit frischem Fladenbrot haben wir uns kurz der Illusion hingegeben, im Urlaub zu sein.

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© Santa Maria Santa Maria

Dienstags ist unser Lieblingstag, denn da ist Taco Tuesday im Santa Maria und wir essen so viele Tacos für einen Euro bis wir fast platzen. Dazu gibt es dann außerdem täglich die Happy Margarita Hour für 4 Euro zwischen 19:00 und 21:00 - müssen wir noch mehr erklären? Santa Maria wird euch jede schlechte Erfahrung mit mexikanischem Essen in Deutschland vergessen lassen. Saftige Tacos mit Tinga di Pollo - Hühnerfleisch geschmort mit Chipotle Chilies und roten Zwiebeln und dazu noch etwas von dem großartigen Pico De Gallo und der Homemade Guacamole - wir könnten ewig weiter schwärmen, bestellen aber jetzt erstmal einen Tequila.

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© sorouush | Instagram Safran

Wenn ihr euch bis zum Safran durchgefuttert habt seid ihr in Persien angekommen. Hier gibt es sehr leckere orientalische Küche wie „Kaschko Bademjun“ - pürierte Auberginen, persischer Quark und Minze und viele weitere Kleinig- und Köstlichkeiten, die man super mit Freunden teilen kann. Zu den Hauptgerichten gibt es passend zum Restaurantnamen natürlich immer eine gute Portion Safranreis. Im Safran ist der Mittagstisch außerdem immer eine gute Wahl.

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© luzia | Facebook Luzia

Tagsüber könnt ihr im Luzia in wunderschön eingerichteter Flohmarkt-Gemütlichkeit Kaffee trinken, bevor sich das Café dann Abends in eine der schönsten Bars auf der Oranienstraße verwandelt und ihr außerdem feinste Musik von den besten DJ’s der Stadt genießen könnt.

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© Hannah Bahl Käffchen

Bei Käffchen ist immer was los, hier kommt jeder für den guten Kaffee und die Stimmung vorbei. Drinnen ist der kleine Kaffee-Hot-Spot mit Vintagemöbeln sehr gemütlich eingerichtet und wenn ihr Glück habt, findet ihr in einem der Sessel den perfekten Platz zum Arbeiten. Im Sommer könnt ihr vor dem Käffchen mit einem vom Barista mit Liebe gemixten Iced Coffee trinken und das Treiben auf der Oranienstraße beobachten. Kuchen, Cookies und Kleinigkeiten gibt es hier auch: Käffchen ist klein, aber dafür sehr oho.

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© Max & Moritz | Facebook Max und Moritz

Das Max und Moritz ist eines der ältesten Wirtshäuser in Berlin und existiert seit 1902, die Atmosphäre ist dementsprechend zünftig und rustikal freundlich. Auf der Karte finden sich hier deftige Gerichte wie Berliner Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln, Sauerbraten oder Matjesfilet. Wer Sehnsucht nach Essen von Oma hat ist hier genau richtig. Zum guten Essen bekommt ihr außerdem mit Liebe und Berliner Schnauze gezapftes Bier. Im Max und Moritz trifft sich außerdem immer eine lustige Mischung aus Nachbarn, Touristen und größeren Gruppen die irgendwas aushecken oder diskutieren. Am Sonntag könnt ihr hier außerdem ab 18:00 Tango tanzen, wenn ihr vom super leckeren Schnitzel nicht zu müde seid.

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© Charlott Tornow ORA

Wir sind verliebt in ORA. 150 Jahre lang residierte in den Räumen des Cafés eine Apotheke, in der sogar der König selbst seine Medizin bestellte. 2013 schloss der Laden und stand seitdem leer – bis im April das ORA und damit das wohl schönste Café in Berlin eröffnete. Die Einrichtung der alten Apotheke wurde glücklicherweise beibehalten und renoviert und so kann man nun im historischen Ambiente Café trinken, selbstgebackenes Brot und wöchentlich wechselnde Gerichte mampfen. Auch abends lohnt sich der Besuch, dann werden hier Cocktails gemixt und die alte Theke verwandelt sich in eine schummrige Bar.

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https://mitvergnuegen.com/2016/11-restaurants-die-ihr-auf-der-oranienstrasse-probieren-muesstSat, 23 Jul 2016 11:00:00 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-restaurants-die-ihr-auf-der-oranienstrasse-probieren-muesst
Frühstücken gehen in Moabit – das Café "Geh Veg"img,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Dieses aufstrebende Moabit kann auch vegan. Jaja, wirklich. Der Hype ist real. Seit gut eineinhalb Jahren lässt es sich ganz hervorragend in der Birkenstraße, im Herzen der Moabiter Insel, tierleidfrei schmausen. Vor allem gibt es hier fantastische Frühstücke, Smoothies, Kaffee mit drei verschiedenen Milchdrinks, Bagels, Kuchen, Muffins, Salate, Wraps und (Gurken!)Eis.

© Nora Tabel
© Nora Tabel

Einst als Arbeiter- und Problemkiez bekannt geworden, trifft man hier in der Sonne vorm Laden jetzt eher die jungen und weniger jungen Multikulti-Großstädter, die sich zum Zusammensein auf dem kuschligen Mobiliar begegnen und nebenbei über Peta-Kampagnen reden und dabei eine Smoothie-Bowl wegschmatzen. Man darf auch seine Haustiere, Kinder und Räder mitbringen. Überlaufen ist es trotzdem nie.

© Nora Tabel
© Nora Tabel

Die Sprachen, die man hier hört, sind so international wie das Essen, die Anwohner und die Besitzer selbst. Es gibt Orientalisches, Asiatisches, Amerikanisches, Italienisches, Spanisches und ganz viel Pflanzen-Power. Der Bagel-Burger zum Beispiel. Eine Augenweide aus einem Bagel, einem Black-Bean-Bratling auf BBQ-Soße belegt mit Salat, Tomate, Gewürzgurke und Zwiebel oder der Power-Salat mit Nüssen, Apfel, Bohnen, Chili, Zitrone und Agave.

Ich empfehle einen Spaziergang, auch am Sonntag, rund um die Moabiter Insel an allen Wassern vorbei. Steigt am Westhafen aus, geht das Nordufer entlang, weiter zum Hamburger Bahnhof Museum, die gesamte Spree hinab, hinüber zum Neuen Ufer, am Großmarkt vorbei und dann wieder zurück in die Birkenstraße. Die Mühe wird belohnt und der Hunger gestillt.

© Nora Tabel

Unbedingt probieren // Das große Frühstück mit Couscous, 5 verschiedenen selbstgemachten Aufstrichen, Obst, Tempeh, Gemüse und Brot. Außerdem: der Erdnuss-Schoko-Kuchen.

Veggie // Alles ist vegan und trotzdem geil!

Money // Speisen 2,50–9 Euro

Beste Zeit // Morgens oder zum Eis.

Geh Veg | Birkenstraße 30, 10551 Berlin | Montag – Freitag: 9–19 Uhr, Samstag & Sonntag: 10–19 Uhr | Mehr Info

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https://mitvergnuegen.com/2016/fruehstuecken-gehen-in-moabit-das-cafe-geh-vegSat, 23 Jul 2016 10:00:13 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/fruehstuecken-gehen-in-moabit-das-cafe-geh-veg
11 Orte zum Nacktbaden in Berlinimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Titten auf den Tisch: Nichts geht über Nacktbaden. Da hilft auch kein noch so gut sitzender, hübscher Bikini – wer noch nie kleiderlos baden war, weiß nicht, was Freiheit bedeutet. Dabei hat FKK noch immer einen schlechten Ruf und klingt bei den Kritikern eher nach exhibitionistischen DDR-Nostalgikern und Spannern, als nach Menschen, die ein wenig Freikörperkultur schätzen. Natürlich könnt ihr an fast allen Seen auch kleiderlos baden (solange euch empörte Muttis nicht zur Verhüllung zwingen), diese Badestellen sind aber extra ausgewiesen.

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© Bruno D'Amicis/Stadtentwicklung Berlin Grunewaldsee

Der Grunewaldsee liegt im östlichen Teil des Grunewalds, ziemlich idyllisch und komplett umgeben von Wald. Rund um den See gibt es verschiedene Badestellen, unter anderem eine Nacktbadestelle am Nordwestufer mit dem klingenden Namen "Bullenwinkel".

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Teufelssee

Wer sich nach einem Ausflug auf den Teufelsberg mit der alten Abhörstation noch kurz erfrischen will, der kann am Fuße des Bergs in den kleinen Teufelssee springen, der im Naturschutzgebiet Teufelsfenn liegt. Für Verklemmte ist das aber nichts – hier wird seit Jahrzehnten nackt oder zumindest gemischt gebadet.

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Halensee

Wer es nicht allzu idyllisch und lieber urban mag, ist am Halensee gut aufgehoben. Der befindet sich direkt zwischen Stadtautobahn und S-Bahn-Ring, ist allerdings von Wald un Villen umschlossen. Am Ostufer befindet sich das Café Ku'damm Beach, auf der Liegewiese am Nordufer darf auch textilfrei gelegen werden.

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© Strandbad Grünau Strandbad Grünau

Das Strandbad Grünau liegt richtig schön im Grünen, direkt an der Dahme. Der Eintrittspreis ist mit 8 Euro nicht gerade billig, dafür bietet der lange Sandstrand mit Strandkörben ganz schön viel Ostseefeeling. Einen FKK-Bereich findet man auf der rechts vom Eingang gelegenen Liegewiese.

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© Ben Kubota/FlickrCC Strandbad Müggelsee

Ein Ausflug zum Müggelsee lohnt sich eigentlich immer – egal, ob mit dem Boot von der Innenstadt aus oder als kleine Fahrradtour. Das hübsche Strandbad Müggelsee gibt es schon seit den 1920er Jahren, jetzt werden die Gebäude bei laufendem Betrieb saniert. Am westlichen Ende befindet sich hier übrigens ein ausgedehnter FKK-Bereich.

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Flughafensee

Der Flughafensee in Tegel heißt so, weil er nördlich an den Flughafen Tegel grenzt und besonders für die dort lebenden Reinickendorfer schnelle Erfrischung verspricht. Gerade an dem großen Sandstrand lässt es sich hier vorzüglich die startenden Flugzeuge und alle Altersklassen beobachten, die sich hier auch gern mal nackt aufhalten. Den Baggersee erreicht man über verschiedene Waldwege.

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© Berlin-Reinickendorf.com Strandbad Tegeler See

Anlass: Baden, Boot fahren, Doppelrutsche rutschen und Minigolf spielen
So sieht es da aus: Grün und ganz schön groß. Der Tegeler See ist, nach dem Müggelsee, der zweitgrößte See Berlins.
See-Extras: Promenade, FKK-Bereich und Flaniermeile, auf der man sich ein bisschen wie an der Ostsee fühlt – sehen und gesehen werden. Natürlich mit Eis in der Hand.
Anfahrt vom Alex: Mit dem Auto 40 Min., mit U-Bahn und Bus ca. 45 Min.

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© Stadtbad Neukölln Schwimmen im Stadtbad Neukölln

Das alte Stadtbad in Neukölln ist immer noch das schönste in Berlin und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Sportschwimmer sollten sich eventuell einen anderen Ort für ihren Ausdauersport suchen, denn hier ist es auch gern mal voller, dafür lässt es sich hier umso besser planschen. Eine Sauna gibt’s hier übrigens auch. Achtung: Samstag- und Sonntagabend ist FKK-Zeit, außerdem gibt es Sepcials wie Romantikschwimmen. Informiert euch also vorher über das Programm.

  • Stadtbad Neukölln
  • Ganghoferstraße 3, Neukölln
  • Montag: 12.00–22.30 Uhr, Dienstag & Donnerstag: 6.30–8.00 Uhr, 14.00–22.30 Uhr, Mittwoch: 6.30–8.00 Uhr, 11.00–22.30 Uhr, Freitag: 6.30–8.00 Uhr, 13.00–22.30 Uhr, Samstag & Sonntag: 8.00–22.30 Uhr Sauna: Montag: 12.00–22.30 Uhr, Dienstag – Sonntag: 10.00–22.30 Uhr
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Plötzensee

Anlass: Noch mal schnell nach der Arbeit schwimmen gehen. (Achtung: Hier kühlt sich der gesamte Wedding und Prenzlauer Berg ab und es kann voll werden.)
So sieht es da aus: Strandbad, Bootsverleih und FKK-Liegesteg
See-Extras: Hechte, Zander, Welse, Flussbarsche und Aale schwimmen mit dir.
Anfahrt vom Alex: Mit dem Auto ca. 20 Min., mit der Bahn ca. 25 Min.

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© Berliner Bäderbetriebe Strandbad Wannsee

Zum schönen Strandbad Wannsee kommt man vom S-Bahnhof Nikolassee tatsächlich schneller als vom S-Bahnhof Wannsee und dazu ist die S-Bahnstation auch noch hübscher und als solche auch ziemlich imposant im Vergleich zu den sonst recht einfachen Betonhaltestellen Berlins. Der Wannsee selbst ist zurecht einer der beliebtesten Seen in Berlin, wenn auch im Sommer ganz schön überfüllt. Freunde des Nacktbadens kommen hier auch auf ihre Kosten.

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winterbadeschiff

Badeschiff

Beim Badeschiff gilt immer ein bisschen das Motto "sehen und gesehen werden". Aufgrund der kleinen Fläche liegt man hier relativ nah beieinander, dafür kann man die unschlagbare Aussicht auf Oberbaumbrücke und Fernsehturm genießen. Im Winter werden die Stege zu einer Saunalandschaft und dann lässt es sich auch in dem Pool vorzüglich nacktbaden.

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https://mitvergnuegen.com/2016/11-orte-zum-nacktbaden-in-berlinFri, 22 Jul 2016 15:00:09 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-orte-zum-nacktbaden-in-berlin
21 Dinge, die du kennst, wenn du Pokémon Go in Berlin spielstimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Nachdem das neue Handy Game „Pokémon GO“ nun auch hierzulande offiziell gestartet ist, können auch die Deutschen endlich wieder auf virtuelle Monsterjagd gehen und zur allgemeinen Server-Überlastung beitragen. Berlin ist natürlich ganz vorn mit dabei und wohl auf dem besten Wege, deutsche Pokémon-Hauptstadt zu werden.

© Giphy

1. Seit es an S-Bahnhöfen Pokéstops zu plündern gibt, fallen dir die verlässlichen Verspätungen kaum noch auf.

2. Im Bus hörst du jetzt regelmäßig Sätze wie, „Ich muss noch drei Kilometer laufen, wegen meiner Eier“.

3. Nach der Arbeit geht’s mit den Kolleg*innen nicht in eine Bar, sondern zum Pokémon-Fangen.

4. Du fragst dich, ob Rattfratz und Taubsi auch anderswo die Landkarte dominieren, oder ob die Entwickler hier einen Kommentar über Berlin abgeben wollten.

5. Durch die Pokémon-Jagd lernst du Leute kennen, mit denen du sonst nie ein Wort gewechselt hättest. Ob jung oder alt, ob Anzugträger oder Punk, man tauscht ein wissendes Lächeln aus und beginnt zu fachsimpeln.

6. Du erreichst von deinem Sofa aus mindestens einen Pokéstop, den du auch mehrmals am Tag leer räumst – die Magie der Großstadt.

7. Jeder redet hier über Pokémon, selbst die, die nicht spielen. Sogar die BVG ist dabei:

8. Dass Leute sich am Brandenburger Tor oder vorm Bundestag mit ihren unsichtbaren Haustieren fotografieren lassen, ist erstaunlich schnell Normalität geworden.

9. Dass das voluptuöse Rossana regelmäßig um den Kit Kat Club herum anzutreffen ist, findest Du schon ziemlich lustig.

10. Du stehst nachts um 2 auf einem zufälligen Weddinger Parkplatz, weil sich laut Deines Pokémon-Radars ein Glurak da rumtreibt. Und du findest das klasse!

11. Nach 16 Uhr, wenn die Kinder Schulschluss und die ersten Erwachsenen Feierabend haben, ist die größte Herausforderung im Spiel, sich erfolgreich einzuloggen.

12. Jeder Pokéstop kann, unabhängig von Lage und Uhrzeit, durch das Aktivieren eines Lockmoduls zur Party Location werden. Kaum fliegen die rosa Blüten, kommen aus allen Ecken Mitspieler*innen herbeigeeilt.

13. Früher hast du jeden noch so kurzen Weg mit BVG, Car2Go oder Fahrrad bestrittenen. Nun, früher.

© Giphy

14. Erst jetzt, wo sie Pokébälle und andere Items ausspucken, erfährst du, wie diverse Berliner Sehenswürdigkeiten eigentlich richtig heißen.

15. Du marschierst Runde um Runde durch den Bäkepark, um das seltene Relaxo aufzustöbern, das es laut Karte dort geben soll.

16. Wenn du überlegst, wie viele Stunden du schon jetzt draußen auf Pokémon-Jagd warst, graut es Dir vor dem nächsten Winter.

17. Die doofen Kommentare von Passanten, während du auf der Jagd bist, hörst du nicht. Hier ist irgendwo ein Pikachu!

© Giphy

18. Du verpasst beinahe deinen lang erwarteten Termin beim Bürgeramt, weil das blöde Hypno im Wartezimmer immer wieder aus dem Pokéball ausbricht.

19. Das Relief über der Eingangstür des Hauses, in dem du seit fünf Jahren wohnst, hast du in der letzten Woche zum ersten Mal wahrgenommen - weil es da jetzt Pokébälle gibt.

20. Du weißt eigentlich, dass es (noch) kein Mewtu im Spiel gibt. Trotzdem fragst du jedes Mal nach, wenn jemand behauptet, eins gesehen zu haben.

21. Seit das Berghain eine Pokémon-Arena ist, kannst Du die lange Wartezeit vor der Tür endlich sinnvoll nutzen. Wer die Arena einnimmt, sollte aber VIP-Treatment kriegen, findest Du. Die Türsteher finden das nicht.

© Giphy
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https://mitvergnuegen.com/2016/21-dinge-die-du-kennst-wenn-du-pokemon-go-in-berlin-spielstFri, 22 Jul 2016 14:58:35 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/21-dinge-die-du-kennst-wenn-du-pokemon-go-in-berlin-spielst
Braucht man das 2016 noch? Eine App die zeigt, ob ihr euch in Ost- oder Westberlin befindetimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Freunde der Stadtgeschichte, Ostalgiker und Berlin-Touristen aufgepasst: Es gibt jetzt eine App, die anzeigt, ob ihr euch aus politischer Perspektive in einem der ehemaligen Ost- oder Westbezirke befindet. East or West nutzt euren Standort und informiert euch kurz und knapp, ob ihr vor dem Mauerfall dort, wo ihr steht, Bananen bekommen hättet – oder eben nicht. Denn dass der Ku'damm im ehemaligen Westberlin und der Simon-Dach-Kiez in Ostberlin liegt, ist klar, aber mitten in Mitte wird's ohne gute Straßenkenntnisse schon mal knifflig mit der Zuordnung.

© eastorwest.berlin
© eastorwest.berlin

Stellt sich nun die Frage: Braucht man das überhaupt noch? Gerade wer in Berlin lebt begreift die Stadt viel eher als großes Ganzes. Und 26 Jahre nach dem Mauerfall könnte man auch mal anfangen, damit aufzuhören, von "Ost" und "West" zu reden, in Berlin genauso wie bundesweit. Insofern ist diese App eine nette, kleine Zusatzinfo für Besucher und gänzlich Unbewanderte, aber für alle anderen eine eindeutige Speicherplatzverschwendung – viel sinnvoller ist ohnehin die Spätifinder-App.

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https://mitvergnuegen.com/2016/spannend-oder-schwachsinn-diese-app-zeigt-an-ob-ihr-euch-in-ost-oder-westberlin-befindetFri, 22 Jul 2016 11:15:41 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/spannend-oder-schwachsinn-diese-app-zeigt-an-ob-ihr-euch-in-ost-oder-westberlin-befindet
11 Urlaubsorte, die man nicht gesehen haben mussimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Wir haben einmal durch die Redaktion gefragt, wo es unseren Autoren so gar nicht im Urlaub gefallen hat. Es tut uns leid, denn wahrscheinlich sind wir schon ein bisschen zu spät dran mit diesen Nicht-Empfehlungen. Wahrscheinlich habt ihr euren Urlaub schon längst gebucht. Nun ja, wenn einer dieser Orte euer Ferienziel ist, dann wisst ihr wenigstens, dass ihr nicht allein seid. Oder ihr bucht noch um.

1. Marius empfiehlt nicht Paris

"Die Stadt der Liebe ist in Wahrheit ein großer, stickiger, völlig überlaufener Quell der Anstrengung. Wer auf der Suche nach einem romantischen Wochenende in diese Stadt pilgert, wird nicht nur enttäuscht, sondern merkt relativ schnell, dass die Pariser sich ihren Status als horny Bitch unter den Weltmetropolen gut bezahlen lassen. Du träumst von einer guten Flasche Wein am Seine-Ufer, dann pack die grünen Scheine ein. Du willst den Kulturschock? Dann schluck vorher besser drei Valium, weil du ansonsten den 2 Millionen Menschen im Louvre an die Schrumpel-Gurgel willst. Paris, Je vous hais."

2. Matze empfiehlt nicht Split und Umgebung

"Ich habe heute Morgen meine Frau gefragt, wo genau wir in Kroatien waren. Wir beide haben den schrecklichen Urlaub vor 3 Jahren vollkommen verdrängt und konnten uns nicht mehr an den Ort erinnern. Okrug Donji hieß er. Statt Sandstrand gibt es spitze Steine. Um einen schattigen Platz zu finden, mussten wir 20 Kilometer mit dem Bus fahren. In Split wurde alles nicht besser. Vor allem nicht das fade Essen, von dem wir auch noch Durchfall bekommen haben. Warum fahren Menschen nach Kroatien, wenn man nach Italien fahren kann? Die Geissens haben es schön gesagt: "Kroatien ist die Steigerung von scheiße."

© Matze Hielscher

3. Julia empfiehlt nicht Venedig

"'Ach, Venedig ist so romantisch und schön, du wirst es lieben!'" erzählten mir viele, bevor ich in den Urlaub fuhr. Bereits nach 24 Stunden hatte ich das Gefühl, ich hätte alles (Schöne) gesehen. Die Stadt ist überlagert von Touristen, auf denen die ganze Stadt abgestimmt ist: Touristensteuer, Tourioptimiertes Essen und eine Restaurant-Gebühr fürs alleinige Vorhandensein von Besteck und Tischdecke. Danke für die Gabel! Das beste Essen habe ich dann im 'Pasta to Go'-Laden gefunden. Fazit: Jede andere italienischen Stadt ist schöner."

4. Charlott empfiehlt nicht El Jadida in Marokko

"Wir hatten uns auf eine schöne Tour entlang der Atlantik-Küste Marokkos gefreut. Essaouria bezauberte uns schonmal, der nächste Stop war El Jadida. Was uns erwartete, war eine Stadt, die man auf seinem Trip durch Marokko definitiv nicht sehen muss. Trist, dreckig, langweilig und beengend. Ich hab vom ersten Imbiss Magen-Darm-Probleme bekommen und die einzige 'Sehenswürdigkeit' ist die Cîterne Portugaise, durch die man in 10 Minuten durch ist. Wir sind vorzeitig abgereist."

© Charlott Tornow

5. Isa empfiehlt nicht Madrid

"3 Tage in Spaniens Hauptstadt! Klingt verlockend, ist es aber nicht. Die Museen sind mittelmäßig, die Innenstadt kaum sehenswert und die Menschen reissen das mit ihrer unfreundlichen Art leider auch nicht raus. Da bleibt nur noch das Meer übrig, dass es leider auch nicht gibt oder gutes Essen, nach dem man ziemlich lange suchen muss. 3 Tage Madrid sind eben 3 Tage zu viel."

6. Isis empfiehlt nicht Amsterdam

"In der sonst so schönen Stadt ist es im Sommer viel zu voll. Zu viele Touristen, die bekifft knallrote Mietfahrräder fahren. Es stinkt an jeder Ecke nach Müll, alles, einfach alles ist überlaufen und sogar die gutmütige niederländische Natur wird grummelig."

7. Matze empfielt auch nicht den Süden von Gran Canaria

"Auf Fotos sieht der Strand von Maspalomas aus wie die Sahara. Riesige Sanddünen, die in der Sonne schimmern. Was man auf dieses Bildern nicht sieht (und nicht riecht) sind die vielen rotbäuchigen Engländer, die komplett verbrannt und betrunken durch die Gegend taumeln. Man sieht nicht die riesigen Ferienanlagen, die Geschäfte mit den aufblasbaren Strandutensilien. Man sieht nicht die triste und angebotslose Umgebung. Zwei Wochen Urlaub können sehr lang werden."

© Matze Hielscher

8. Maria empfiehlt nicht Pisa

"Fahrt auf keinen Fall nach Pisa. Pisa war eine der herbsten Enttäuschungen aller Städte. Gut, dass ich nur für einen Tag in der Stadt war, die zwar weltbekannt ist, aber unfassbar wenig zu bieten hat. Ja, der Turm ist schief, aber das, meine Lieben, war es dann auch schon. Touristen über Touristen strömen in Lokale ohne Flair und mit schlechtem Essen, kaufen in Shops grausige Souvenirs und fahren dann mit ihrem Bus wieder weg. Solltet ihr euch nicht dringend nach dem Bild sehnen, auf dem ihr den Turm stützt, umschubst oder umarmt, fahrt lieber nach Florenz oder Rom, Lucca oder Montepulciano. Jeder Ort der Toskana hat mehr zu bieten als Pisa."

9. Matze empfiehlt nicht Singapur

"Es ist wirklich der langweiligste Ort der Welt. Ungefähr so, als würde man im Alexa und auf dem Potsdamer Platz gleichzeitig Urlaub machen. Es gibt keine Kultur, es ist so heiß, dass man lieber zurück auf den Flughafen fährt. Dort gibt es ein Schwimmbad, besseres Essen als in Stadt und mehr Kultur. Aber wer will schon Urlaub auf einem Flughafen machen."

© Matze Hielscher

10. Charlott empfiehlt auch nicht Dresden

Sorry Dresden, du bist schon genug mit Pegida gebeutelt, aber ich kann dich einfach nicht mehr sehen. Ich hab dich in meiner Kindheit leider zu oft besuchen müssen, damals, als die Frauenkirche noch in Ruinen lag und die Innenstadt ein trauriges Häufchen DDR-Elend war. Das hat auf deine Bewohner abgefärbt, die zuweilen griesgrämig in Schlangen vor dem Bäcker stehen und kein einziges Wort hervorbringen. Dazu kommt: Ich bin Leipzig-Patriotin und schlendere lieber jeden Tag durch die Südvorstadt, als dir auch nur einmal zu Nahe zu kommen.

11. Ilona empfiehlt nicht Cadenet, Provence mit ihrer Mutter

Wunderschön, Grillengezirpe, Lavendelfelder, Feigenmarmelade – aber ich hätte das alles sehr viel mehr genießen können, wenn ich mir nicht mit meiner Mutter ein schmales, hartes Doppelbett und eine im Schlafzimmer befindliche Dusche hätte teilen müssen. Vielleicht bin ich an der Stelle innerlich schon 60, aber die Art der Unterkunft und mit wem man verreist, sind für mich entscheidende Faktoren, ob ich mich gut erholen kann oder mich die ganze Zeit schon wieder auf den Komfort der eigenen vier Wände freue.

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https://mitvergnuegen.com/2016/11-urlaubsorte-die-man-nicht-gesehen-haben-mussThu, 21 Jul 2016 14:43:12 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/11-urlaubsorte-die-man-nicht-gesehen-haben-muss
Michelle Obama rappt mit James Corden und Missy Elliot bei Carpool Karaokeimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Net level für Redaktionsliebling James Corden. Wir fragen uns ja in regelmäßigen Abständen, wie der Late-Night-Talker es jedes Mal schafft, beim Carpool Karaoke noch einen drauf zu legen. Zuletzt beehrten ihn unter anderem die Red Hot Chili Peppers und Chris Martin von Coldplay. Mit Adele hat er wohl den Youtube-Rekord geknackt – und überhaupt überzeugt der Brite trotz seines immensen Erfolgs mit seinem niedlichen Fanboy-Tum.

Jetzt hat der Brite noch einen drauf gelegt: Die unglaublich charmante First Lady der USA, Michelle Obama, singt mit ihm Songs von Stevie Wonder und Beyoncé. Die wohl großartigste Performance, seit Carpool Karaoke gestartet ist: Missy Elliot springt ins Auto, um mit den beiden "Get Your Freak On" zu singen. Einmal Arschwackeln, bitte.

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https://mitvergnuegen.com/2016/michelle-obama-singt-mit-james-corden-und-missy-elliot-bei-carpool-karaokeThu, 21 Jul 2016 12:43:12 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/michelle-obama-singt-mit-james-corden-und-missy-elliot-bei-carpool-karaoke
So viel Bußgeld müsst ihr ab Freitag zahlen, wenn ihr die Häufchen eures Hundes liegen lasstimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Hundekot auf Berlins Straßen gehört ja mittlerweile genauso zu Berlin wie überfüllte Mülleimer in Friedrichshain oder umher rollende Bierflaschen in der Bahn. Zumindest einem schlecht riechenden Übel sagt der Senat jetzt den Kampf an: Ab dem 22. Juli müssen alle Hundehalter, die die Ausscheidungen ihres Hundes einfach liegen lassen, 35 Euro Strafe zahlen – sofern sie denn erwischt werden. Die ordnungsliebenden Spießer in uns meinen: Richtig so. Übrigens dürfen ab Freitag auch keine Hunde mehr auf Flohmärkten verkauft werden. Wait, what?!

Für welche Hunde Leinenzwang gilt und welche Orte als Auslaufgebiete genutzt werden können, darüber streitet der Senat weiterhin.

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https://mitvergnuegen.com/2016/so-viel-bussgeld-muesst-ihr-ab-freitag-zahlen-wenn-ihr-die-haeufchen-eures-hundes-liegen-lasstThu, 21 Jul 2016 10:48:56 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/so-viel-bussgeld-muesst-ihr-ab-freitag-zahlen-wenn-ihr-die-haeufchen-eures-hundes-liegen-lasst
Eis essen in Schöneberg bei Jones Ice Creamimg,iframe{max-width:100%;height:auto;}

Ein bisschen verspätet, aber immer noch pünktlich zum Sommer haben die Eismacher und Cookie-Bäcker von Jones Ice Cream ihren ersten Eisladen in Schöneberg eröffnet. Für Berliner Schleckermäuler sind die Eis-Keks-Kreationen von Jones nichts Neues – der babyblaue Food-Truck steht regelmäßig beim Bite Club und Street Food Thursday. Seit Anfang Juli gibt es Sorten wie "Salted Butter Caramel" und "Grapefruit & Earl Grey" nun auch endlich im kunterbunten Akazienkiez.

© Two Hungry Sisters on Tour

Die Eis-Cookie-Kombis sind sehr beliebt, besonders die mit Choco-Chip-Cookies (könnte man jederzeit auch ohne Eis essen!). "Crunchy" trifft auf "chewy" und endet in einer Geschmackexplosion im Mund. Wem das alles zu viel ist, bekommt auch Eis im Becher oder in der selbstgemachten(!) Waffel. Hier können sich Milcheis und Frucht-Sorbets miteinander messen, beide sind vorzüglich. So ist das eben, wenn alles mit ganz viel Liebe gemacht wird. Klassiker wie Vanille und Schokolade findet man bei Jones nicht, dafür aber ausgefallene und leckere Eissorten, die den Hashtag #foodporn verdienen.

Durch ein großes Glasfenster kann man einen Blick in die Küche werfen und dabei zusehen, wie die Besitzer Gabrielle und Jan rühren und backen, wenn sie nicht gerade hinter der Theke stehen und bedienen. Geschleckt wird an den Holztischen mit Barhockern, auf den Bänken vor dem Laden oder während eines Spaziergangs durch den Kiez.

© Two Hungry Sisters on Tour
© Two Hungry Sisters on Tour

Unbedingt probieren // "Lemon & Mint", weil so der Sommer schmeckt und "Milk Choco & Bretzel", weil hier Süßes auf Salziges trifft.

Veggie // Alle Sorten sind ohne Ei, aber mit frischer Milch & Sahne hergestellt. Es gibt drei vegane Fruchtsorbets.

Money // Das Eis ist mit 1,50/2 Euro pro Kugel eher teuer. Keks + Eis gibt’s für 4 Euro.

Beste Zeit // Morgens, mittags und abends – Eis geht immer.

Jones Ice Cream | Goltzstraße 3, 10781 Berlin | Montag & Samstag: 10–21 Uhr, Sonntag: 10–20 Uhr | Mehr Info

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https://mitvergnuegen.com/2016/eis-essen-in-schoeneberg-bei-jones-ice-creamThu, 21 Jul 2016 10:00:02 UTChttps://mitvergnuegen.com/2016/eis-essen-in-schoeneberg-bei-jones-ice-cream