Beziehungsrat #9: Was kann ich tun, wenn mein Freund nicht mit mir zusammenziehen will?

© Mit Vergnügen | Grafik: © Yawn | Artdirektion: © Pablo Lütkenhaus

Niemand hat uns beigebracht, wie das geht: eine Beziehung zu führen. Und dabei treiben uns Beziehungen tagtäglich um. Wir wollen den Herausforderungen auf den Grund gehen, die Beziehungen eben einfach mit sich bringen – egal ob Liebesbeziehungen, Freundschaften oder familiäre Konzepte. Im Beziehungsrat-Podcast gibt Diplom-Psychologin und Paartherapeutin Ursula Nuber Ratschläge zu euren Fragen rund um Beziehungen.

Sophie* schreibt:

“Hallo Maxi & Ursula,

mein Freund und ich sind mittlerweile seit knapp vier Jahren zusammen und abgesehen von einigen Alltagsproblemen sind wir sehr glücklich miteinander. Wir beide leben in der Großstadt in unterschiedlichen WGs, da eine komplett eigene Wohnung mittlerweile, bei den steigenden Mietpreisen, einfach nicht mehr bezahlbar ist. Im Gegensatz zu meinem Freund lebe ich schon seit beinahe acht Jahren in diversen WGs mit unterschiedlichen Menschen, was mal besser und mal weniger gut klappt. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr in einer WG leben möchte. Das hat nicht direkt etwas mit den Mitbewohner*innen selbst zu tun, aber nach so langer Zeit sehne ich mich nach mehr als nur einem eigenen Zimmer und ich merke, wie sich die Wohnsituation immer mehr zu einem Problem für mich entwickelt. Gerade in Zeiten von Corona, in denen man sowieso viel häufiger zu Hause ist als sonst, wünsche ich mir mehr und mehr einen sicheren Rückzugsort, wo ich mich nicht immer wieder an andere Mitbewohner*innen gewöhnen muss.

Ich würde sehr gern mit meinem Freund zusammenziehen, ich persönlich habe das Gefühl, dass die Zeit passend ist und dass wir uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen können. Aber er kann sich Zusammenziehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen und hat Bedenken, wie es ist, wenn wir uns mehr sehen und ständig in der Nähe des anderen sind. Das macht mich traurig, aber auch sauer, denn ich habe das Gefühl, er versteht nicht, wie wichtig es für mich ist, ein eigenes zu Hause zu haben, anstatt weiterhin nur in einem WG-Zimmer zu leben. Das löst bei mir Gedanken aus wie „Mein Wohl ist ihm nicht wichtig” oder „Eigentlich will er gar nicht mit mir zusammen sein”. Wir haben uns deswegen schon ein wenig gestritten und kommen nicht wirklich zu einer Lösung. Habt ihr einen Tipp für mich?

Ganz liebe Grüße aus Berlin, Sophie*”

*Name geändert

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