Berliner und ihre Lieblingslaufstrecke – Nino Skrotzki und der Landwehrkanal in Kreuzberg

In unserer neuen Serie stellen wir euch laufbegeisterte Berliner und ihre Lieblingslaufstrecke vor. Los geht's mit Freund Nino Skrotzki, Musikmanager von Hundreds, Vierkanttretlager und seiner Lieblingsstrecke am Landwehrkanal in Kreuzberg. Nino läuft seit acht Jahren und ist Host von boostkreuzberg, einer Laufgruppe, die kürzlich von Adidas gegründet wurde und bei der auch ihr mitmachen könnt. Alle Infos dazu findet ihr am Ende des Artikels.

 

Warum läufst du?
Ich finde Laufen als Sport optimal für mich, ich kann das praktisch jederzeit und überall machen. Ich brauche kein Studio, keinen Sportplatz, keine Halle. Da ich viel unterwegs bin, lerne ich auch ständig neue Strecken kennen. Ich kann immer, wenn ich ein Zeitfenster habe, einfach loslaufen. Da kriege ich den Kopf frei, kann sogar kreativ sein und entspannen. Wenn man mit einer Band auf Tour ist, ist das Leben meist nicht das gesündeste. Wenig Schlaf, zuviel Essen und Party. Da ist Laufen ein super Ausgleich.

Wie bist du zum Laufen gekommen?
Eigentlich ja durch dich und über das Tourleben mit Virginia Jetzt!. Du hattest das Laufen für dich entdeckt und hast mir das empfohlen. Ich habe es probiert und dachte die ersten zwei Wochen: Das ist einfach kein Sport für mich. Ich habe mich gequält und mir war langweilig. Doch irgendwann wurden die Bewegungen flüssiger, der Muskelkater blieb aus und ich konnte abschalten.

Irgendwann bist du häufiger als ich gelaufen. Kannst du dich noch an die schönste Laufstrecke unterwegs erinnern?
An manche ja. Ich versuche immer an Flüssen oder in Parks zu laufen. In Österreich habe ich mich im Winter mal in einem Gebirge und ohne Handy verlaufen, ich kam dann irgendwann in einen Nachbardorf an und musste auf den Bus warten, der nur einmal pro Stunde fuhr. Auch immer wieder gern laufe ich in Würzburg den Berg zum Schloss hinauf, von dort hat man eine wunderbare Aussicht.

Wie oft läufst du in der Woche?
Das ist unterschiedlich. Manchmal schaffe ich es nur einmal pro Woche, manchmal laufe ich jeden Tag, gerade wenn ich unterwegs bin.

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Erzähl uns ein bisschen von deiner Lieblingslaufstrecke in Kreuzberg. Was ist das Besondere?
Ich laufe, wie gesagt, sehr gern am Wasser, das beruhigt mich, verändert sich aber trotzdem ständig. Deshalb geht meine Lieblingsstrecke auch an einem Kanal entlang. Mitten in Berlin mit nur wenigen zu überquerenden Strasse läuft man auf einem Kieselweg am Wasser entlang, die ganze Strecke ist sehr grün. Man trifft die Kreuzberger beim Spazieren, Boule spielen oder Bier trinken. Hier fühle ich mich wohl. Das Licht am frühen Abend ist besonders schön, wenn die Sonne durch die Bäume linst und sich im Wasser spiegelt. Außerdem kann ich mich durch die zahlreichen Brücken je nach Gefühl dazu entscheiden, länger oder kürzer zu laufen.

Viele laufen ja eher allein, mit deiner Laufgruppe boostkreuzberg bist du oft im Team unterwegs. Was ist der Unterschied?
Ich mag beides. Beim Alleinelaufen bin ich ganz für mich selbst, bestimme mein Tempo, höre Musik und denke nach. Es gibt keine Berwertung, keine Erwartungen. Einfach nur laufen. Dafür ist es schwer sich manchmal zu motivieren, doch noch die Extrarunde zu machen. Beim Gruppenlauf ist das anders, die Motivation ist höher. Man will sich selbst und die Gruppe anspornen, läuft automatisch ein bisschen schneller. Außerdem treffe ich hier Menschen, die ich mag. Man unterhält sich, auch während des Laufens. Es ist viel sozialer, und nach dem Lauf hängt man noch ein bisschen zusammen ab und quatscht.

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Streckenfakten:
Start und Endpunkt: boost-Loft
Streckenlänge: 7,3km
Beste Tageszeit: Samstag Vormittag
Nino's Laufzeit: 38 Minuten 
Ausrüstung:
Hose: adidas response
Oberteil: adidas response
Schuhe: adidas boost energy
App: runtastic

Los geht's

Die Highlights der Strecke

adidas, boostberlin, laufen, berlin, kreuzberg, landwehrkanal Am Paul-Linke Ufer

"Am Wasser laufen beruhigt mich. Sonnenblumen, Schwäne, Boule-Spieler. Beim Laufen kann man sich ja auch wunderbar wegträumen. Wenn ich die kleinen Boote mit ihren Besitzern beim ersten Kaffee sehe, bin ich ein bisschen neidisch und wünsche mir auch so ein Boot. Zumindest für den Sommer. Irgendwann habe ich mal eins!"

adidasboostberlinbymatzehielscher-3 Club der Visionäre

"Wenn ich samstags früh laufe, dann kommen mir hier die verstrahlten Partypeople aus dem Club der Visionäre entgegen. Wenn ich abends laufe, kann ich danach aber auch mal mit Freunden einen Burger im White Trash essen."

adidasboostberlinbymatzehielscher-23 Berliner Mauerweg

"Sogar ein historischer Weg ist Teil meiner Laufstrecke. Früher stand hier die Berliner Mauer. Geschichte, Bildung UND Bewegung – was will man mehr?"

Neubauten am Wiesenufer Neubauten am Wiesenufer

"Als ich die das erste Mal gesehen habe, war ich total baff. Solche Neubauten erwartet man ja nicht hier. Wahrscheinlich leben die Mieter schon ewig hier, haben einen supergünstigen Mietvertrag und ziehen hier niemals weg."

adidasboostberlinbymatzehielscher-28 Ankerklause

"Am Samstag ist hier Markttag. Wenn ich früh laufe, dann wird hier noch aufgebaut. Eine schöne, wuselige Stimmung. Später kommt man dann aber nicht mehr durch und ich muss einen Umweg nehmen. In der Ankerklause stand früher Arnim von den Beatsteaks hinterm Tresen. Wenn man in der Jukebox was ausgesucht hat, was ihm nicht passte, hat er einfach weitergedrückt. Er konnte sich auch schon hinter der Bar alles erlauben."

Hier kommt ihr zur Spotify-Playlist von Nino.

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Und jetzt viel Vergnügen beim Laufen!

 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Adidas.

Mit boost.berlin startete Adidas vor Kurzem ein Social-Running-Experiment, das ein neues Lauferlebnis für Berlin bietet. Bei #boostberlin laufen derzeit 150 Berliner in verschiedenen Stadtteilen. Bis Ende dieser Woche werden weitere 50 Läufer aufgenommen, bis Ende des Monats sogar nochmal 100 weitere. Anmelden könnt ihr euch dafür auf dem Blog von boost.berlin.

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