Berliner und ihre Lieblingslaufstrecke – Mit Ann-Kathrin Burmann durch Wilmersdorf-Schöneberg

Wenn es nicht so dämlich klingen würde, könnte man Ann-Kathrin Burmann als ein Supermädchen bezeichnen. Sie ist 23 Jahre und plant als Bauingenieurin Abwasseranlagen für Berlin. Als quasi Nebenberuf ist sie Fitnessmodel und in Kampagnen diverser Sportartikel-Hersteller zu sehen. Sie lebt mit ihrem Freund im beschaulichen Wilmersdorf und dort gehen wir heute auch laufen. Ann-Kathrin macht vier mal die Woche ordentlich Sport – entweder Crossfit oder Gruppenlaufen mit Boost Berlin. Und wenn dann noch etwas Zeit ist, engagiert sie sich für "Ingenieure ohne Grenzen" oder fährt an die Nordsee zum Kitesurfen.

Seit wann läufst du und wie bist du dazu gekommen?
Ich mache Sport, seitdem ich 10 Jahre bin. Angefangen habe ich mit meinen Geschwistern beim Geräteturnen. Als ich 15 war, hat sich meine Gruppe leider aufgelöst und ich habe angefangen, im Fitnessstudio zu trainieren. Anfangs war ich eher die klassische "Stepper- & Crosstrainermaus" und wollte so wenig Gewichte heben, wie es nur geht. Irgendwann hat es mich in diverse Kurse gezogen. Von Step und Bauch-Beine-Po über BodayAttack und BodyPump bis hin zu Zumba habe ich alles ausprobiert, bis ich irgendwann auch im Freihantelbereich im Fitnessstudio gelandet bin und ich mich an die Gewichte traute. Im Mai 2013 hat  meine Freundin versucht, mich zu einem Laufevent zu überreden. Als sie mir erzählte, dass ich 10 km laufen soll, habe ich ihr den Vogel gezeigt. Letztendlich habe ich mich doch spontan angemeldet und war infiziert. Tausende Frauen, die alle ein Ziel haben, und weitere tausend fremde Menschen, die einen anfeuern. In der Schule habe ich Laufen gehasst, in Ausdauer war ich eine Flasche. Mit dem Rückenwind habe ich angefangen zu trainieren – im Frühjahr bin ich dann auch endlich meinen ersten Halbmarathon gelaufen. 

Ist das Laufen für dich ein Ausgleich zur Planungs- und Kopfarbeit als Ingenieurin? Würdest du sagen, dass du das Laufen brauchst?
Ja, definitiv! Ich bin zwar durch den Job regelmäßig auf Baustellen oder dem Klärwerk unterwegs, aber trotzdem muss ich meinen Kopf frei bekommen und mich auspowern. Für Modeljobs bin ich dann auch in anderen Ländern unterwegs und meine Laufschuhe und ein TRX-Band habe ich zum Glück immer dabei. Funktioniert immer und überall auf der Welt.

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Du bist nebenberuflich Sportmodel. Ist so ein Shooting wirklich anstrengend oder doch nur Pose?
Viele denken, es sei ein leichter Job, da man "nur nett in die Kamera" gucken muss. Dass man aber für ein paar Sekunden perfekte Werbung mal gerne über 10 Stunden am Set ist, wissen viele nicht. Als Sportmodel kommt noch hinzu, dass man Trainingsübungen demonstriert. Bei einem Shooting mit dem TRX-Band musste ich beispielsweise die Übung immer nur einseitig für das Foto vormachen und die Endposition halten. Am nächsten Tag habe ich dann verstanden, was ein asymmetrischer Muskelkater ist.

Wie bist du zum Modeln gekommen?
Ich wurde mit 15 von einer Bookerin beim Geräteturnen angesprochen, ob ich nicht Lust hätte zu modeln. Mein Papa ist dann mit mir zur Modelagentur gefahren, um sich das mal anzugucken. Kurz darauf kamen die ersten Castings für diverse Firmen. Meinen ersten Job hatte ich dann ein paar Monate später für die s.Oliver-Teeniekollektion. Sich das erste mal auf einem riesigen Plakat im Store zu sehen war dann aber schon komisch. 

Erzähl doch mal was über deine Laufstrecke. Warum ist es deine Lieblingsstrecke?
Berlin ist zum Glück sehr grün und hat viele Parks. Den Volkspark Wilmersdorf mag ich, da er erstens bei mir ums Eck ist und ich nicht ständig an Ampeln warten muss. Weiterhin kann man je nach Lust und Laune zwischen dem idyllischem und ruhigen Fennsee wählen oder auf die belebtere Seite wechseln, wo es viel zu sehen gibt. Minigolf, Fußball, Basketball, spielende Kinder oder andere fleißige Jogger.

Los geht's!

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Ausrüstung:
T-Shirt: Supernova Adidas
Hose: Supernova Adidas
Streckenfakten:
Startpunkt: U-Bahnhof Blissestrasse
Endpunkt: U-Bahnhof Blissestrasse
Länge: ca. 8,5km
Beste Tageszeit: abends unter der Woche

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Die Highlights der Strecke

boostbyMatzeHielscher-25 Fennsee

 "Der See sieht sehr idyllisch aus, aber baden sollte man hier definitiv nicht. Der Fennsee zählt zu den besonders belasteten Berliner Gewässern und im Sommer riecht es hier manchmal auch nicht so gut. Aber schön ist er."

boostbyMatzeHielscher-26 Volkspark Wilmersdorf

 "Der wohl schmalste und längste Park Berlins ist auch mein Lieblingspark. Überall wird hier Sport gemacht. Auf dem Platz gibt es Fußball, fast immer sind andere Jogger unterwegs, was sehr motivierend ist, und auf den Wiesen gibt es diverse Fitnessgruppen, wo ich gar nicht weiß, welchem Sport sie da nachgehen. Abends ist hier eine magische Lichtstimmung im ganzen Park."

boostbyMatzeHielscher-27 Die gelbe Brücke

 "Die Brücke verbindet Wilmersdorf und Schöneberg und wackelt schön, wenn man drüber läuft. Für mich ein guter Moment, um zu sprinten und von hier oben den Autos auf der Bundesallee zuzuwinken."

boostbyMatzeHielscher-14 Hirschbrunnen

 "Nicht ganz im Bild ist das Wappentier von Schöneberg – der goldene Hirsch. In den Fontänen vom Brunnen könnte man sich eine Abkühlung holen. Auf der Schöneberger Seite heißt der Volkspark Rudolph-Wilde-Park und wurde von 1910 bis 1912 angelegt."

boostbyMatzeHielscher-15 U-Bahnhof Rathaus Schöneberg

 "Von Weitem denkt man, es ist ein Schloss, wenn man etwas näher kommt, sieht es aus wie eine Orangerie, aber wenn man direkt vorbei läuft, dann erkennt man den U-Bahnhof. Ein wunderschönes Gebäude."

boostbyMatzeHielscher-17 "Seit zwei Monaten mache ich Crossfit. Mein Ziel ist es, einen sogenannten 'Muscle up' zu schaffen. Am Spielplatz kann man an der Reckstange zumindest schonmal Klimmzüge üben, wenn man nicht von den angespannten Müttern vertrieben wird."

boostbyMatzeHielscher-20 Sushi Myabi

 "Mein Stamm-Sushiladem, direkt bei mir um die Ecke. Solltet ihr mal ausprobieren. Mein Tipp sind die Philadelphia Rolls."

Und jetzt viel Vergnügen beim Laufen!

 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit adidas. Das letzte Mal sind wir mit Veronica Pratzka durch Friedrichshain gelaufen. 

Mit #boostberlin entwirft adidas in Berlin die Laufcommunity der nächsten Generation. Mit eigenem Loft in Kreuzberg (boostloft), einer mobilen Läufer-Lounge (boostbus) und einer eigenen Software, mit der jedes Mitglied für seinen Entwicklungserfolg belohnt wird. Bislang sind schon über 500 Läufer dabei, bis zum Ende des Jahres sollen es 1.000 werden. Spannend?

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