11 tolle Tagesausflüge, die ihr mit dem Neun-Euro-Ticket ab Berlin machen könnt

Es ist Sommer, (fast) die ganze Welt steht uns dank dem Neun-Euro-Ticket offen. Doch während manche von uns schon den ganz großen Trip planen (und dabei entsprechendes Sitzfleisch beweisen müssen), haben wir uns die Frage gestellt, welche Orte wir mit besagter, verbilligter Monatskarte für einen netten Tagestrip erreichen können. Kleiner Hinweis: Je nach Tag und natürlich auch Tageszeit können die Verbindungen variieren, weswegen wir euch empfehlen, vor Reisebeginn die Strecke nochmals abzugleichen.

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Museumsdorf Glashütte, Baruth, Fläming, Brandenburg

© Jan Sobotka Industriegeschichte erleben und Kunsthandwerk entdecken im Museumsdorf Baruther Glashütte

Im Landkreis Teltow-Fläming, inmitten des Baruther Urstromtals, liegt das Museumsdorf Baruther Glashütte – ein Ort, an dem mit viel Engagement die Historie des Glasmacherhandwerks nicht nur vermittelt, sondern auch wieder traditionell betrieben wird. Ob Glasmuseum, Glaswerkstatt, Galerien oder traditionelle Manufakturen – für die Besucher*innen heißt es hier überall entdecken, lernen und mitmachen. Neugierig geworden? We feel you! Mit dem Regio geht's nach Baruth Bahnhof (Mark), von dort aus mit dem Bus und zu Fuß weiter bis zur Glashütte.

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© Christin Otto Übers Wasser brettern in der Wasserskianlage Neubrandenburg

Wenn ihr nicht zu dem Typ Mensch gehört, der einfach nur entspannt am Strand liegen will, werdet ihr hier euren Spaß bekommen. In der großen Wasserskianlage in Neubrandenburg lässt euch der Lift übers Wasser gleiten und ihr entscheidet, ob auf einem Board oder auf Skiern. Insgesamt zehn Sportler*innen können sich auf dem Wasser gleichzeitig austoben und sich an den Hindernissen versuchen. Anfänger*innen können zudem in Kursen lernen, wie das geht.

  • Wasserskianlage Neubrandenburg
  • Reitbahnweg 90, 17034 Neubrandenburg
  • Dienstag bis Freitag: 14–19 Uhr, Samstag & Sonntag: 12–19 Uhr
  • Regionalbahn: Berlin Hbf – Bahnhof Neubrandenburg | Dauer: 1:48 Stunden | Fußweg: 23 Minuten
  • Mehr Info
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© Xenia Beitz Einen Strandspaziergang am Meer machen in Warnemünde

Lust auf einen kurzen Strandurlaub? Can do. Der Strand des beliebten Urlaubziels zählt zum Hauptstrand der wunderschönen Rostocker Seebäder, mit bis zu 200 Metern gilt er übrigens auch als der breiteste der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Die Promenade ist vom Leuchtturm bis zum Strandweg eine beliebte Flaniermeile und lädt mit diversen Sitzgelegenheiten zum Sonnenbaden ein. Besonders toll ist auch der Warnemünder Fischmarkt an der Mittelmole, der immer am Wochenende stattfindet. Was will man mehr?

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© Wim Van T Eide | Unsplash Durch die Lutherstadt Wittenberg flanieren

In dieser Stadt dreht sich (fast) alles um den berühmtesten Sohn der Stadt: Martin Luther. Ein Besuch der legendären Tür an der Wittenberger Schlosskirche, an der die Thesen angeschlagen wurden, darf deshalb auf dem Besuchsprogramm nicht fehlen. Darüber hinaus bietet die Stadt aber auch viele grüne Anlagen, schöne Gässchen, nette Eiscafés und jede Menge geschichtlichen Input – für alle, die diese Art von Kurzurlaub mögen.

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© Hella Wittenberg Luft um die Nase wehen lassen am Go-Kartbahn- und Freizeitzentrum Niedergörsdorf

Helm auf und los geht’s: Allein oder im Doppel kann man sich im Freizeitzentrum Niedergörsdorf ein Go-Kart mieten, um sich dann die extra für diese Art von Touren angelegte Strecke genauer anzuschauen. Na gut, als Fahrer*in wird man am Steuer sicher nicht so viel vom Grün der Umgebung mitbekommen, aber dafür lohnen sich die kunstvollen Fahrbahnwege umso mehr, um sich auch mal so richtig in die Wege und Kurven hineinzufühlen. Wer lieber Zuschauer*in bleibt: Ein Restaurant mit Imbiss-Feeling sorgt zudem für volle Bäuche.

  • Go-Kartbahn- und Freizeitzentrum Niedergörsdorf
  • Flugplatzweg 6, 14913 Niedergörsdorf
  • Dienstag – Freitag: 10:30–20 Uhr, Samstag und Sonntag: 10–20 Uhr, Voranmeldung erforderlich
  • Regionalbahn: Berlin Hbf – Jüterbog | Bus: Jüterbog – Niedergörsdorf | Dauer: 1:40 Stunden | Fußweg: 15 Minuten
  • Mehr Info
6

© Matthias Pens | Unsplash Einen erholsamen Tag in Seebad Ueckermünde verbringen

In knapp zwei Stunden erreicht ihr von Berlin aus das beschauliche Ueckermünde, ein echtes Naturparadies mit Ausblick auf das vorgelagerte Usedom, das den Beinamen "Seebad" trägt. Neben einer kleinen Bummelei durch den übersichtlichen Ort bietet sich hier natürlich der Besuch des Strandes an: Boote gucken, nichts ist entspannender! Anschließend solltet ihr euch für den Rückweg mit leckerem Fischbrötchen oder einem Eis wappnen. Perfekt!

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© Cindy Dessau Im Ökodorf Brodowin in der Molkerei zusehen und Picknick-Räder leihen

Das Ökodorf Brodowin ist (nicht zuletzt durch den ziemlich genialen Lieferdienst in Berlin) zwar kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem einer der schönsten Höfe der Umgebung. In der Schaumolkerei könnt ihr zusehen, wie Käse gemacht wird, im Hofladen Lebensmittel in Demeter-Qualität einkaufen, bei einer Hofführung alle Ecken des Hofes kennenlernen und im Klostercafé entspannen. Wer's etwas aktiver mag, der kann sich vor Ort auch eines der Fahrräder leihen, mit einem vollen Bio-Picknickkorb gemütlich irgendwo hindüsen und die Schlemmereien auf einer Wiese schnabulieren.

  • Ökohof Brodowin
  • Weißensee 1, 16230 Chorin
  • Reservierungen und Anfragen telefonisch oder per E-Mail | Hofladen: April – Oktober: täglich 9–18 Uhr, November – März: täglich 10–17 Uhr
  • Regionalexpress: Berlin Hbf – Chorin Bahnhof | Bus: Chorin Bahnhof – Brodowin, Weißensee | Dauer: 1:41 Stunden | Fußweg: 8 Minuten
  • Mehr Info
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© Milena Zwerenz Erfrischen im wunderschönen Scharmützelsee

Eigentlich müsste das berühmte Lied “Pack die Badehose ein, wir fahren an den Scharmützelsee” heißen, denn rund um das etwa 12km² große Gewässer führen zahlreiche, teilweise idyllische Einstiegstellen ins kühle Nass. Dabei ist vom historischen Seebad Bad Saarow mit Biergarten, über kleine, versteckte Sandstrände wie dem Kleistpark, einer grünen und teilweise auch schattigen Badestelle wie dem Lustgarten, bis zum großen Cecilienpark mit Minigolfanlage alles vertreten. Der Eintritt ist bei all diesen Orten kostenlos, ihr müsst nur hinfahren und losschwimmen.

  • Scharmützelsee
  • Scharmützelsee
  • Regionalbahn: Ostkreuz – Fürstenwalde(Spree) | Regionalbahn: Fürstenwalde(Spree) – Bad Saarow | Dauer: 1:03 Stunden | Fußweg: 6 Minuten
  • Mehr Info
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© Insa Grüning Ein Floß mieten und die Ruppiner Seenlandschaft erkunden

Wollt ihr euch mal wie richtige Abenteurer fühlen? Dann empfehlen wir eine Floßtour. Die Flöße sind quasi wie Hausboote: Es gibt bis zu fünf Schlafplätze, einen Kocher und ein Camping-WC an Bord. Ein Grill kann noch extra dazu gebucht werden. Ihr braucht zudem keinen speziellen Führerschein, sondern nur eine ca. 30-minütige Einweisung. Ihr habt die Möglichkeit aus drei Stationen: Fürstenberg an der Havel, Brandenburg an der Havel und Molchow bei Neuruppin. In Molchow schippert ihr durch die geheimnisvolle Ruppiner Seenlandschaft und könnt ein abenteuerliches Wochenende auf dem Wasser verbringen. Oder ihr entscheidet euch für eine kürzere Tagestour. Ahoi!

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© Beate Waetzel Sich die volle Packung Spreewald-Wellness gönnen

Die ultimative Beauty-Empfehlung: Eine Spreewaldalgen-Packung in der Spreewald Therme in Burg. Grüne Algen aus dem großen Hafenbecken landen direkt auf der Haut – und hier sogar auf dem Salatteller! Die Vorstellung klingt auf Anhieb nicht unbedingt verlockend. Ganz so ist das natürlich nicht. Die Algen kommen tatsächlich aus der Spree, werden aber in einem Labor vermehrt und gelangen von dort aus in die Wellness- und Kosmetikprodukte. Oder eben in die Küche der Spreewald Therme. Ein Versprechen für strahlend schöne und straffe Haut. In jedem Falle ein prima Highlight an einem Wellness-Wochenende im Spreewald.

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© K.H.Reichert | FlickrCC BY 2.0 Das wunderschöne Schloss Rheinsberg besuchen

Eines der beeindruckendsten Bauwerke, das die Region Ostprignitz-Ruppin bietet, ist das Schloss Rheinsberg. Das am Ufer des Grienericksees gelegene Schloss gilt als Musterbeispiel und Vorbild des Schloss Sanssouci. Der wunderschön angelegte Schlosspark mit seinen weitläufigen Rasenflächen, die von Statuen und Blumenbeeten gesäumt werden, durchziehen sandfarbene Wege, die bis zu einem Obelisken auf der anderen Seite des Seeufers führen. Von dort lässt sich die prächtige Kulisse des Schlosses genießen. Unser Tipp: Bucht vorab eine Führung und schaut euch das Meisterwerk mit spannender Geschichte unbedingt auch von innen an. Mit der Regionalbahn fahrt ihr von Berlin über Spandau nach Neuruppin. Dort steigt ihr in den Bus bis nach Rheinsberg um, wo ihr dann zu Fuß weißer zum Schloss lauft. All in all braucht ihr für die Fahrt etwa 2.5 Stunden.

Abkühlung, bitte

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