11 Tipps für einen schönen Samstag im Mai

Endlich Mai, endlich Wochenende, endlich Samstag. Insgeheim ist Samstag ja unser Lieblingstag der Woche. Man ist (mit Glück) schon ausgeschlafen von der stressigen Woche, aber hat noch genügend freie Zeit vor sich, um etwas zu erleben. Naja, zumindest tagsüber. Zum Sportmachen und Draußensein, um Bücher zu kaufen oder um sich durch die neuesten Foodspots der Stadt zu schlemmen. Hach, wär' doch nur jeden Tag Samstag. Falls ihr noch keine Pläne für heute habt, lasst euch von unseren 11 Tipps für einen schönen Samstag im Mai inspirieren:

1

© Daliah Hoffmann Joggen durch den Natur-Park Schöneberger Südgelände

In Schöneberg habt ihr gleich die Wahl zwischen drei tollen Parks, die nur so nach einer kleinen oder großen Runde Joggen schreien. Wer's lieber aufgeräumt und modern hat, der läuft am besten durch den Park am Gleisdreieck. Wer ein bisschen mehr Natur und weniger Potsdamer-Platz-Kulisse bevorzugt, dem empfehlen wir den Volkspark Schöneberg. Für die ganz Wilden bietet das Südgelände die perfekte Laufroute. Radfahrer*innen und Hunde dürfen nicht aufs Gelände, dafür aber Graffiti-Künstler*innen und all diejenigen, die mal eine Auszeit brauchen und sich in der dschungelartigen Naturlandschaft verirren wollen.

2

© Wiebke Jann Hummus und Shakshuka essen im Café Mugrabi

Wenn man an einem sonnigen Sommertag im Café Mugrabi am Görli sitzt, Kaffee trinkt und eine Portion Hummus oder Sabich verputzt, könnte man fast denken, in einem Tel Aviver Café zu sitzen. Die Atmosphäre ist locker und nett, das Essen authentisch und richtig lecker. Was wir hier am liebsten essen: Hamshuka, das ist Shakshuka mit Hummus. Jetzt mal ehrlich, gibt es etwas Besseres?!

3

© Marit Blossey Bei InterKontinental nach afrikanischer und afrodiasporischer Literatur stöbern

Die meisten von uns haben in der Schule wohl mehr als genug Bücher von weißen, männlichen Autoren gelesen. In diesem kleinen Buchladen in der Sonntagstraße in Friedrichshain findet ihr Bücher, die leider seltener auf dem Lehrplan stehen, uns aber mit wahnsinnig wichtigen und spannenden Perspektiven bereichern: InterKontinental ist nämlich die erste Buchhandlung Deutschlands, die sich auf afrikanische und afrodiasporische Literatur spezialisiert hat. Seit 2018 findet ihr hier immer die aktuellsten Neuerscheinungen, deutsche ebenso wie englisch- und französischsprachige Belletristik, Sachbücher zu Politik und Kultur, tolle Kinder- und Jugendbücher und Klassiker der Weltliteratur. So geht ihr sicher niemals ohne ein tolles neues Buch nach Hause – egal, ob es diesmal James Baldwin, Toni Morrison oder die neue Biografie von Barack Obama wird.

4

© Wiebke Jann Entlang des Berliner Mauerwegs radeln und bei den Wasserbüffeln in Rudow Halt machen

Der Berliner Mauerweg ist rund 160 Kilometer, umfasst 14 zwischen sechs und 21 Kilometer lange Etappen und ist heute ein ausgeschilderter Rad- und Wanderweg. Unsere liebste Route startet in Alt-Treptow, führt über den Südlichen Heidekampgraben und entlang des Teltowkanals zum Landschaftspark Rudow-Altglienicke, wo sich eine wahre Grünoase zwischen die Plattenbauten schmuggelt. Zwischen Wasserbüffeln, Kühen, Pferden und Wasservögeln, könnt ihr hier entspannen und ein kleines Picknick veranstalten, bevor ihr den Heimweg antretet. Unser Lieblingsteilabschnitt führt entlang des Teltowkanals: Ihr fahrt auf der ebensten Straße, die ihr in Berlin finden könnt, fast komplett ohne Ampeln und dauerhaft mit Blick auf das Wasser, herrlich!

5

© Matze Hielscher Spargeleis, Sandwiches und fantastische Drinks im frank

Es gibt sie, die Gastronom*innen, die sich von Coroni nicht unterkriegen lassen und stattdessen voller Tatendrang neue Läden eröffnen. Zwei von ihnen sind das Gastro-Duo Daniel Scheppan und Oliver Mansaray. Die beiden stecken hinter dem schönen KINK und haben direkt nebenan jetzt ein neues Café, das frank eröffnet. Die Location ist, genauso wie bei der großen Schwester, atemberaubend schön und cool und hat so viel Brooklyn-Vibes, dass es sich fast wie Urlaub anfühlt. Ins das frank sollen die Gäste einfach reinstolpern, sich zum Feierabendspritz oder einem selbst gemachten Pastrami-Sandwich, einem Cappuccino zwischendurch oder einem süßen Snack treffen. Sie sollen sich auf der hoffentlich bald sonnigen Terrasse wie auf einer italienischen Piazza oder der Promenade von Tel Aviv fühlen. Derzeit gibt es neben Kaffee und süßen Teilchen jeden Tag wechselnde Lunch-Angebote. Fingers crossed, dass wir uns bald auch wirklich auf der hübschen Terrasse zum Spritz treffen können.

6
Kienberg, Marzahn, Seilbahn, Wolkenhain

© Insa Grüning Auf den Kienberg, um gute Aussichten zu genießen

Ein Besuch des Kienbergparks in Marzahn-Hellersdorf gehört unbedingt auf eure Bucket List. Der erst 2017 angelegte, 60 Hektar große Park am Wuhletal hat nämlich einiges zu bieten, darunter eine 1.5 Kilometer lange Seilbahn, mit der ihr rauf auf den Kienberg fahren könnt. (Achtung: Mit dem Beschluss der Corona-Notbremse fährt die Seilbahn aktuell nicht. Ihr müsst momentan laufen!) Oben auf dem Berg befindet sich der "Wolkenhain", eine Aussichtsplattform, von der aus ihr über die gesamte Parkanlage, die Stadtteile Hellersdorf und Marzahn und bei gutem Wetter sogar bis nach Brandenburg schauen könnt. Und weil es hier ja um Spaziergänge geht, könnt ihr den Weg nach oben natürlich auch laufen und den Sonnenuntergang über Berlin mit einer beeindruckenden Aussicht über die Stadt erleben. Diese Tour solltet ihr unbedingt mal machen.

7
Tacos, Berlin, Avocado, Vegan, Prenzlauer Berg

© Marina Beuerle Vegetarische und vegane Tacos vom Taco Love Imbiss

Nächster Stopp: Taco Love. Der Eingang zu den lecker gefüllten, mexikanischem Maisfladen liegt unterhalb des Bahnsteigs. Ein Ausstieg lohnt sich besonders dienstags, denn da ist Taco Tuesday, an dem es alle Tacos für nur zwei Euro gibt. Wie wär's mit einem zweiten veganen Frühstück in Form eines Yoda Tacos gefüllt mit Süßkartoffeln, gewürzten schwarzen Bohnen und Avocado mit veganer Sri-Racha-Mayo? Auch lecker ist der El Pastor, der sich mit saftigem, hausgemachtem Seitan und gegrillter Ananas schmückt. Wer zu Hause lieber seine eigenen Kreationen testen möchte, kann sich mit dem Taco Kit alle Zutaten für zehn Tacos mitnehmen.

8
Haus am Waldsee, Skulpturenpark

© Jean-Pierre Dalbéra | FlickrCC BY 2.0 Ausflug in den Skulpturenpark am "Haus am Waldsee"

Im Haus am Waldsee, einer Villa im englischen Landhausstil, findet ihr Gegenwartskunst von internationalen Künstler*innen, die in Berlin leben und arbeiten. Gezeigt werden Malerei, Zeichnung, Videokunst, Skulptur, Design, Architektur in wechselnden Ausstellungen. Ein nettes Café (momentan nur to go!) und einen Shop gibt’s obendrauf. Auch den Skulpturenpark im wunderschönen Garten am See ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr geöffnet – solltet ihr euch unbedingt mal anschauen. Es ist so schön dort!

9

©️ Felix Kayser Mit viel Luft und Liebe im himmelbeet im Wedding

Das himmelbeet im Wedding hat eine einst sandige Baulücke längst in ein echtes Gartenträumchen verwandelt. Inzwischen ist es bei den Berlinern so beliebt, dass die 150 Pachtbeete für dieses Jahr leider schon restlos vergeben sind. Zum Glück gibt es aber noch 50 Gemeinschaftsbeete, die zum Bauen, Mitgärtnern, Selberernten und zusammen Kochen nach dem Motto „gemeinsam wachsen“ einladen. Außerdem engagieren sich die Fleißigen vom himmelbeet in verschiedenen Projekten, organisieren Workshops zu Themen wie Umweltbildung oder Ernährung und betreiben ein verpackungsarmes Café. Hingehen!

10

© Daliah Hoffmann Im Western Standard frische, neapolitanische Pizza genießen

Die Gang des Standard möchte es wirklich wissen und baut sich sukzessive ein kleines Pizza-Imperium auf: Neben dem Pizza-Window in Mitte, eröffneten sie auch einen neuen Laden im Westen der Stadt, der passenderweise Western Standard heißt. Auch West-Berliner*innen dürfen sich jetzt auf leckere, fluffige, neapolitanische Pizza freuen, getoppt mit feinsten italienischen Zutaten und zubereitet mit ganz viel Amore. Der Laden ist ähnlich hübsch wie auch der in Prenzlauer Berg und kommt mit weiß gestrichenen Backsteinwänden, schönen Holzdielen und einer floralen Sitzbank daher. Wir können es kaum erwarten, endlich mal darauf zu sitzen und Pizza zu mümmeln.

11

© Johannes Kropf Sundowner im Mauerpark genießen

Ok, zugegeben. Ein Geheimtipp in Sachen Sundowner gucken ist der Mauerpark nun wirklich nicht mehr, aber als Ziel nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die umliegenden Gegenden wie das Brunnenviertel, den wunderschönen Helmholtzkiez oder über die Kastanienallee eignet er sich ideal. Im Sommer kommen hier Jung und Alt zusammen, bringen sich ein Späti-Getränk mit und lassen den Abend auf der Wiese oder am Amphitheater gemeinsam ausklingen. Kann man mal machen, es ist hier nämlich wirklich schon ziemlich schön.

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