11 entspannte Inline-Strecken in und um Berlin

© Wiebke Jann

Fast jede*r von uns hat Inlineskates oder Rollschuhe zu Hause. Kein Wunder: Rollend die Seele baumeln zu lassen macht nicht nur Spaß, sondern auch fit. Wenn, ja wenn man überhaupt weiß, wo die teuren Teile abgeblieben sind. Einmal gefunden, entstaubt ("Da ist ja noch das Etikett dran!") und in mühseliger Verrenkung angezogen, können wir gleich loslegen. Aber wo beweisen wir, dass wir noch nicht zum alten Eisen gehören. Oder (und besonders am Wochenende interessant): Wo wäre eine tolle Gelegenheit, eine kleine Ausfahrt zu machen? Hier zum Beispiel:

1. Eine Runde um den Tegeler See drehen

Tegel it is! Natürlich bietet sich der zweitgrößte See unserer schönen Stadt perfekt für eine Umrundung an. Auch zahlreiche Abstecher, beispielsweise in die Jungfernheide, den Schlosspark oder den Tegeler Forst sind problemlos möglich.

Wer dazu allerdings noch eine Fährfahrt eingeplant hat – die zahlreichen Anlegegestellen rund um den See bieten sich an – sollte sich vorher erkundigen, ob die Fähre in Betrieb ist. Alle anderen rollen gemäß ihres Könnens entspannt über geteerte und somit Inline-freundliche Wege und Straßen.

2. Bei Hohen Neuendorf einen Teil des Mauerwegs abfahren

Knapp 160 Kilometer Mauerweg sind als Tipp vielleicht ein bisschen viel, leider fehlt es hier auch flächendeckend an Informationen, wo geteerte oder Kieswege sind. Zwar dürfte das bis auf wenige Spots fast überall so sein, wir gehen aber bei unserem Tipp lieber auf Nummer sicher und empfehlen euch die kleine Tour von Hohen Neuendorf bis zum S-Bahnhof Frohnau.

Ein Teil des Wegs ist urban, ein anderer wiederum sehr grün gehalten. Zudem bietet sich natürlich ein kurzer Stopp an der Gedenkstätte Deutsche Einheit an. Viel Spaß dabei!

3. Das Tempelhofer Feld umkurven

Der absolute Klassiker darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen. Besonders am Wochenende und besonders in der dem Schillerkiez naheliegenden Kurve, die die beiden Landebahnen verbindet, sammelt sich wirklich alles, was Rollen hat.

Wem der Trubel – und den gibt es hier ständig – ein bisschen zu viel ist, kann sich allerdings auch auf eine kleine Rundtour entlang des Südwegs begeben. Bis auf einige wenige und dazu auch noch relativ offensichtliche Schlaglöcher kann hier auch der ungeübteste Fuß seine ersten Schritte auf Rollen probieren.

4. Einen Ausflug von Bernau zum Liepnitzsee machen.

Denkt man an Bernau kommen einem immer die mit Kopfsteinpflaster (sprich: Stolperfallen) ausgestatteten Straßen des Zentrums in den Sinn. Das Gute daran: Bernau ist so klein, dass man die "City" schnell umrunden kann, anstatt mühselig mittendurch zu müssen.

Die eigentliche Tour beginnt dann am Ortsausgang Richtung Wandlitz: Von hier geht es auf geteerten Straßen bis fast direkt vor das Strandbad Liepnitzsee. Für den Sprung ins kühle Nass hat sich die Anstrengung gelohnt, oder? Apropos: Für komplette Anfänger*innen ist die Strecke wegen ihrer Länge und gelegentlichen, kurzen Steigungen eher nichts. Wem das zu viel sein sollte, kann aber auch einfach aufs Fahrrad umsteigen.

5. Den Olympiapark besuchen

Eine sehr einfache Strecke führt quer durchs Olympiagelände: Die Wege sind planiert, Unebenheiten und Steigungen de facto kaum vorhanden – ein perfekter Ort, um sich auszuprobieren und wieder an die Rollen unter den Füßen zu gewöhnen.

Neben der Einfachheit der Strecke geht es hier natürlich besonders um die geschichtsträchtige Umgebung, die man hier durchfährt: Von der U-Bahn über die Friesenallee mit einem Stopp beim Glockenturm geht es über die Jesse-Owens-Allee vorbei am Olympiastadion zurück zum Start (oder natürlich auch umgekehrt) .

6. Am Wasser in Köpenick flanieren.

Oh wie schön ist Köpenick! Klar, die Route die wir euch hier rausgesucht haben, mag eher kurz sein. Aber genau deswegen haben wir sie auch gewählt: Auf der Luisenhain Promenade treffen eben Inlineskater*innen auf Flaneur*innen auf Müßiggänger*innen auf resolute Omas auf Punks: Multikulti nur anders. Und ihr seid mittendrin.

Natürlich bietet es sich in Köpenick an, einfach weiter zu rollen, vielleicht ja der alten Stieleiche im Bellevuepark einen Besuch abzustatten. Wie ihr genau hinkommt, müsst ihr aber vor Ort checken: In Köpenick taucht nicht selten eine mit Kopfstein, dem Erzfeind des Inliners, gepflasterte Straße aus dem Nichts auf. Kurz drüber gerumpelt, kann weitergerollt werden.

7. Eine große oder kleine Tiergarten-Runde absolvieren

Ein Blick auf die Karte und ihr werdet schnell merken: Da ist ja gar keine Route eingezeichnet. Nein, braucht man hier auch nicht: Ein Großteil der Wege im Tiergarten sind geteert und können somit bedenkenlos von Inliner*innen genutzt werden. Weshalb also eine Route vorgeben, wenn sich alle lohnen? Genau!

Unser Tipp, egal von welcher Seite ihr den Tiergarten betretet: Lasst einfach rollen, genießt den Tag und vielleicht entdeckt ihr mit ein wenig Glück auch den ein oder anderen euch unbekannten Ort. An zauberhaften kleinen Spots mangelt es hier nun wirklich nicht!

8. Auf der Havelchaussee einen Stopp am Grunewaldturm machen

Direkt hinter dem Olympiapark beginnt die Havelchaussee, die sich gen Süden etwa zwölf bis 13 Kilometer erstreckt. Mitten durch den Wald führt euch der Weg bis zum fast mittig liegenden Zwischenstopp des Grunewaldturms, von dort geht es weiter fast direkt bis zum S-Bahnhof Nikolassee.

Die Strecke ist durchgehend geteert, allerdings nichts für Anfänger*innen: Baumwurzeln erschweren einem manchmal den Weg, zudem gibt es kleine Steigungen auf der Strecke. Wer's ein bisschen gemütlicher mag und nicht unbedingt den Turm sehen will, kann etwas weiter östlich den Kronprinzessinenweg fahren. Start- und Endpunkt sind die gleichen, allerdings nähert ihr euch so der durchaus lauten Autobahn.

9. Vom Heidekampgraben bis zum Karpfenteich in den Treptower Park rollen.

Der Heidekampgraben gehört locker zu den deutlich unterschätzten grünen Spots der Stadt. Die nicht sonderlich breite, dafür aber lang gezogene Kurve mit dem leise plätschernden, kleinen Bachlauf, den Fußgängerbrücken und den von Bibern angenagten Bäumen ist eine Oase der Großstadt – und vollständig geteert, was für Inlinefahrer*innen durchaus wichtig sein kann. Fact: Der südliche Teil ist auch deswegen so naturbelassen, weil er Teil des Mauerstreifens war. Aber seht lieber selbst!

Sehr cool: Über einen kleinen Abstecher ins Urbane (aka die beiden nicht sonderlich schönen Straßen Dammweg & Köpenicker Landstraße) erreichen wir von hier aus in wenigen Minuten den Treptower Park mit dem Karpfenteich als Erfrischungsmöglichkeit für Hartgesottene, von dort gehts dann weiter.

10. Rummelsburg einen Besuch abstatten

Ähnlich wie das Tempelhofer Feld sind auch die Uferwege und die Promenade in Rummelsburg inzwischen feste Hot Spots für jede Art von Sport: Von Skater*innen über Jogger*innen bis hin zu Spaziergänger*innen treffen hier viele Leidenschaften aufeinander.

Allerdings hat man dank der runderneuerten Wege und der erst vor wenigen Jahren geschaffenen breiten Promenade gute Ausweichmöglichkeiten, um nicht zusammenzustoßen. Und wer dabei aus der Puste kommt, kann ein wenig auf einer der zahlreichen Bänke entspannen.

11. Den Teltowkanal erkunden

Knappe 40 Kilometer zieht sich der Teltowkanal durch den Süden Berlins und das südliche Umland. Bisschen viel für den Anfang und die vielleicht ungeübten Gehversuche auf Rollen. Man muss es ja nicht gleich übertreiben!

Deshalb haben wir für unsere Inline-Tour mal den Bereich zwischen Steglitz und Lankwitz rausgesucht, der am nördlichen Ufer entlang führt, komplett geteert ist und bis auf allerkleinste Steigungen auch für Anfänger*innen geeignet sein dürfte.

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