11 grüne Oasen in Berlin, die ihr kennen solltet

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© Pflanzenfreude.de

Berlin ist mit knapp vier Millionen Einwohner*innen die größte Stadt Deutschlands – und na klar, für uns natürlich auch die schönste. Wenn nicht gerade Lockdown ist, dann kann man den Puls der Stadt 24/7 an so ziemlich jeder Ecke spüren. Die Menschen, das Getümmel, die Kreativität und das Tempo machen Berlin zu dem, was es ist: unsere Hauptstadt. Was Städte in dieser Größenordnung leider auch mit sich bringen? Viel Beton, Asphalt, graue Straßenzüge und triste Fassaden. Das ist manchmal wiederum ganz schön traurig.

Dabei hat Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten mit dem Tiergarten, dem Grunewald oder Treptower Park samt Plänterwald sogar sehr viele weitläufige Grünflächen. Neben den großen Parks und Waldanlagen gibt es aber noch weitaus mehr Orte, Plätze und spannende Projekte zu entdecken, die einen Beitrag leisten wollen, damit unsere Stadt und vor allem die gemeinsam genutzten Flächen in Zukunft noch grüner und schöner werden.

Von Grau zu Grün mit Pflanzenfreude.de

Urban-Gardening-Projekte wie das himmelbeet in Wedding oder das Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld, in denen man selbst säen, mitbuddeln und ernten kann, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Orte wie der traumhafte Botanische Garten in Dahlem oder die Gärten der Welt in Marzahn laden zum Abtauchen und Entspannen im Grünen ein. Und in Cafés wie dem The Greens könnt ihr neben gutem Kaffee direkt tolle Pflanzen kaufen.

Wir wollen euch vor allem dazu animieren, euer Zuhause Berlin noch grüner und lebhafter mitzugestalten. Bepflanzt eure Balkone mit frischen Blumen, legt ein Nachbarschaftskräuterbeet im Hinterhof an oder verteilt Seedbombs im Kiez. Ach was, am besten gleich in der ganzen Stadt. Das macht nicht nur unsere Stadt lebenswerter, sondern stärkt auch den Gemeinschaftssinn. Bevor ihr selbst loslegt, stellen wir euch gemeinsam mit Pflanzenfreude.de  11 grüne Oasen in Berlin zur Inspiration vor, die ihr unbedingt kennen und demnächst besuchen solltet.

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Allmende Kontor, urban Gardening, Tempelhofer Feld

© Wiebke Jann Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld

Seit der Schließung des ehemaligen Flughafens bauen hier Berliner*innen unter freiem Himmel Kräuter und Gemüse an und wetteifern um den Status des kreativsten Beetes. Das Gelände ist frei zugänglich und wer sich benimmt, darf alles anfassen und nutzen, so lange alles so hinterlassen wird, wie es vorgefunden wurde. Für Kinder ideal zum Versteckensspielen und Entdecken.

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© Charlott Tornow Tropisches Feeling im Botanischen Garten genießen

Vielleicht seid ihr mit der S-Bahn schon häufiger an der Station "Botanischer Garten" vorbeigekommen, aber nie ausgestiegen? Jetzt wäre die richtige Zeit, das zu ändern. 43 Hektar Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten hat der über 100 Jahre alte Botanische Garten in Dahlem zu bieten. Neben den Feldern, durch die ihr schlendern könnt, gibt es auch 15 Gewächshäuser, die genügend Grün für echtes Tropen-Feeling beheimaten.

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© Wiebke Jann Ausgefallene Pflanzen shoppen bei The Botanical Room

Im The Botanical Room könnt ihr tolle Pflanzen inzwischen nicht nur online shoppen – 2018 eröffnete das erste Geschäft in Kreuzberg in der Nähe des Görlitzer Bahnhof. Dort bekommt ihr nicht nur ausgefallene Grünpflanzen, Kakteen und Sukkulenten, sondern auch alles, was ihr für euren eigenen grünen Dschungel braucht: hübsche Übertöpfe, Gießkannen, Pflanzenhänger und sonstiges Zubehör.

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© Matze Hielscher Picknicken im Volkspark Friedrichshain

Der Mont Klamott ist ein schöner Klassiker, weshalb wir ihn auch immer wieder für unser vergnügtes Picknick auserkoren haben. Aufgrund der Größe findet hier jede*r einen Platz zum ausgiebigen Picknicken. Tipp: Besonders schön (und schattig) ist die Wiese am Eingang Weinstraße, in dessen Nähe sich auf der wunderschöne Märchenbrunnen befindet und die verborgene Anhöhe in der Nähe des Restaurants Schönbrunn.

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© Hella Wittenberg Schlendern in den Gärten der Welt

Die Gärten der Welt sind ein richtig guter Ort, um Berlin komplett auszublenden. In den meisten Teilen des Gartens sieht man nicht einmal etwas von der Stadt. Denn dort ist es möglich, zwischen exotischen Bäumen, Gräsern und gut duftenden Blumen entlang zu spazieren und die Zeit in einer Welt aus exotischen Pflanzen, Kunst und Kultur komplett zu vergessen.

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© Marit Blossey Balkon- und Zimmerpflanzen kaufen beim Holländer am Treptower Park

Ihr wollt endlich euren Balkon fit für den Sommer machen? Wer Pflanzen kaufen will, fährt zum Holländer: Sozusagen der Klassiker unter den Berliner Pflanzenfachgeschäften. Auf dem großen Gelände am Treptower Park könnt ihr eure Traumpflanzen, Erde, Töpfe und alles, was ihr noch so braucht, ohne viel Schnickschnack und zu vernünftigen Preisen erstehen. Im vorderen Teil des Pflanzengroßhandels gibt's hübsche Zimmerpflanzen, im hinteren Teil und draußen werdet ihr garantiert für eure Balkonbegrünung fündig – und auch beraten, wenn ihr (wie wir) eigentlich keine Ahnung habt, was auf eurem Südbalkon eigentlich überleben könnte, wenn der Berliner Sommer dann mal richtig reinkickt. Und das Allerbeste: Einer spontanen Pflanzenparty steht auch am Wochenende nichts im Wege, der Holländer hat nämlich sogar sonntags bis 16 Uhr geöffnet.

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© Marit Blossey Zwischen Pflanzen Kaffee trinken im The Greens

Das The Greens, die kleine Café-Oase von Marie und Christian, befindet sich mitten im ehemaligen Münzprägewerk der Alten Münze. Zwischen Monstera, Sukkulenten und anderen Zimmerpflanzen isst man hier leckeres Bananenbrot, schlürft an gelben, grünen und pinken Lattes oder kommt in der Mittagspause her – das Lunch-Angebot wechselt wöchentlich. Das Allerbeste: Fast alle Pflanzen, die den Laden verschönern, könnt ihr kaufen und mit nach Hause nehmen! Marie betreibt außerdem den Gemeinschaftsgarten der Alten Münze und will möglichst viel mit dem Obst, Gemüse und den Kräutern aus dem Münzgarten kochen.

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© Milena Zwerenz Urban Gardening im Prinzessinnengarten in Neukölln

2009 noch am Moritzplatz gegründet, befindet sich der Gemeinschaftsgarten des Prinzessinnengarten Kollektivs Berlin inzwischen auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof in Berlin-Neukölln. Hier kann jede*r mitgärtnern und Naturerfahrung mitten in der Stadt erleben – egal ob Kind, Jugendliche*r oder Erwachsene*r. Die Aktivitäten reichen vom Säen, Pflanzen und Ernten über die Saatgutgewinnung, das Verarbeiten und Konservieren des Gemüses, das Halten von Bienen oder den Aufbau eines Wurmkomposts. Über allem steht die Frage nach der gemeinschaftlichen Gestaltung urbanen Lebensraums. Interessiert? Dann schaut mal vorbei. Von April bis Oktober hat auch das tolle Gartencafé geöffnet, um die eigene Ernte direkt zu probieren.

 

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©️ Felix Kayser Weißwein trinken und die Natur genießen im himmelbeet

Das himmelbeet ist ein Gartenkollektiv, das zwar keine ausgewiesene Bar ist, dennoch genügend Weißwein und Lammsbräu bereitstellt. Schöner als hier könnt ihr einen Sonntagnachmittag kaum verbringen. Zu empfehlen ist der "Gartenteller" im Garten-Café für knappe 6 Euro, der mit eingelegtem Kürbis, überhaupt ganz viel eingelegtem Gemüse, Blattsalaten und Gartenkräutern dafür sorgt, sich der Illusion hinzugeben, dass alles eigentlich irgendwie möglich ist. Das himmelbeet ist voraussichtlich ab April wieder geöffnet. Nicht mehr lang hin also, yippieh!

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© Kerstin Musl Freilandmuseum und Bio-Bauernhof in der Domäne Dahlem

Die Domäne Dahlem ist Bio-Bauernhof, Freilandmuseum und ein Ort zum Abschalten vom Alltagsstress zugleich. Neben der Erlebnisausstellung "Vom Acker bis zum Teller" mit einem eigenen Bereich "KinderDomäne" denkt sich die Domäne Dahlem für verschiedene Jahreszeiten auch immer wieder ein besonderes Programm aus. Es gibt Workshop-Angebote und am 02. und 03. Oktober findet wieder das alljährliche Erntefest statt. Das Freigelände ist sowieso täglich von 07 bis 22 Uhr geöffnet. Ein Ausflug hierhin lohnt sich also immer!

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© Max Müller Frische Salate und Fisch von der Stadtfarm probieren

Die Stadtfarm will das Urban Gardening neu erfinden – und das mithilfe eines revolutionären Kreislaufes, bei dem Fische, Pflanzen und Regenwürmer eine entscheidende Rolle spielen. Vor Ort könnt ihr die Gewächshäuser besichtigen und natürlich die Produkte testen. Donnerstags findet ein Afterwork Meet-and-greet statt, freitags wird ganztägig frischer Fisch verkauft und einmal im Monat findet ein Markt statt, bei dem auch lokale Bäuer*innen und Erzeuger*innen ihre Produkte verkaufen.

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