11 tolle Tipps für einen schönen Samstag im März

Alles neu macht der März! Naja, nicht so ganz, denn wir befinden uns noch immer im Lockdown – mehr oder weniger zumindest, denn seit Anfang März dürfen einige Geschäfte wieder öffnen, zumindest mit Terminvergabe, und die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen und die Tage, die langsam länger werden, machen das Ganze sowieso um einiges erträglicher. Vor unserem inneren Auge sehen wir uns schon wieder mit einem Kaffee oder Aperol vor unseren Lieblingscafés sitzen, zwar noch mit Schal, Mütze und Wintermantel, aber auch mit Sonnenbrille auf der Nase. Hier kommen elf tolle Tipps, wie ihr einen schönen Samstag im März verbringen könnt – in der Sonne oder zu Hause.

1

© Marit Blossey Bei InterKontinental nach afrikanischer und afrodiasporischer Literatur stöbern

Die meisten von uns haben in der Schule wohl mehr als genug Bücher von weißen, männlichen Autoren gelesen. In diesem kleinen Buchladen in der Sonntagstraße in Friedrichshain findet ihr Bücher, die leider seltener auf dem Lehrplan stehen, uns aber mit wahnsinnig wichtigen und spannenden Perspektiven bereichern: InterKontinental ist nämlich die erste Buchhandlung Deutschlands, die sich auf afrikanische und afrodiasporische Literatur spezialisiert hat. Seit 2018 findet ihr hier immer die aktuellsten Neuerscheinungen, deutsche ebenso wie englisch- und französischsprachige Belletristik, Sachbücher zu Politik und Kultur, tolle Kinder- und Jugendbücher und Klassiker der Weltliteratur. So geht ihr sicher niemals ohne ein tolles neues Buch nach Hause – egal, ob es diesmal James Baldwin, Toni Morrison oder die neue Biografie von Barack Obama wird.

2
The Wings, Skulptur, Daniel Liebeskind, Siemens Verwaltungsgebäude

© Insa Grüning "The Wings"-Skulptur von Daniel Libeskind anschauen und danach durch Siemensstadt spazieren

Wenn es euch mal in die Siemensstadt verschlägt, solltet ihr unbedingt vor dem Eingang des Siemens-Gebäudes Halt machen, denn hier steht die 10 Meter hohe Skulptur "The Wings" von Architekt und Künstler Daniel Libeskind, der unter anderem auch das Jüdische Museum Berlin entworfen hat. Im Zusammenspiel mit der historischen Fassade des Gebäudes entsteht so ein besonders schönes und kontrastreiches Zusammenspiel zwischen Alt und Neu. Insgesamt existieren vier dieser beeindruckenden Aluminium-Skulpturen, die eine "Innovation Bridge" zwischen wichtigen Siemensstandorten auf der Welt bilden.

3
Erchy's in Mitte, Kaffee, Berlin, Pflanzen, Fenster

© Marina Beuerle Kaffee, Pflanzen und regionale Produkte im Erchy’s in Mitte

Wenn ihr in letzter Zeit euren grünen Daumen entdeckt habt, guten Kaffee mögt und auf regionale Produkte steht, werdet ihr hier gleich mehrfach glücklich. Im gemütlichen und orientalisch eingerichteten Erchy’s in Mitte gibt es leckeren (Oatmilk) Cappuccino und selbst gemachten Kuchen. Super saftig: der getränkte Grapefruit Kuchen mit Pistazien. Auf der kleinen Karte steht auch (veganes) Shakshuka, Homemade Granola und knuspriges Grilled Cheese Sandwich. Hinter den großen Fenstern und auf bunten Fliesen, warten zudem potentielle neue Mitbewohner namens Sukkulente, Kaktus und Co. auf euch. Und weil es so schön ist, könnt ihr für zu Hause oder als Geschenk auch die leckeren und hübschen Berliner Goods vom Online-Wochenmarkt Up & Coming mitnehmen.

4

© Wiebke Jann Die Audiowalks der Berlinischen Galerie zur Ausstellung „Anything Goes?“ ausprobieren

Das Spazierengehen ohne Ziel wird euch langsam langweilig? Wie wäre es mit etwas Abwechslung: Mit den Audiowalks zur Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ könnt ihr die Geschichten hinter den Bauten Berlins entdecken. Drei Routen führen zu bedeutenden Gebäuden und Schauplätzen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1987 in Kreuzberg und zu den postmodernen Bauten in West- und Ost-Berlin entlang der Friedrichstraße. Dazu könnt ihr Audiobeiträge anhören, die viele spannende Informationen über die Berliner Stadtentwicklung in den 1980er Jahren liefern.

5

© Nora Tabel Tiere gucken und spazieren in der Schorfheide

Du willst wirklich Stille und ganz weit raus? Dann fahr zu den seereichen Waldungen mit alten Kiefern, Eichen und Buchen, Binnendünen und Mooren, die heute Schorfheide heißen und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands sind. Dieses Gebiet ist so riesig, dass es neben der Natur auch mehrere Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Unternehmungsmöglichkeiten gibt. Außerdem kann man hier im Wildpark Schorfheide toll Tiere wie See- und Schreiadler, Störche, Kraniche, Biber und Fischotter beobachten.

6

© Wiebke Jann Riesige Kumpir und Toppings so viel man möchte bei Heimweh

Kumpir ist die vielleicht beste Erfindung überhaupt. Kartoffeln allein sind schon super, wenn man das Innere dann aber noch mit Käse und Butter vermengt, sodass sie innen richtig cremig und außen immernoch schön kross sind, ist das schon ziemlich perfekt. Und das Beste am Heimweh ist, dass man sich hier nicht zwischen ein paar vorgegebenen Kumpir-Variationen, die meist nur 3 bis 4 Toppings haben, entscheiden muss. Hier darf man nämlich, wenn man will, einfach ALLE Toppings haben: Neben Couscous, Salat, Käse, gegrilltem Gemüse, Oliven und getrockneten Tomaten gibt es auch noch ganz viele verschiedene hausgemachte Soßen wie Hummus oder Guacamole. Alle Carnivoren können ihre Kumpir mit Chicken oder Sucuk ordern und für alle vegan Essenden gibt's auch Optionen. Also: Kumpir bestellen, all you can top und dann in der Sonne im Görli futtern.

7

© Stefan Turtzer  Mit dem Fahrrad den Mauerweg entlang fahren

Wo früher rund 160 km Mauer die DDR von West-Berlin trennte, verläuft heute auf den meisten Abschnitten eine Rad- und Wanderroute. In West-Berlin kann man den Weg entlang des ehemaligen Zollwegs begehen, im Osten auf dem Kollonnenweg, auf dem die DDR-Grenztruppen ihre Kontrollfahrten machten. Wem 160 Kilometer verständlicherweise zu viel sind, der kann sich auch kleinere Teilstrecken aussuchen, auf denen sich historisch bedeutende Orte und Mauerreste mit schönen Landschaften abwechseln.

8

© Kerstin Musl Romantischer Spaziergang am Schlachtensee mit Stopp an der Fischerhütte

Wer Fan von langen Spaziergängen ist, der ist am Schlachtensee genau richtig. 5,5 Kilometer Uferweg sorgen für viel Raum für tolle Gespräche. Händchen haltend kann man hier ungestört rumlaufen und an der Fischerhütte einen Zwischenstopp einlegen. Wer danach noch Lust auf eine Verlängerung des Dates hat, dem ist die Einkehr nebenan in die Weinhandlung sehr zu empfehlen. 

9

© Marit Blossey Zuhause selber Pizza backen mit den DIY-Kits von Magic John's

Schon klar, amerikanische Pizza ist etwas völlig anderes als die neapolitanische, aber seit wir das erste Mal in New York waren, haben wir uns in diese wagenradgroßen Pizzastücke verliebt. Seit 2020 können wir die auch in Berlin futtern, und zwar bei Magic John's in Mitte – oder auch zuhause. Mit den DIY-Kits von Magic John's könnt ihr die Pizza nämlich selber backen. Auf der Website könnt ihr zwischen den verschiedenen Sorten (Plain, Olive, Butternut, Pepperoni, Truffle, Salsiccia) wählen oder euch sogar euer eigenes Kit zusammenstellen. Teig, Belag und ein Link zur Video-Anleitung werden dann direkt an eure Wohnungstür geliefert. Samstagabend, Pizza, Beamer – klingt eigentlich ziemlich perfekt, oder?

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Case Maclaim

© Insa Grüning Auf den Spuren versteckter Kunst wandeln

Streetart-Führungen durch die künstlerischen Reichtümer des öffentlichen Raums lassen Kinder wie Erwachsene die Stadt neu entdecken. Da Berlin im Bereich Streetart und Graffiti ganz weit vorne dabei ist, lohnt es sich sehr, einen Guide heranzuziehen und dem Blick der Kleinen zu folgen. Streetart-Führungen, wahlweise durch die Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg oder Neukölln, dauern circa zwei Stunden und eignen sich für Kinder ab fünf Jahren.

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gneisenaustraße dunkel bergmannkiez

i bi | flickr CC BY-NC-ND 2.0 Durch den nächtlichen Bergmannkiez stromern

Will man jemandem das wunderschöne, pittoreske Berlin zeigen, sollte man an den Chamisoplatz gehen. Hier reihen sich charmante, gepflegte Altbauten an süße, kleine Plätze und das über den ganzen Bergmannkiez hinweg. Wenn es bereits dunkel ist, werden die Fassaden mit ihren verschnörkelten Balkongeländern vom warmen Licht der Wohnungen beleuchtet und man kann selbst von der Straße unten Stuckdecken, Flügeltüren und Doppelfenster zählen. Um den French Look perfekt zu machen, stehen hier auf den Straßen oft noch alte Gaslaternen. Dazu gesellen sich hübsche Restaurants, von denen die meisten ihre Gerichte auch zum Mitnehmen anbieten. Pro-Tipp: Holt euch in der Marheineke-Markthalle Snacks und eine Flasche Vino und lasst euch einfach treiben.

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