Zukunft gestalten durch Verbote? Maja Göpel und Ulf Poschardt live im Streitgespräch

© Sarah Kilian | Unsplash

Waldbrände in Australien, den USA und Südamerika, Dürre und Wassermangel, wohin man schaut. Starke Unwetter und Überschwemmungen; Kriege, die Armut, Hunger und Flucht begünstigen; obendrein haben wir es 2020 auch noch mit einer weltweiten Pandemie zu tun, die zu guter Letzt eine noch gar nicht absehbare Wirtschaftskrise ausgelöst hat. Die Situation war nie unübersichtlicher als heute. Nie waren der Klimawandel und seine Folgen realer als jetzt. Der rapide steigende Verbrauch unserer Ressourcen und ein rasantes Bevölkerungswachstum bringen unseren Planeten und damit auch unsere Gesellschaft an ihre Grenzen.

Wie soll man sich in einer Welt, die an so vielen Scharnieren auseinanderzubrechen droht, noch orientieren? Wie Hoffnung schöpfen? Wie nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich aufraffen und aktiv mitgestalten? Ganz ehrlich: Bei all den schlechten Nachrichten, mit denen wir täglich überflutet werden, kann man es manchmal fast ein bisschen verstehen, dass die Welt hier und da wie gelähmt, ja oft hilflos scheint. Nur bringt uns dieser Zustand des Fatalismus eben kein Stück weiter.

Es geht auch anders: "Machbar! Die Reihe zur Zukunftsgestaltung“ im Futurium

Anstatt in Haltungsmustern à la "Ich kann sowieso nichts tun" oder "Es ist sowieso schon zu spät" zu verharren, sollten wir uns lieber alle zusammen – individuell und als Kollektiv – den Aufgaben, die vor uns liegen, stellen. Und zwar besser gestern als heute. Zumindest da sind sich sowohl die Wissenschaft als auch die Politik und die Wirtschaft mittlerweile ziemlich einig. Denn nur so ist es möglich, dass wir uns zu einer nachhaltigen und klimaverträglichen Gesellschaft (weiter)entwickeln.

Aber wie kann das am besten gelingen? Welche Möglichkeiten gibt es und wie können wir diese Transformation am besten gestalten? Funktioniert das nur durch Einschränkungen und Verbote? Oder regelt der Markt das schon von allein? Vielleicht brauchen wir einfach eine Kombination aus technischen und sozialen Innovationen – aber wie sähe die dann aus? Und wie viel Verantwortung trägt eigentlich jede*r Einzelne von uns?

Maja Göpel und Ulf Poschardt live im Streitgespräch

© Kai Müller © Claudius Pflug

Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Meinungen diesbezüglich weit auseinander gehen. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass wir solche drängenden und wichtigen Fragen diskutieren. Im Rahmen der großartigen Veranstaltungsreihe "Machbar!" will das Futurium (schließlich das selbst ernannte Haus der Zukünfte) zeigen, wie und wo Zukünfte gemacht werden. Und natürlich auch, wie wir individuell und zusammen die Zukunft ganz konkret mitgestalten können.

Die nächste Runde der "Machbar!“-Veranstaltungsreihe könnt ihr am Sonntag via Livestream aus dem Futurium verfolgen, denn da werden Maja Göpel, die bekannte Polit-Ökonomin, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (wow!) sowie Ulf Poschardt, Chefredakteur der WELT-Gruppe, über viele der oben genannten Fragen in einem Gespräch diskutieren – und selbstverständlich streiten. Moderiert wird das Ganze von Tobias Armbrüster, den ihr vielleicht als Redakteur vom Deutschlandfunk kennt.

Da das Event vor Ort leider schon ausverkauft ist, ihr wisst schon, alles coronakonform und so, könnt ihr euch aber am Sonntag easy von zu Hause dazu schalten. Um 17 Uhr geht's los, direkt live auf futurium.de oder via YouTube. Seid ihr dabei? Und keine Sorge, wenn ihr es nicht schafft, live zuzusehen, könnt ihr euch den Talk als Video-Mitschnitt auch im Nachhinein unter dem selben Link oben anschauen.

"Machbar! Zukunft durch Verbote" | Futurium | 20. September 2020, 17 Uhr | Mehr Info & Livestream

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