Die erste URBAN NATION Biennale will zum Umdenken und Handeln auffordern

Foto Credits: Studio TK/Visualisierung des Kunstwerks von Sandra Chevrier

Wer in diesen Tagen aufmerksam die Nachrichten verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, dass in Südamerika die schlimmsten Waldbrände seit Jahren herrschen, weil man dort aus wirtschaftlichen Gründen gezielt Brandrodung betreibt, dass unsere Meere geradewegs von Plastikmüll verseucht werden und die Gletscher immer weiter vor sich hinschmelzen. Es ist unbestreitbar, dass wir Menschen für all diese Katastrophen mitverantwortlich sind und dass auch nur wir es sind, die durch Umdenken und konsequentes Handeln dazu beitragen können, dass wir nicht demnächst alle auf dem Trockenen sitzen.

Und noch etwas ist wahr: Seit jeher waren es Künstler*innen, die in ihren Arbeiten einen Zugang zu gesellschaftlichen und hochpolitischen Themen suchten. Egal, ob sie dabei ganz gegenständlich oder eher abstrakt arbeiten, in ihren Werken lassen sie ihren Träumen freien Lauf und trauen sich – frei von jeder Norm – Zukunftsvisionen zu spinnen, von denen wir uns nicht immer, aber immer öfter eine Scheibe abschneiden sollten. In jedem Fall sollten wir uns aber ihre Kunst anschauen, denn immer sind in ihr viele Fragen, neue Impulse und Perspektiven versteckt, die zum Nachdenken, Reflektieren und machmal sogar aktiven Handeln anregen.

Was wäre, wenn … ?

Genau aus diesem Grund findet vom 13. bis 15. September zum ersten Mal die URBAN NATION Biennale statt. Unter dem Titel "ROBOTER UND RELIKTE: UN-BEMANNT" wird für drei Tage eine Art Kunstmeile entstehen, die von 25 Künstler*innen bespielt wird, die uns mit ihren Arbeiten ziemlich direkte Fragen stellen, uns wachrütteln und zum Aktivwerden animieren wollen. Warum all das? "Damit wir überhaupt eine Zukunft haben", heißt es auf der Website des URBAN NATION, Berlins einzigartigem Museum für Urban Contemporary Art. Zugleich unterstützt und feiert die Gewobag im Rahmen ihres 100-jährigen Bestehens mit der Kunstmeile ihr Quartiersfest. Der Eintritt ist frei.

Yasha Young, URBAN NATION Museumsleiterin und zugleich Kuratorin der URBAN NATION Biennale, wird dafür die Bülowstraße in Schöneberg zusammen mit den Künstler*innen auf einer Länge von 100 Metern in eine Zeitkapsel verwandeln. Mithilfe von Installationen, Skulpturen oder während Live Performances können wir alle drei Tage lang gemeinsam einen Blick zurück auf die Ursprünge als auch in die Zukunft unserer Städte und auf unser Zusammenleben werfen.

URBAN NATION Biennale
Foto Credits: Studio TK/Visualisierung des Kunstwerks von Louis Masai

Wie könnte unser Leben in Zukunft aussehen? Was müssen wir als Gemeinschaft verändern, damit wir überhaupt eine Zukunft haben? Auf welche neuen Technologien sollen wir setzen und wo geht es verdammt noch mal noch nachhaltiger? All diese Fragen umtreiben Künstler*innen wie Alfalfa, Coderch & Malavia, Cryptik, Dan Rawlings, Dima Rebus, Ekow Nimako, Filthy Luker, Frédérique Morrel, Gerhard Demetz, Herakut, INO, Louis Masai, Nomad Clan, Sandra Chevrier und viele mehr.

Lösungen für die vielen akuten Probleme zu finden ist gewiss nicht leicht. Aber das hat auch niemand gesagt. Wenn wir nichts ändern, bleibt aber auch nichts, wie es ist. Also haben wir eigentlich keine andere Wahl. Deshalb: Sehen wir uns in der Zeitkapsel?

URBAN NATION Biennale
Foto Credits: Studio TK/Visualisierung des Kunstwerks von Nomad Clan

Die Bülowstraße verwandelt sich für drei Tage in eine Kunstmeile für Urban & Street Art

Du solltest hingehen, wenn: du dich für unsere Umwelt und Nachhaltigkeit, gute Kunst, die zum Nachdenken anregt und das menschliche Miteinander interessierst

Wen wirst du hier treffen: Gleichgesinnte, die sich inspirieren aber auch ermutigen lassen wollen

Das perfekte Accessoire: ein Notizbuch für Ideen und Gedanken beim Betrachten der Kunst und ein Smartphone mit Kamera, um die tollen Objekte zu fotografieren

Hashtags zum Mitnehmen: #UNbiennale2019 #urbannation #urbannationberlin #urbannationmuseum

URBAN NATION Biennale | 13. September – 15. September | Bülowstr. 7, 10783 Berlin | Eintritt frei | Mehr Info

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