Die afrikanische Savanne direkt in Berlin: So würde das Tempelhofer Feld als Nationalpark aussehen

© Malte Jensen

Erinnert ihr euch noch an das Birdhain, den Club für alle Vögel, die nicht ins Berghain kommen? Der Erfinder und Besitzer dieses genialen Vogelhauses, Malte Jensen, hatte mal wieder ein bisschen zu viel Zeit und hat sich ein neues Projekt ausgedacht: den Tempela National Park, ein Wildpark im Herzen Berlins, auf dem Tempelhofer Feld. Neben den schrägen Vögeln namens Menschen, die man hier so tagtäglich auffindet, grasen hier in Maltes Visionen noch viele andere exotische Tierarten über die Weiten der Berliner Steppe: Leoparden, Dodos, Nashörner, Hyazinth-Aras, Adler, Elefanten, Zebras und Löwen.

"Wenn man im Sommer bei tief stehender Sonne durch das hohe Gras des Tempelhofer Feldes läuft, kann einen, mit etwas Fantasie (zugegeben!), die Atmosphäre schnell an die Savannen in Ost- und Südafrika erinnern", schreibt mir Malte. Im Tempela National Park trifft Wildnis auf harten Beton – krasse Gegensätze, für die Berlin ja ohnehin bekannt ist. Was nach romantischer Wildlife-Fiktion a la "Nirgendwo in Afrika" klingt, hat aber einen eher ernsteren Hintergrund.

© Malte Jensen

Denn Malte will unsere Aufmerksamkeit auf das Aussterben verschiedener Tierarten rund um den Globus lenken: "Diese Tierarten, diese Wildnis ist so weit weg von uns, dass wir nicht verinnerlichen, weshalb wir uns für sie einsetzen oder unser Verhalten und unseren Konsum für den Erhalt ihrer Umwelt ändern sollten." Egal ob umweltbelastende Flugreisen, der Konsum von wasserzehrenden Lebensmitteln vom anderen Ende der Welt oder die Masse an Plastik, die wir verbrauchen und die im Meer landet – mit unsrer Lebensweise beeinflussen wir nicht nur unsere direkte Umwelt. "Also bringe ich die Wildnis fiktiv nach Berlin, direkt ins Zentrum. Das ist unterhaltsam aber eben auch erschütternd, wenn man sich damit näher befasst", sagt Malte. Auf der Website und auf Instagram beschreibt Malte die Besonderheiten der Tiere und warum sie schützenswert sind.

© Malte Jensen

Wenn ihr also demnächst mal wieder auf dem Tempelhofer Feld liegt, in den Berliner Himmel starrt oder die Augen schließt und die Ruhe genießt, dann seid euch bewusst, wie vergänglich all das ist und wie wichtig es ist, dass wir uns alle für eine bessere Zukunft einsetzen.

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