11 Dinge, die ihr an einem Sonntag in Berlin besser nicht tun solltet

© Daliah Hoffmann

Sonntage sind zum Entspannen da. Und natürlich dafür, Dinge zu machen, für die man sonst nicht so viel Zeit hat. Gemütlich frühstücken oder spazieren gehen, an den See fahren oder über den Flohmarkt schlendern. Klingt erstmal fantastisch, aber wer einmal auf einen Sonntag an der Krummen Lange schwimmen oder ohne Reservierung im Benedict frühstücken wollte, weiß es besser. Es mag nämlich überraschend klingen, aber alle anderen Berliner*innen haben auch frei und wollen genau dieselben Dinge tun. Wenn ihr einen wirklich entspannten Sonntag haben wollt, solltet ihr diese 11 Dinge also besser vermeiden.

1. Einen gemütlichen Spaziergang am Landwehrkanal

Romantisch und Händchen haltend am Kanal entlang spazieren? Das funktioniert sonntags nur in euren Köpfen, denn leider müsst ihr euch die Promenade am Kanal nicht nur mit dem Flohmarkt teilen, sondern auch mit 1.000 Influencer-Girls, 5.000 Joggern, 500 Leuten, die noch beim Afterhouren sind und überhaupt unzähligen anderen, die die gleiche Idee hatten wie ihr. Entspannt ist jedenfalls anders.

2. Im Benedict frühstücken gehen, ohne zu reservieren

Entspannt vormittags zum Frühstücken gehen? Könnt ihr sonntags schon machen, dass ihr einen der begehrten Sitzplätze in den hippen Cafés wie dem Benedict, dem A Never Ever Ending Love Story oder dem Hallmann & Klee ergattert, ist aber in etwa so wahrscheinlich, wie dass Leonardo DiCaprio plötzlich eine gleichatrige Freundin findet.

3. Bei 30 Grad an die Krumme Lanke fahren

Im Sommer an einem freien Tag zum See fahren klingt super. Weil das im Sommer ab die ganze Stadt vor hat, fühlt es sich an den bekannten Seen, wenn man Handtuch an Handtuch schwitzt, gar nicht so anders als in der U-Bahn an.

4. Verkaufsoffene Sonntage zum Shoppen nutzen

Wer sich am verkaufsoffenen Sonntag in die Nähe von Klamottenläden und Shopping Malls begibt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Seriously, wem gefällt es denn bitte sich zwischen 1.000 Touris durch die komplett zerwühlten Stapel zu suchen, um dann 100m anzustehen, nur um eine Bluse anprobieren zu wollen? Uns jedenfalls nicht.

5. Auf dem Tempelhofer Feld grillen

Die Unwissenden denken ja, dass sich so ein freier Sonntag prima dafür eignet, mal wieder auf dem Tempelhofer Feld abzuhängen. Immerhin ist das ja ein ehemaliger Flughafen, da verlaufen sich die Menschenmengen. Spoiler: tun sie nicht. Dank der Rennradfahrer*innen, rollenden Kite- und Windsurfer*innen und Longboarder*innen könnt ihr auf dem Rollfeld eigentlich nur "Das Rollfeld ist Lava" spielen, denn sonst endet euer Sonntagsausflug nun ja, nicht sehr schön.

6. Im Rewe am Ostbahnhof einkaufen oder Pfandflaschen abgeben

© Theo Rio

Im Ostbahnhof einkaufen oder Pfand abgeben zu wollen ist sonntags eine der dümmsten Aktivitäten, die uns einfallen, denn an keinem anderen Tag habt ihr so viel Konkurrenz: die Pfandsammler*innen, die vor den diversen umliegenden Clubs das beste Geschäft machen und nun ihre verdienten Euronen abholen wollen und die Touris, die kurz bevor sie die Heimreise mit dem ICE antreten, schnell noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. Nein zum Sonntagseinkauf im Ostbahnhof.

7. Mit der U-Bahn fahren

Zugegeben, die Mischung in der Bahn ist jeden Tag sagen wir, speziell. Aber sonntags ist sie besonders weird: Auf der einen Seite die viel bepackten, jungen Familien, die gerade auf dem Weg in die Uckermark oder zum Schwimmbad sind und die halbe Bahn mit ihren Utensilien vollstellen, die Ausflügler*innen, die ihre Radtour dann doch lieber am Stadtrand beginnen wollen, ihr Fahrrad deswegen in die Bahn quetschen, die Döner essenden Touris, die gerade auf dem Heimweg sind und die glitzernden Druffis, die gerade auf der Suche nach dem nächsten Rave sind. Wer sich zu keiner dieser Gruppen zugehörig fühlt, sollte besser laufen. Oder mit dem Rad fahren.

8. Bei Hokey Pokey Eis essen

Nach dem Spaziergang schön noch ein Eis schlecken gehen? Gern, aber besser nicht in Prenzlauer Berg, denn da ist die Schlange meistens so lange, dass man sich gar nicht mehr sicher ist, ob man gerade am Berghain oder der Eisdiele steht. Aber hey, andere Mütter haben auch schönes Eis.

9. Über den Flohmarkt am Mauerpark schlendern

Am Sonntag in den Mauerpark gehen, kann man schon machen. Nur Spaß wird es einem sicherlich nicht bereiten, sich zwischen den Menschenmengen durchzuquetschen, um eines der wenigen Schnäppchen, die man noch schlagen kann, zu ergattern. Besonders schlimm ist es vor allem im Sommer, wenn der sandige Boden so trocken ist, dass es sich anfühlt, als würde man durch einen Sandsturm waten. Nein, danke.

10. Ins Berghain gehen

© Matze Hielscher

Es gab Zeiten, da war die Schlange vorm Berghain sonntags kurz. Zeiten, in denen die cool Kids sich extra den Wecker auf 07 Uhr gestellt haben, um zu raven. Leider machen das inzwischen ziemlich viele und so muss man auch sonntags anstehen.

11. Zwischen 19 und 22 Uhr beim Lieferdienst bestellen

© giphy

Sonntagabends essen zu bestellen ist in der Theorie eine gute Idee. Aber leider wirklich nur in der Theorie, denn mit dieser Idee seid ihr hier in Berlin definitiv nicht die einzigen. Spätestens ab 19 Uhr seht ihr, wie bei Lieferheld & Co. nach und nach die Restaurants aus der Liste fallen, weil sie überlastet sind und keine Bestellungen mehr annehmen. Und wenn ihr doch Glück habt, müsst ihr unentspannte zwei Stunden auf euer Essen warten. Vorschlag: Mittags ist viel weniger los, bestellt also einfach da schon, gern zwei Portionen, dann reicht es für Mittag- und Abendessen (und alle Lonely Boys and Girls kommen über den Mindestbestellwert).

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