Ihr könnt aufatmen: Berlin wird bald leiser und grüner

© Felix Kayser

In der Großstadt zu leben, hat schon so seine Vorzüge. Die Freizeitmöglichkeiten scheinen unendlich und wenn man der Berliner Morgenpost glaubt, sind gerade auch jede Menge Jobs frei. Hier erlebt man einfach was! Aber ein Minus gibt es definitiv: der krasse Lärmpegel. Denn in Berlin schaffen bereits die beständig über die Gleise ratternden Bahnen einen Soundteppich, der wirklich unvergleichlich ist. Demnächst soll auf der Vorzügeliste nun auch eine ordentliche Prise mehr Ruhe stehen. Neue Schallschutzwände lassen das zumindest hoffen.

Der Aufbau neuer, isolierender Wände soll zentral in Pankow stattfinden – genauer gesagt im Ortsteil Blankenburg. Das ist natürlich noch ausbaufähig: Bis 2020 will die Deutsche Bahn den Schienenverkehrslärm insgesamt um die Hälfte reduzieren. Das berichtet nun die Berliner Zeitung, die weiterhin ausplaudert, dass auch deutschlandweit andere Güterwagen zum Einsatz kommen sollen, die auch weniger Krach machen würden. Weitere Mittel zur Lärmreduktion befinden sich aktuell im Test. So könnten zukünftig Wände in Miniaturausgabe dafür sorgen, dass die Riesenwände aus Alu bei Wohngebieten wegfallen.

Mehr Ruhe und auch mehr Grünfläche

Wem das nicht reicht, der kann sich auch noch über mehr Grün in der Stadt freuen. Auch an dieser Stelle liegt der Fokus auf Pankow. Die Verkehrsverwaltung will zwei Teilstücke des früheren Mauerweges zu „hochwertigen naturnahen Grünflächen“ umwandeln. Zum einen würde das die 1,1 Kilometer vom Wilhelmsruher Damm und Friedhof Rosenthal betreffen und zum anderen die 1,5 Kilometer von der Kopenhagener Straße bis zur Klemkestraße. Was nach einer logischen und guten Idee klingt, hat aber eigentlich den Hintergrund, dass man so der Umweltzerstörung etwas entgegensetzen wolle, die durch die Verlängerung der A100 in Treptow entstanden ist. Insgesamt ist jedes Areal, das in Berlin durch Grünfläche statt durch Architektur neu geschmückt wird, in jedem Fall begrüßenswert.

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