11 Tipps für einen schönen Samstag im September

© Marit Blossey

Wir können uns nicht beschweren, denn der Sommer 2019 hat uns erneut mit vielen warmen und sogar sehr heißen Tagen verwöhnt. Da ging oft nicht viel mehr, als an einem schattigen Plätzchen einen Eistee zu schlürfen oder im Park auf der Decke vor sich hin zu vegetieren. An Kultur und sportliche Betätigung war nicht zu denken. Das ändert sich jetzt im Spätsommer, weil man sich endlich wieder entspannt bewegen kann, ohne sofort zu schwitzen und natürlich, weil jetzt der Kunstherbst beginnt.

Außerdem haben in der Zwischenzeit neue Restaurants eröffnet, die es jetzt zu entdecken gilt, samstags haben die Geschäfte noch geöffnet, um dringende Wocheneinkäufe zu erledigen und weil es abends wieder kühler wird, kann man sich auch für einen guten Film in den Kinosessel fallen lassen. Wir haben 11 Ideen, was ihr an einem Samstag im September in Berlin tun könnt: Here we go!

1

© Daliah Hoffmann Auf Frühstückskurs im A Never Ever Ending Love Story

Wer gut aussehendes Essen liebt, wird sich in dem kleinen und wirklich feinen Café von Giacomo und Ritchie, die uns auch schon das "What do you fancy love?" gebracht haben, wie auf Wolke Sieben fühlen. Mag auch daran liegen, dass es hier so rosa ist, als würde man durch eine rosa-rote Brille schauen. Wir haben uns direkt in die Pancakes verguckt. Egal ob mit unverschämt leckerer Dulce de Leche und Banane, mit Vanille-Quark und Beeren oder klassisch mit Butter und Ahornsirup. Wer es lieber herzhaft mag, der kann zwischen Guacamole-Stulle, Rührei oder Mexican Bowl wählen.

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© Ai Weiwei, courtesy the artist, Lisson Gallery and neugerriemschneider, Berlin, Foto Marjorie Brunet Plaza Ai Wei Wei bei Neugerriemschneider

Ai Wei Wei wurde nicht glücklich in Deutschland. Darum tauscht er, auf der Suche nach mehr Offenheit, bald Berlin gegen Cambridge. Vorweg zeigt Neugerriemschneider aber noch „Roots“, eine Serie von Skulpturen aus Eisen, die Ai Wei Wei von unterschiedlichen Baumwurzeln gefährdeter Arten in Brasilien gegossen hat. Vor dem Hintergrund der derzeitigen katastrophalen Brände dort, gewinnt das Werk zusätzlich an politischer Kraft.

3

© Marit Blossey Eine Panoramawanderung rund um Bad Belzig machen

Bei einer ausgedehnten Wanderung rund um die Stadt bekommt ihr tolle Aussichten auf die Burg Eisenhardt und den historischen Stadtkern. Wenn ihr auf dem Belziger Marktplatz startet, könnt ihr euch dort erstmal die hübsch restaurierten Gebäude in der Altstadt anschauen. Raus aus der Stadt führt euch der Weg entlang am Belziger Bach und durch den idyllischen Kurpark rund um die Therme. Wer Lust hat, kann sich in der Nähe auch die KZ-Gedenkstätte Roederhof oder die Kunstwerke entlang des Internationalen Kunstwanderweges anschauen. Die gesamte Strecke ist ungefähr 15 Kilometer lang, am besten plant ihr 4 bis 5 Stunden ein.

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Sashimi in einer schwarzen Schale

© Kyle Head | Unsplash Japanische Küche mit lateinamerikanischen Einflüssen bei EST

Puplosalat mit Avocado, Tomate und Soja-Sesamdressing, Sashimi Bowl, Entrecote Steak mit Yuzu Butter, Udon mit Pilzen, Wagyu Tartar oder Veggie Sushi: die Speisekarte im EST liest sich sehr gut und vereint das Beste aus Japan und Südamerika. Im schicken Ambiente könnt ihr in dem Fusion Restaurant lunchen oder zu Abend essen und euch von den Köchen*innen verwöhnen lassen.

5

© Viktor Vasicesk | Unsplash Auf Pilzexkursion gehen und anschließend kochen

Mit dem Pilzesammeln ist es, wie mit dem Wandern: Früher "musste" man es mit den Eltern tun, irgendwann hatte man keinen Bock mehr und jetzt, einige Jahre später, sucht man für jeden Urlaub ein paar coole Wanderrouten raus. Oder geht in den Wald und sammelt Pilze. Weil das aber mitunter übel ausgehen kann, empfehlen wir euch ein Pilzseminar. Das klingt zugegebenermaßen nicht gerade sexy, ist aber ziemlich cool. Treffpunkt sind verschiedene Wälder in der Nähe Berlins, die genauen Termine findet ihr hier, die Gruppengröße beträgt maximal 20 Personen, sodass euch der Experte jede Frage beantworten kann, während ihr jeden einzelnen Fund besprecht und bestimmt. Außerdem verrät er euch, wann und wo es sich lohnt auf Pilzsuche zu gehen. Und so steht dem leckeren Pilz-Menü nichts mehr im Wege.

6

© Kerstin Musl Das neue Lieblingsbuch entdecken bei ocelot,

"Not just another book store" lautet der Untertitel des Buchladens auf der Brunnenstraße und das merkt man: die Auswahl ist groß, aber besonders die Beratung hat es uns angetan, denn die ist so präzise, als würde man langjährige Freunde nach einem Buchtipp fragen. Gemütlich genug zum Hinsetzen, schmökern und Limo trinken ist es noch dazu.

7

© Daliah Hoffmann Joggen durch den Natur-Park Schöneberger Südgelände

In Schöneberg habt ihr gleich die Wahl zwischen drei tollen Parks, die nur so nach einer kleinen oder großen Runde Joggen schreien. Wer's lieber aufgeräumt und modern hat, der läuft am besten durch den Park am Gleisdreieck. Wer ein bisschen mehr Natur und weniger Potsdamer-Platz-Kulisse bevorzugt, dem empfehlen wir den Volkspark Schöneberg. Für die ganz Wilden bietet das Südgelände die perfekte Laufroute. Radfahrer und Hunde dürfen nicht aufs Gelände, dafür aber Graffiti-Künstler und all diejenigen, die mal eine Auszeit brauchen und sich in der dschungelartigen Naturlandschaft verirren wollen.

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© Scott Warman | Unsplash Regionale Lebensmittel einkaufen im Hofladen im Kiez

Der Hofladen im Kiez in Schmargendorf ist ein stylisches Exemplar eines Biomarkts. In den aufgeräumten Regalen von den unverputzten Backsteinwänden liegt regionales und saisonales Obst und Gemüse aus, es gibt eine Frische-Theke sowie eine Käsetheke und ein angeschlossenes Café mit selbst gemachten Kuchen. Neben Lebensmitteln gibt es auch Kosmetikprodukte, Kerzen und mehr.

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© Daliah Hoffmann Kunst und Kaffee im Museumsrestaurant Cu29

Mitte Juli 2019 hat die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel eröffnet. Die Galerie soll als Empfangsgebäude der Insel dienen. Zu dem Bau von Stararchitekt David Chipperfield gehört auch ein Museumsrestaurant, das Cu29. Neben den Café gibt es dort eine große Terrasse direkt an der Spree mit Platz für 80 Gäste. Auf der Karte stehen  deutsche Klassiker wie Königsberger Klopse, Salate, Kaffee und Kuchen.

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© Erik Witsoe | Unsplash Filme im Original sehen in den Hackesche Höfe Kinos

Über dem Chamäleon-Theater findet ihr im Dach eines der bezaubernden Häuser der mittlerweile sehr touristischen Hackeschen Höfe ein kleines Programmkino, das sich den Originalversionen verschrieben hat und neben englischsprachigen Filmen auch Off-Produktionen aus Israel, Kasachstan oder der Mongolei zeigt. Der Wein wird hier noch in Gläsern ausgegeben und die Kinosäle sind immer gerade so groß, dass die Atmosphäre getrost als romantisch beschrieben werden kann. Ein richtiges Juwel.

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© Boaz Arad Trinken, tanzen und Kunst schauen bei Berta

Mit Berta hat Mitte nicht nur eine neue Bar, sondern gleich eine ganze Eventlocation inklusive einer Galerie. Im Haus Nummer 187 auf der Schönhauser Alle findet seit April 2019 regelmäßig Events statt, unteranderem Vernissagen, Aperitivo und mehr. Das "House of Berta" soll ein Ort für Kunst, Kultur und Musik sein. Der Look erinnert ein bisschen an das Berlin der Neunziger. Uns gefallen die Bar und der Innenhof mit den vielen Lichterketten besonders gut – hier kann man die Zeit vergessen und die Nacht zum Tag machen.

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