Dem Moviemento Kino droht das Aus – so könnt ihr helfen

© Jeremy Yap | Unsplash

Das Thema Gentrifizierung und Verdrängung macht auch vor den alteingesessenen Kinosälen der Stadt nicht Halt. Ein Trauerspiel, wenn man uns fragt. Denn was wäre Berlin ohne seine Kinos? Darüber, dass das Kinosterben längst real geworden ist, berichteten wir zum Beispiel schon im April, als noch unklar war, was mit dem Intimes Kino in Friedrichshain geschehen würde. Und jetzt trifft es also das Moviemento am Kottbusser Damm, das zu den ältesten Kinos Deutschlands gehört. Vor allem in der Independent-Filmszene gilt es als eine Institution, immer wieder finden hier auch namhafte Filmfestivals statt, die einen erheblichen kulturellen Beitrag zum Stadtgeschehen leisten. Das queer-feministische Pornfilmfestival konnte sich zum Beispiel immer wieder auf die Unterstützung des Moviemento verlassen.

Die Räumlichkeiten, in denen sich das Traditionskino schon seit 1907 befindet, sollen nun aber verkauft werden. Das Gebäude am Kottbusser Damm gehört aktuell einer Untergesellschaft der Deutsche Wohnen, von denen wir in den vergangenen Monaten schon so einiges gehört haben. Laut des rbb habe man die Pläne des Verkaufs dort bestätigt, aber man stehe einem Kauf durch die derzeitigen Mieter offen gegenüber. Und tatsächlich liegt dem Kinobetreiber des Moviemento, Wulf Sörgel, ein Kaufangebot vor. Für ca. 2 Millionen können die Betreiber das Kino selbst kaufen und weiterführen – eine stattliche Summe, die nicht so einfach zusammenzukratzen ist. Doch der Wille zur Rettung des Kinos ist scheinbar groß. Prominente Freund*innen des Hauses kündigten Hilfe an (und spendeten bereits 400.000 Euro!) und auch aus der Politik kommen Signale, die auf Unterstützung hoffen lassen.

Doch um die "Räume des Kinos der Spekulation zu entziehen und so langfristig das Überleben dieses einzigartigen Ortes zu sichern", setzen die Betreiber nun auf Crowdfunding. Heute startet deshalb bei Startnext eine große Kampagne mit dem Fundingziel von rund 1.6 Millionen Euro, die dringend gebraucht werden, um die Immobilie zu kaufen und so das Überleben des Kinos zu sichern. Wenn auch ihr euch ein Berlin ohne das Moviemento nicht vorstellen könnt und gerade den oder anderen Euro übrig habt, überlegt doch mal, ob ihr dieses wichtige Projekt nicht auch mit einem kleinen Obolus unterstützen wollt.

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