Freiluftkino im Juni: Diese 11 Filme solltet ihr euch unbedingt anschauen

© Zhifei Zhou | Unsplash

Die Temperaturen sind gerade dermaßen nach oben geklettert, dass wir es nur mit Not und Mühe in unseren eigenen vier Wänden aushalten. Grund genug, um vor die Tür und direkt ins Freiluftkino zu gehen. Denn dort lässt es sich mit einem kühlen Getränk, etwas Popcorn und den Besten neben sich am ehesten aushalten. Hier kommen die Top-Filme für den Juni, die ihr dringend im Open-Air-Kino sehen müsst.

1. Freitag, 7. Juni: „Shoplifters“ in der Freilichtbühne Weißensee

Als Osamu Shibata (Lily Franky) und sein Sohn (Jyo Kairi) den kleinen verwahrlosten Yuri (Sasaki Miyu) zum ersten Mal sehen, können sie ihn einfach nicht so sitzen lassen. Die beiden Diebe glauben, er wäre obdachlos und bräuchte dringend Hilfe. Kurzerhand nehmen sie ihn mit zu sich nach Hause, wo er schließlich von der gesamten Familie mit offenen Armen empfangen wird. Doch so problemlos alles begonnen hat, bleibt es leider nicht. Das einfühlsame Drama gewann zurecht die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2018.

Freitag, 7. Juni | 21.45 Uhr | „Shoplifters“ | Freilichtbühne Weißensee | Große Seestraße 8-10, 13086 Berlin

2. Sonntag, 9. Juni: „Astrid“ im Freiluftkino Friedrichshain

Jeder kennt ihre Geschichten, aber wer kennt eigentlich die Lebensgeschichte von Astrid Lindgren? Das Biopic skizziert uns die junge Jahre der Kinderbuchautorin. Es wird thematisiert, wie sie als 18-Jährige für einen waschechten Skandal sorgte, weil sie schwanger, aber unverheiratet war. Wir sehen, wie sie sich dann zu einer selbstbewussten Schriftstellerin entwickelte. Der Film ist eine klassisch erzählte Künstlerinnen-Biografie, die es aber trotzdem schafft, die Schwedin aus einer ganz neuen Perspektive zu präsentieren.

Sonntag, 9. Juni | 21.45 Uhr | „Astrid“ | Freiluftkino Friedrichshain | Landsberger Allee 15, 10249 Berlin

3. Dienstag, 11. Juni: „Can You Ever Forgive Me?“ im Freiluftkino Insel im Cassiopeia

Einst gefragt, mittlerweile ziemlich abgehalftert: Lee Israel (Melissa McCarthy) trinkt immer mehr als das sie schreibt. Als die Biografin kurz vorm Bankrott steht, beschließt sie Briefe von bekannten Persönlichkeiten erst zu fälschen und dann zu verkaufen. Ihr Freund Jack Hock (Richard E. Grant) hilft ihr beim Verticken der Schriftstücke. Was als leichtes Geldmachen beginnt, entpuppt sich bald als extrem risikoreiches Unterfangen. Die wahre Geschichte ist mindestens genauso niederschmetternd wie witzig und smart. Für das Werk gab es 2019 gleich drei Oscar-Nominierungen.

Dienstag, 11. Juni | 21.45 Uhr | „Can You Ever Forgive Me?“ | Freiluftkino Insel im Cassiopeia | Revaler Str. 99, 10245 Berlin

4. Mittwoch, 12. Juni: „A Star Is Born“ im Freiluftkino Rehberge

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Was für eine Romanze! Als Ally (Lady Gaga) auf den berühmten Country-Sänger Jackson Maine (Bradley Cooper) trifft, ist sie noch ganz unbekannt. Doch der Megastar erkennt sofort das Potential, was in der Kellnerin steckt und überredet sie dazu, mit auf der Bühne zu stehen. Nach der ersten schüchternen Performance folgen weitere, Ally wird immer selbstbewusster – bis sie auf Tour mit ihm geht und da sogar eigene Stücke raushaut. Auch privat läuft es immer besser mit den beiden. Aber auch nach dem größten Glück können schlechte Tage kommen – und von diesen gibt es hier so einige. Bradley Cooper hat bei der Neuauflage des Klassikers selbst Regie geführt und mit seiner einnehmenden Inszenierung alle um den Finger gewickelt.

Mittwoch, 12. Juni | 21.30 Uhr | „A Star Is Born“ | Freiluftkino Rehberge | Windhuker Str., 13351 Berlin

5. Freitag, 14. Juni: „Ballon“ im Open Air Kino Spandau

Bloß raus aus der DDR: Peter (Friedrich Mücke), Doris (Karoline Schuch) sowie das Paar Günter (David Kross) und Petra (Alicia von Rittberg) wollen nur noch weg. Also schnappen sie sich ihre Kinder und flüchten mit einem Heißluftballon. Nur leider schafft es dieser nicht bis zu ihrem ersehnten Ziel – sie stürzen ab. Bevor die beiden Familien von der Polizei entdeckt werden, müssen sie fieberhaft an einem neuen Ballon arbeiten. Nach Gag-Knallern wie „Der Schuh des Manitu“ und der „Bullyparade“ hat sich Michael Bully Herbig an eine wahre Nachkriegsgeschichte gewagt. Herausgekommen ist ein Thriller, der auf ganzer Linie überzeugt.

Freitag, 14. Juni | 21.45 Uhr | „Ballon“ | Open Air Kino Spandau | Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin

6. Sonntag, 16. Juni: „Beautiful Boy“ im Freiluftkino Insel im Cassiopeia

Wer etwas Beschwingtes für so Nebenbei sucht, ist hier falsch. Wer eine echt eindringliche Story mit schlimmsten Tiefen aber auch dem besten Soundtrack sucht, der sollte sich das Drama von Felix van Groeningen nicht entgehen lassen. In dem spielt Timothée Chalamet einen Jungen, der immer und immer wieder den Drogen, speziell Crystal Meth, verfällt. Die wahre Begebenheit ist aus der Sicht des Dads (Steve Carell) erzählt, der erst mal komplett hilflos ist. Wie kann er seinem Kind zur Seite stehen? Dieses Drama verurteilt nicht, es folgt dafür aber einem wahnsinnig gut aufspielenden Cast bei dem Versuch irgendwas aus verhunzten Chancen, neuen Wendungen und zu vielen Möglichkeiten zu machen.

Sonntag, 16. Juni | 21.45 Uhr | „Beautiful Boy“ | Freiluftkino Insel im Cassiopeia | Revaler Str. 99, 10245 Berlin

7. Montag, 17. Juni: „Mid 90s“ im Freiluftkino Pompeji

Die Retromanier geht weiter: Jetzt ist auch „The Wolf of Wall Street“-Darsteller Jonah Hill auf den Zug aufgesprungen und hat eine Hommage an die 90er-Jahre und ihre Skaterkultur abgedreht. In seinem Regiedebüt steht der 13-jährige Stevie (Sunny Suljic) im Fokus, der langsam aber sicher durch seine neu gewonnenen Freunde zur eigenen Identität findet. Mit seinen Kumpels geht er Skateboarden, trinkt exzessiv und reißt Mädchen auf. Der Coming-of-Age-Film wird mit feinstem HipHop aus der Zeit von Wu-Tang Clan bis 2Pac unterlegt.

Montag, 17. Juni | 21.45 Uhr | „Mid90s“ | Freiluftkino Pompeji | Laskerstraße 5, 10245 Berlin

8. Sonntag, 23. Juni: „Beale Street“ im Freiluftkino Kreuzberg

Die Liebe könnte so schön sein! Tish (KiKi Layne) und Fonny (Stephan James) waren zunächst engste Freunde, dann ein Paar und nun werden sie Eltern. Anstatt das zu feiern, gibt es aber Tränen, wohin man auch schaut. Denn Fonny kommt mit einem Mal ins Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen eine Haushälterin vergewaltigt zu haben – eigentlich völlig unmöglich, schließlich befand er sich zum Zeitpunkt der Tat am anderen Ende der Stadt. Im Harlem der 70er Jahre ist es jedoch schwer für das mittellose schwarze Pärchen und ihre Familien, seine Unschuld zu beweisen. Mit dem „Moonlight“-Nachfolger setzt Filmemacher Barry Jenkins noch einmal eine Schippe Dramatik drauf.

Sonntag, 23. Juni | 21.45 Uhr | „Beale Street“ | Freiluftkino Kreuzberg | Mariannenpl. 2, 10997 Berlin

9. Dienstag, 25. Juni: „Only Lovers Left Alive“ im Kino Central Open Air

Willkommen in der wundervoll verschwurbelten Welt von Jim Jarmusch! In diesem musiklastigen Film lässt er zwei Vampire (Tilda Swinton und Tom Hiddleston) sich vor Sehnsucht nach einander völlig verzehren. Und gerade, als sie zusammen sind und alles einfach nur schön sein könnte, bringt er eine irre Verwandte (Mia Wasikowska) ins Spiel. Die ist so mordlustig, dass die Flucht aus der sicheren Umgebung ergriffen werden muss. Die skurrile Geschichte offenbart auch einen einmalig-traumhaften Blick auf das leere Detroit bei Nacht.

Dienstag, 25. Juni | 21.45 Uhr | „Only Lovers Left Alive“ | Kino Central Open Air | Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin

10. Donnerstag, 27. Juni: „Free Solo“ im Freiluftkino Hasenheide

No risk, no fun? Der Extremsportler Alex Honnold scheint nach genau diesem Motto zu leben. Er ist nämlich Free-Solo-Kletterer, bewegt sich also ganz ohne Sicherung und Hilfe bis ganz auf die Spitze der Berge dieser Welt empor. Die Doku begleitet ihn, als er 2017 den fast senkrechten Felsen El Capitan, 975 Meter hoch, erklimmen will. Neben seinen Bemühungen inmitten des kalifornischen Yosemite-Nationalparks werden auch Familie, Freunde und ihre Bedenken sowie Ängste aus nächster Nähe beleuchtet. Hier bleibt einem auf jeden Fall der Atem weg!

Donnerstag, 27. Juni | 21.45 Uhr | „Free Solo“ | Freiluftkino Hasenheide | Hasenheide, 10967 Berlin

11. Freitag, 28. Juni: „Aufbruch zum Mond“ im Open Air Kino Spandau

Den unglaublichen Augenblick, in dem Neil Armstrong zusammen mit Edwin „Buzz“ Aldrin auf dem Mond die amerikanische Flagge positionierte, wird wohl jeder vor Augen haben. In Damien Chazelles Film über Armstrong wartet man jedoch vergebens auf diese Szene. Und dennoch ist das Biopic ein sehr starkes. Der „La La Land“-Regisseur hat sich vor allem auf das Familienleben des ersten Mannes auf dem Mond beschäftigt. So sehen wir, wie seine Frau (Claire Foy) und er (gespielt von Ryan Gosling) damit umgehen, als die Tochter an einem Gehirntumor stirbt, und wie sie danach auf eine Veränderung drängen. Diese findet sich dann in dem Umzug nach Houston, wo Armstrong bei der NASA seine Ausbildung vom Testpiloten zum Astronauten beginnt, um sich auf diese Weise auf die Apollo-11-Mission vorzubereiten. Das ist kein lautes Heldenepos, sondern ein Kammerspiel mit jeder Menge Gefühl.

Freitag, 28. Juni | 21.45 Uhr | „Aufbruch zum Mond“ | Open Air Kino Spandau | Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin

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