Ausflug gefällig? Fahrt doch mal mit dem Floß durch Brandenburg

Abenteuer auf dem Wasser haben mich als Kind immer fasziniert. Damals wollte ich unbedingt Piratin werden, verkleidete mich bei jeder Gelegenheit mit Säbel, Augenklappe und Piratenhut und konnte Steuerbord und Backbord im Schlaf unterscheiden. (FYI: Backbord ist die linke Seite eines Schiffs, Steuerbord die rechte. Musste ich gerade aber auch nochmal nachschauen.) Aus diesem Berufswunsch ist bis heute nichts geworden (noch nicht!), aber wenn es darum geht, auf dem Wasser unterwegs zu sein, bin ich trotzdem immer sofort dabei.

© Marit Blossey

Eine Floßfahrt hat zwar mit dem Piratenleben, das ich mir damals erträumt habe, nicht ganz so viel zu tun, dafür fühlt man sich aber direkt in die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn versetzt. Bei den Floßstationen von Huckleberrys in Brandenburg könnt ihr euch Flöße mieten – für einen Nachmittag, den ganzen Tag oder sogar mit Übernachtung – und damit über die Havel schippern. Der perfekte Ausflug für einen heißen Sommertag! Das mussten wir natürlich ausprobieren.

© Marit Blossey
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Gesagt, getan. Wir haben uns dazu entschieden, von der Huckleberrys-Station in Potsdam zu starten, wer ein bisschen mehr Zeit hat und weiter rausfahren will, kann aber auch in Neustrelitz, Zehdenick, Beeskow, Finowtal, Schwielochsee oder Werder ablegen. Es gibt sogar eine Station direkt in Berlin: In Oberschöneweide könnt ihr euch ebenfalls ein Floß ausleihen und damit über die Spree cruisen.

Die Flöße von Huckleberrys sind robust und motorbetrieben, das einzige, was ihr also für eure Tour braucht, ist ein kleines bisschen Selbstvertrauen und die Fähigkeit, einen Motor zu starten (ist gar nicht schwer, klappt aber manchmal trotzdem erst beim dritten Versuch – haben wir gehört). Spaß beiseite: Ihr braucht keinen Bootsführerschein oder Ähnliches, sondern bekommt vor der Übergabe des Floß' eine kurze Einweisung, die euch erklärt, worauf ihr achten müsst – dann kann es losgehen!

© Marit Blossey

Das Fahren mit dem Floß macht super viel Spaß. Das Allerbeste an der ganzen Sache ist aber eigentlich, dass man sich jederzeit eine schöne Stelle zum Ankerwerfen suchen könnt, um ins Wasser zu hüpfen. Wir haben also immer wieder angehalten, um zu schwimmen, und uns dann abgewechselt damit,  dass Floß zu steuern oder uns zum Trocknen auf der Floß-Oberfläche die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Dann wieder schwimmen, dann wieder sonnen, dann wieder schwimmen, bis die Sonne untergeht.

Die Flöße sind für maximal acht Personen ausgelegt und eignen sich somit perfekt für einen Familienausflug oder eine Geburtstagsparty in gemütlicher Runde. Wenn ihr einen Tagescharter gemietet habt, müsst ihr das Floß meist gegen 19 Uhr wieder zurückbringen. Ihr könnt die Flöße von Huckleberrys aber auch für bis zu sieben Tage mieten und darauf übernachten – die Bänke in der kleinen Hütte auf dem Floß lassen sich innerhalb weniger Minuten zu einer Liegefläche umbauen, auf der drei Erwachsene oder zwei Erwachsene und zwei Kinder Platz haben.

Bei Huckleberrys bekommt ihr auch Vorschläge und Tipps für schöne Touren und Orte, an denen man gut anlegen kann. Wenn ihr sehr spontan seid, lohnt es sich auch, auf der Website nach kurzfristigen Angeboten zu schauen: Für Buchungen am selben Tag zahlt ihr manchmal nur 20€ für eine Nachtfahrt mit dem Floß. Außerdem lassen sich zahlreiche Gimmicks dazu buchen, die euer Floßerlebnis noch ein bisschen geiler machen: Zum Beispiel ein Standgrill, Campingkocher, Moskitonetze oder Beleuchtung. Piratenlife hin oder her – das klingt doch irgendwie schöner.

© Marit Blossey

Huckleberrys Floßstationen | Preise: Je nach Zeitpunkt der Buchung, Tagescharter ab ca. 130€ |  Mehr Info

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