Endlich gibt es Ente kross auch vegan: Zu Besuch bei Mom's Creation in Treptow

© Kerstin Musl

Seit die kleine Schwester von Mom's in Friedrichshain im Juni 2018 eröffnete, gab es selten einen Monat, in dem ich mal nicht in dem gemütlichen Restaurant essen war. Deswegen stand es schon lange auf meiner To-Do-Liste, mal dem großen Bruder in Treptow, welcher 2017 eröffnete und neben den vegan/vegetarischen Gerichten auch Sushi am Speiseplan hat, einen Besuch abzustatten.

Betritt man das Mom's in Treptow, fühlt man sich gleich wie auf dem letzten Vietnam-Urlaub. Warmes Holz, gedimmtes Licht und ein für Berliner Verhältnisse äußerst herzlicher Empfang. Vorbei an der großen Sushi-Theke werde ich zu meinem Fensterplatz gebracht. Es ist ein unfassbar großes Restaurant mit zwei zusätzlichen, wunderschönen Séparées, in denen die vietnamesischen Speisen sogar schuhlos und im Schneidersitz sitzend genießen kann.

Zur Einstimmung bekomme ich einen köstlichen vietnamesischen Tee serviert, bevor ich die Qual der Wahl habe und mich für ein Gericht entscheiden muss. Nicht so leicht bei dieser großen Auswahl an Tofu- und Seitan-Gerichten, die jedes vegane Herz höher schlagen lassen. Aber nicht nur Veganer kommen hier her, sondern überwiegend auch Fleischliebhaber, die ihre kross gebackene vegane Ente bestellen und das heiß geliebte Fleisch kein bisschen vermissen. Das verrät mir Yung, der Restaurant-Chef in Treptow, und ich kann das als Fleischesser kopfnickend bestätigen. Die Zutaten in den Gerichten sind frisch und knackig und die Fleischersatzprodukte so gut verarbeitet und gewürzt, dass einfach alle Geschmackssinne angesprochen werden und es einem einfach an nichts fehlt.

© Kerstin Musl
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Da ich schon viele Gerichte, wie den frischen Mangosalat oder die vegane Ente mit Erdnusssauce, vom kleineren Laden in der Proskauer Straße kenne, konzentriere ich mich heute auf die Gerichte, die es nur hier gibt. Und das bedeutet ganz viel frischen Fisch! Als Vorspeise gibt es einen medium gegrillten Thunfisch auf frischem Salat mit Reis- und Teriyaki-Sauce, als Hauptspeise von Yung empfohle Sushis wie die panierten Vulcano Rolls, Sake on Fire Nigiri und die Red Dragon on fire Rolls. Flambierter Lachs, knusprige Panade, feurige Saucen – eine Sushi-Geschmacksexplosion vom Feinsten. Der Fisch kommt frisch aus Norwegen und man kann sogar bei der Zubereitung der Rolls einen Blick über die Theke werfen und dem Meister bei der Arbeit zusehen.

Alle Köche sind ausschliesslich aus Vietnam und sorgen so für die authentisch schmeckenden Gerichte. Auch gibt es jede Woche einen Mittagstisch von 11 bis 16 Uhr, wo Gäste regelmäßig mit neuen Kreationen überrascht werden. Yung verrät mir, dass es ihn immer wieder freut, wenn er die Leute aus der Stadt in das doch eher ruhigere Treptow locken kann und ihnen besonders im Sommer mit dem riesigen Außenbereich etwas Vietnamurlaubsfeeling schenken kann.

© Kerstin Musl
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Unbedingt probieren: die vegane Ente

Veggie: alles ist vegan/vegetarisch bis auf das Sushi

Mit wem gehst du hin: mit Freunden, auch größere Gruppen finden hier Platz

Besonderheit des Ladens: dass man sich sofort im Zen fühlt

Lärmfaktor: durch das viele Holz und die Größe wird viel Lärm verschluckt

Preise: Vorspeisen ab 3,50 Euro, Hauptgerichte ab 7,90 Euro

MOM's Restaurant | Elsenstraße 27, 12435 Berlin | Montag – Freitag: 11–23 Uhr, Samstag und Sonntag: 12–23 Uhr  | Mehr Info

Wir wurden von dem Restaurant eingeladen. Das beeinflusst aber nicht unsere ehrliche Meinung.

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