Beim adidas-Projekt "Can't Stop Her" trainieren zehn Frauen gemeinsam für den BMW Berlin-Marathon

© adidas

Dass Frauen in vielen Momenten immer noch benachteiligt werden, damit erzählen wir hoffentlich niemandem etwas Neues. Sie werden häufig schlechter bezahlt, haben weniger Chancen auf Führungspositionen und selbst, vielleicht aber auch vor allem im Sport, finden Frauen seltener statt. Während bei der Fußball-WM die ganze Stadt im Ausnahmezustand ist, werden die meisten nicht einmal wissen, welchen Platz die Frauen bei der letzten WM belegt haben. Um Barrieren wie beispielsweise die fehlende Sichtbarkeit, Ungleichheit, mangelnder Zugang und negative Stereotypen von Frauen im Sport abzubauen, hat adidas die Initiative "She Breaks Barriers" gestartet. "Wir glauben, dass wir durch Sport die Kraft haben, Leben zu verändern", so Eric Liedtke, Vorstandsmitglied der adidas Gruppe. Denn im Sport werden viele Grundlagen gelegt, die einem nicht nur auf der sportlichen Ebene weiterhelfen: Fairness, Respekt, Selbstvertrauen, Teamgeist, Kampfgeist oder beispielsweise Führungskompetenzen. Aus dieser Überzeugung heraus ist das "Can't Stop Her"-Projekt entstanden. Das Projekt soll den zehn Teilnehmerinnen durch einen holistischen Ansatz dabei helfen, ihre innere Kraft wahrzunehmen und den Glauben an sich selbst zu festigen - nachhaltig. Die Ziellinie des BMW Berlin-Marathon ist dabei nur ein Meilenstein. Das Ziel des Projektes ist es, die innere Überzeugung der Frauen zu etablieren, jede Hürde im Leben meistern zu können, egal was sich einem manchmal in den Weg stellt.

Laufen ist nicht nur eine anerkannte Therapieform bei Depressionen, Trainerin Mari glaubt auch fest daran, dass Sport einem die Kraft geben kann, das Leben zu verändern. Die Frauen, zwischen 19 und 36 Jahren, haben die unterschiedlichsten Geschichten. Pari beispielsweise ist mit ihren Geschwistern nach Berlin geflüchtet, Sport spielte für sie in ihrer Heimat keine Rolle – ihr gibt das Projekt vor allem Selbstvertrauen und den Austausch mit den anderen Frauen, Patricia leidet unter depressiven Phasen und hat das Laufen als ein Stück Therapie für sich entdeckt und Marina ist nicht nur Mutter, sondern auch Restaurantbesitzerin und geplagt von einem sehr stressigen Alltag, indem sich eine Sportroutine nur schwer finden lässt.

© adidas
© adidas

Grenzen überwinden: Sport kann einem die Kraft geben, sein Leben zu verändern

Unterstützt von der Gruppe, den regelmäßigen Mindset-Sessions und dem Halt, den die Frauen einander geben, trainieren sie seit dem 01. Mai an ihrer läuferischen Leistung. Dafür schreibt Mari für jede der zehn Frauen regelmäßig individuelle und umfangreiche Trainingspläne, die jede für sich, aber auch gemeinsam im Team umsetzt. Drei gemeinsame Trainings pro Woche sind dabei Pflicht: Mindset, Krafttraining und Tempo-Training, die hauptsächlich in der adidas Runbase stattfinden. Coach Mari, die selbst regelmäßig die Marathon-Distanz läuft, fühlt sich den Frauen dabei nicht nur durch das Training verbunden, sie ist mentale Stütze, Trainerin und manchmal auch Ersatz-Mama für die Frauen. Weil auch Mari in ihrer bisherigen Laufkarriere einige Rückschläge durch kleinere und größere Verletzungen und anderen Herausforderungen erfahren hat, kann sie sich besonders gut in die Höhen und Tiefen der Mädels hineinversetzen und ihnen die richtigen und motivierenden Worte schenken. Aus Erfahrung weiß Mari auch, wie wichtig es ist, Dinge einfach zu machen. "Früher habe ich mich nie getraut mit anderen gemeinsam Tempo-Training zu machen. Weil ich geschwitzt und unglaublich laut geatmet habe und einfach geglaubt habe, dass ich das nicht kann. Inzwischen trainiere ich mit einer Gruppe und habe festgestellt: Jede*r schwitzt und atmet schwer, wenn er*sie an die Belastungsgrenze geht. Ich war beeindruckt, wie die Mädels sich in ihrem ersten Tempo-Training geschlagen und sich selbst motiviert haben."

Sport prägt wichtige Werte und Einstellungen wie Fairness, Respekt und Selbstvertrauen

© adidas

"Einen Marathon zu schaffen, das ist nicht nur eine Sache des Trainings, sondern auch eine Kopfsache", sagt Mari. Ohne die richtige innere Einstellung und Motivation sei ein Marathonlauf nicht das gleiche. "Du musst genau wissen, weshalb du diesen Marathon schaffen willst. Und da darf das Abhaken auf der Bucketlist, um vor den Freund*innen zu zeigen, wie krass man ist, keine Rolle spielen, sonst gibt einem der Marathon nie dieses einzigartige Gefühl." Mit diesem einzigartigen Gefühl meint Mari nicht nur das sagenumwobene Runner's High, sondern das Gefühl, alles schaffen zu können, gerade für Frauen ein Gefühl, das ihnen in der Gesellschaft nicht immer gegeben wird. Außerdem werden, vor allem beim gemeinsamen Training, wichtige Werte und Einstellungen bei den Sportler*innen geprägt: Selbstvertrauen, Führungskompetenzen, Respekt und Fairness beispielsweise.

Ihr habt auch Lust, zu entdecken, welche Kraft in euch liegt, zu laufen, zu trainieren und euch durch Sport einfach besser zu fühlen? Dann schaut doch mal in der Runbase vorbei, dort könnt ihr nicht nur an den Running-Sessions teilnehmen, sondern auch verschiedene Trainings und Mindset-Sessions besuchen. Es muss ja nicht direkt der nächste Marathon sein, aber vielleicht ja ein halber?

Weiterlesen in Leben
Sags deinen Freunden: