Die A103 soll zurückgebaut werden, damit mehr Platz für Wohnungen entsteht

© Marit Blossey

Berlin platzt aus allen Nähten. Es scheint so wenig freie Fläche zu geben, dass SPD und Grüne in Tempelhof-Schöneberg nun überlegen müssen, welche raumeinnehmenden Bebauungen weniger verschwenderisch herumstehen sollten. Bei ihrem Brainstorming fiel der Blick jetzt auf die A103, das 4,2 Kilometer kurze Stück der Bundesautobahn vom Steglitzer Kreisel zum Sachsendamm. Die Auslastung sei hier ziemlich gering, so die Feststellung. Gerade einmal 30.000 Fahrzeuge kommen hier täglich entlang. Die insgesamt sechs Fahrbahnen sollten also dringend auf vier reduziert werden. Auf diese Weise wäre mehr Platz für den Bau neuer Wohnungen und Gewerbe geschaffen. Obendrein könnten noch Radwege in beide Richtungen mit eingeplant werden.

Der Antrag für den Rückbau der sogenannten Westtangente wird bereits am 15. Mai 2019 bei der Bezirksverordnetenversammlung vorgebracht werden. Eine weitere Idee der Fraktionen: Eine streckenweise Deckelung von Autobahnabschnitten und Gleisanlagen. Darauf könnten dann beispielsweise Grünflächen entstehen. Diese Überlegungen stellen in jedem Fall interessante Impulse für den Städtebau dar. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich der Rückbau der Bundesautobahn 103 nicht als allzu großes Staupotential herauskristallisiert und die Überdeckelungen mit zu hohen Kosten verbunden sind. Was haltet ihr von den Plänen?

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