"Kojo" ist der Döner für die Instagram-Generation

© Kerstin Musl

Jambo ist der neue Star im Schillerkiez. Inspiriert von der traditionellen afrikanischen Küche und dem Versuch, mit der europäischen Küche zu fusionieren, isst man hier seinen "Kojo", eine afrikanische Brottasche, die mit vielen unterschiedlichen und leckeren Füllungen versehen ist. Normalerweise wird die Brottasche in Afrika als Teigrohling nur gegrillt und dementsprechend roh gegessen, bei Jambo wird sie nach Geheimrezept in einer Bäckerei gebacken und erhielt daraufhin den Namen Kojo. Wir sind neugierig geworden und haben Jambo einen Besuch abgestattet.

Dominik, der Gründer von Jambo, kam die Idee mit dem afrikanischen Schnellimbiss schon vor zehn Jahren und nun ist sein Traum seit zwei Monaten wahr. Er möchte aber im Hintergrund bleiben, denn er sieht seinen Laden als Gemeinschaftsprojekt mit seinen drei Mitarbeitern.

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In drei Schritten wählt man aus, was in den Kojo kommen soll. Der erste Schritt ist die Füllung, die gibt es entweder mit Fleisch (Huhn, Lamm, Rind) oder vegetarisch (Kichererbsen oder Bohnen). Dann kommen die selbstgemachten Saucen: Tomaten-Knoblauch-Stew, Erdnusssauce, Aprikose-Senf und Mango-Curry. Die ersten beiden Saucen sind sogar vegan. Danach kann man seinen Kojo mit verschiedenen Extras wie Mais, Avocado, Ziegenkäse, Mangowürfel, Jalapenos upgraden. Dazu gibts allerlei verschiedene Pommes, meine Favoriten sind eindeutig die Kochbananen-Pommes, die hab ich so in dieser Form noch nie gegessen und sie schmecken einfach super lecker.

Der Laden selbst ist ein kleiner, gemütlicher Schnellimbiss, der in bunten Farben eingerichtet ist. Man merkt die Liebe zum Detail und fühlt sich sofort wohl. Wir haben den Hühnchen- und den Kichererbsen-Kojo ausprobiert und haben fast nicht aufessen können. Die Portionen fallen groß aus und man will auch nichts übrig lassen von den leckeren, frischen Zutaten. Wer aber nach dem Hauptgang immer noch nicht genug hat vom leckeren afrikanischen Essen, kann sich mit süßen Bananenbällchen verwöhnen und anschliessend nach Hause rollen.

© Kerstin Musl
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Unbedingt probieren: die Kochbananen-Pommes

Veggie: es gibt zwei Veggie-Kojos und vegane Saucen

Mit wem gehst du hin: mit den besten Freunden

Besonderheit des Ladens: die afrikanische Einrichtung

Lärmfaktor: wenns voll ist, kann es schon mal laut und eng werden in dem kleinen Laden

Preise: Kojos ab 4.80 Euro, Pommes ab 2.30 Euro

Jambo | Selchower Str. 35, 12049 Berlin | Montag – Sonntag: 12–22 Uhr | Mehr Info

Wir wurden von dem Restaurant eingeladen. Das beeinflusst aber nicht unsere ehrliche Meinung.

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