11 tolle Tipps für einen schönen Sonntag im März

Auch wenn uns der Winter in den letzten Tagen nochmal seine ganz besonders kalte Schulter gezeigt hat, ist der März einer der schönsten Monate. Die Tage sind wieder merklich länger, die Sonne lässt sich – selbst wenn es bitterkalt ist – wieder häufiger blicken und es beginnt die Zeit, an der sie die ersten Kälteunempfindlichen im Café wieder zum Draußensitzen und Eisschlecken bringt. Allen, denen der Sonntag der liebste Tag für Ausflüge ist, empfehlen wir diese 11 Dinge.

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© Milena Zwerenz Brunchen mit südostasiatischem Einfluss im YaMe NumNums

Wer dachte, das Frühstücksei könne nicht mehr neu erfunden werden, dem sei gesagt: Doch, das geht. Im YaMe NumNums in der Flughafenstraße in Neukölln treffen Freunde guter Brunchgerichte auf alte Bekannte wie French Toast und Eggs Benedict, allerdings in einem neuen Gewand. So gibt es Banh Xeo, vietnamesiche Crêpe aus Reismehl, gefüllt mit Hackfleisch, Garnelen oder Tofu, Morcheln und Karotten. Und die laotische Wurst zum thailändischen Eieromelette basiert auf einem Familienrezept.

2

© Spreewood Distillers Whisky und leckere Liköre bei Spreewood im Hofgarten genießen

Whisky made in Germany: In der Spreewood Distillerie, die ihre Zelte im Spreewald aufgeschlagen hat, könnt ihr nicht nur leckeren Whisky kaufen, sondern euch auch bei einem Tasting oder einer Führung tiefer in die Geheimnisse des flüssigen Golds einführen lassen. Das Gelände ist vor allem wenn es etwas wärmer ist super, um einen ganzen Tag dort zu verbringen, denn im Café könnt ihr leckeren Fairtrade-Kaffee schlürfen und im Hofgarten mit frisch Gegrilltem den kleinen Hunger stillen. Neben Whisky könnt ihr hier aber auch verschiedene Liköre – unser Favorit ist Omas Apfelkuchen – oder den leckeren Gurkengeist, der mit 40 Prozent zwar ganz schön reinhaut, aber immerhin aus echten Spreewaldgurken hergestellt wurde, probieren.

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Chris M Forsyth, Richard-Wagner-Platz, 2016, Berlinische Galerie © Chris M Forsyth Underground Architecture in der Berlinischen Galerie

Wenn ihr demnächst die U7 Richtung Westen nehmt, empfiehlt es sich dringend, mal den Blick vom Handy abzuwenden. Im Untergrund nämlich könnt ihr denkmalgeschützte Bahnhöfe aus der Nachkriegszeit bestaunen, beispielsweise die Station Spandau oder den Fehrbelliner Platz. Besonders herausragende Beispiele fasst die Ausstellung "Underground Architecture. Berliner U-Bahnhöfe 1953–1994“ zusammen. Sachlich-schlichte Eleganz, knallig bunter Pop und historisierende Kathedralarchitektur mit Hintergrundinformationen unter einem Dach.

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© Borke Berlin Gute Aussichten auf dem Klunkerkranich

Hat man es mit dem wohl langsamsten Aufzug von ganz Berlin bis aufs Parkdeck Numero 6 der Neukölln Arkaden geschafft, freut man sich immer wieder über die eigene kleine Welt aus Gärten und Holz, die hier erschaffen wurde. Neben Konzerten, Partys oder einfach nur zum Kaffeetrinken bietet der zurecht sehr beliebte Klunkerkranich eine wunderschöne Panoramaaussicht über Neukölln und Kreuzberg bis zum Roten Rathaus und bei gutem Wetter noch weiter, während einem die Bienen des Gartens im Ohr summen.

5

University of Ife in Ile-Ife, Nigeria | Architects: Arieh Sharon, Eldar Sharon | Photo: © Arieh Sharon digital archive Bauhaus imaginista im Haus der Kulturen der Welt

Neu im März: Bauhaus imaginista im Haus der Kulturen der Welt. Wenn ihr noch nicht so richtig verstanden habt, was es mit der legendären Designschule eigentlich auf sich hat, sollte ihr ins HKW. Bekanntlich widmet das Haus der Aufbereitung auch komplexer Themen immer besonders viel Zeit und Raum. Die Auseinandersetzung mit dem Bauhaus beginnt hier mit der Fragestellung, wie wir Design und Kulturproduktion heute als soziales Projekt verstehen können. Es geht um das Lernen von Anderen, um Veränderung im Angesicht geopolitischer Tatsachen, um Vermittlung und das interdisziplinäre Zusammenspiel.

  • Haus der Kulturen der Welt
  • John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
  • 15. März bis 10. Juni 2019 | Täglich 11–19 Uhr, Dienstag geschlossen | Eröffnung: Donnerstag, 14. März 2019, 19 Uhr, Eintritt frei
  • 9 Euro, ermäßigt 7 Euro, Montag Eintritt frei
  • Mehr Info
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© Milena Zwerenz Ausflug ins Briesetal

Was passiert eigentlich, wenn man mit der S8 bis zur Endstation fährt? Wir können es euch sagen: In Birkenwerder (das ist schon Brandenburg!) könnt ihr einen wundervollen Spaziergang machen oder zu einer kleinen Radtour starten. Das Briesetal hätte auch Kulisse bei "Herr der Ringe" sein können, ist aber einfach nur ein schönes Fleckchen mit Wald, Sträuchern und Feuchtbiotop. Wenn ihr euch nicht weit von Birkenwerder wegbewegt, solltet ihr es euch nach dem Spaziergang auf der Seeterrasse am Boddensee gemütlich machen. Wer bis nach Zühlsdorf unterwegs ist, kann einen Stop im Alten Forsthaus Wensickendorf einplanen.

7

© Daliah Hoffmann Hausgemachte Mandus, Bowls und Ramyun im Coréen

Mit dem Coréen in Mitte hat Anfang 2019 ein Ableger des Hanok – das koreanische Restaurant am Ku'damm ist eine Berliner Institution – eröffnet. In dem Restaurant mit Blick auf die Torstraße bekommt ihr koreanische Klassiker wie Mandu, Bibimbap, Ramyun und Starters wie Chicken Wings, koreanische Pfannkuchen und Kimchi. Das Coréen ist minimalistisch eingerichtet. Durch die großen Fenster ist es schön hell im Inneren, Lampions und Holz sorgen für ein warmes Ambiente, der grüne Neonschriftzug und der weißgeflieste Tresen für zwei Hingucker.

8

© Daliah Hoffmann Tonkabohne-Sesamkrokant und andere geniale Eissorten bei Rosa Canina schnabulieren

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass wir den Jungs und Mädels von Rosa Canina gänzlich verfallen sind. Egal ob in den Filialen im Prenzlauer Berg oder am permanenten Stand in der Markthalle Neun oder in der kleinen Eisdiele in Mitte, wir können einfach nicht ohne ihr fabelhaftes Eis, bei dem alle Zutaten bio sind und ohne zusätzliche Aromastoffe auskommt. Uns haben es besonders die Sorten Vanille mit Kürbiskernöl, Moscow Mule, Butterkaramell mit Steinsalz und Tonkabohne mit Sesamkrokant angetan.

9

© Wiebke Jann Entspannte Gassirunden um den Lietzensee

Eine entspannte Runde um den See, was gibt es Schöneres? Auch wenn im Park um den Lietzensee die Leinenpflicht herrscht, kann man die Natur in weiten Teilen genießen, ohne zu weit rausfahren zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr sowohl eine kleine als auch eine große Runde drehen könnt und somit für kleine und große, junge und alte Vierbeiner was dabei ist.

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© Shakespeare & Sons Bücher lesen und Bagels essen bei Shakespeare & Sons in Friedrichshain

Shakespeare & Sons hat alles: ein großes Sortiment an englischsprachigen Büchern, schöne Menschen aus aller Welt, leckere Bagels und jede Menge Platz, um am Laptop zu arbeiten, Leute zu beobachten oder zu lesen. Es ist ein bisschen wie in der Uni-Bibliothek, nur dass man hier zwischen den Büchern essen, krümeln und mit dem Nachbarn reden darf.

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© Wiebke Jann Boccia spielen am Paul-Lincke-Ufer

Bei "Boccia" oder auch "Boule" denken die meisten vermutlich sofort an glückliche italienische Großeltern, die in ihrem beschaulichen kleinen Dorf in der Toskana auf dem Marktplatz in der Abendsonne die Kugeln tanzen lassen. Wem Italien aber ein bisschen zu weit weg ist, aber trotzdem nicht auf dieses großartige Spiel verzichten möchte, der kann sich auch in Berlin darin messen, wer die große Kugel näher an die kleine bringen kann. Allseits bekannt ist natürlich der Boccia-Platz am Paul-Lincke-Ufer, der im Sommer zwar überfüllt ist, wo man aber im Frühling noch eine reelle Chance hat, auch zum Wurf zu kommen. Wem das trotzdem zu stressig ist, der kann auch am Oranienplatz, am Mauerpark oder auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße in Charlottenburg ein paar Kugeln werfen.

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