11 tolle Tipps für einen schönen Sonntag im März

Auch wenn uns der Winter in den letzten Tagen nochmal seine ganz besonders kalte Schulter gezeigt hat, ist der März einer der schönsten Monate. Die Tage sind wieder merklich länger, die Sonne lässt sich – selbst wenn es recht kalt ist – wieder häufiger blicken und es beginnt die Zeit, in der sie die ersten Kälteunempfindlichen im Café wieder zum Draußensitzen und Eisschlecken bringt. Wir behalten auf jeden Fall unseren Frühlingsoptimus. Allen, denen der Sonntag der liebste Tag für Ausflüge ist, empfehlen wir diese 11 Dinge.

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© Daliah Hoffmann Avocadotoast und pochierte Eier in der Kaffeebar

In der Kaffeebar bekommt ihr nicht nur wahnsinnig guten Kaffee, den ihr übrigens zum Mitnehmen auch in umweltfreundlichen Pfandbechern bekommt, sondern auch wirklich leckeres Frühstück. Neben verschiedenen Eiergerichten warten hier auch selbstgebackene leckere Kuchen und Teilchen, sowie Avocadostullen und andere Sandwiches auf euch. An die Glutenfeinde unter euch ist aber auch gedacht worden, denn es gibt auch glutenfreies Brot! Außerdem scheint vormittags super schön die Sonne vor dem Laden, sodass man selbst im Winter ein paar der seltenen Sonnenstrahlen dort genießen kann.

2

© Wiebke Jann Boccia spielen am Paul-Lincke-Ufer

Bei "Boccia" oder auch "Boule" denken die meisten vermutlich sofort an glückliche italienische Großeltern, die in ihrem beschaulichen kleinen Dorf in der Toskana auf dem Marktplatz in der Abendsonne die Kugeln tanzen lassen. Wem Italien aber ein bisschen zu weit weg ist, aber trotzdem nicht auf dieses großartige Spiel verzichten möchte, der kann sich auch in Berlin darin messen, wer die große Kugel näher an die kleine bringen kann. Allseits bekannt ist natürlich der Boccia-Platz am Paul-Lincke-Ufer, der im Sommer zwar überfüllt ist, wo man aber im Frühling noch eine reelle Chance hat, auch zum Wurf zu kommen. Wem das trotzdem zu stressig ist, der kann auch am Oranienplatz, am Mauerpark oder auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße in Charlottenburg ein paar Kugeln werfen.

3
Foto aus der Ausstellung "Party on the CAPS" von Meriem Bennani, © Alwin Lay, Courtesy of the artist and C L E A R I N G, New York / Brussels.

© Alwin Lay, Courtesy of the artist and C L E A R I N G, New York / Brussels. Meriem Bennanis Videoinstallation "Party on the CAPS " in Julia Stoschek Collection ansehen

Was wäre, wenn all die Geflüchteten und diejenigen, denen kein Asyl gewehrt wird, sich einfach ihre eigene Welt erschaffen? Dieses Gedankenspiel hat die marokkanische, in New York lebende Künstlerin Meriem Bennani gewagt und in ihrer Achtkanal-Bewegtbild-Installation die "Caps" erschaffen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Teleportation das Reisen, wie wir es kennen, abgelöst hat. Ein grüner Drache führt euch durch die Installation. Meriem Bennanis erste Einzelausstellung in Deutschland widmet sich Themen wie Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Vertreibung, Gleichheit und Rassismus. Stark inspiriert wurde die Künstlerin durch Donald Trumps Einwanderungspolitik, dies wird in den Visuals deutlich.

4

© Wiebke Jann Über den Flohmarkt am Arkonaplatz bummeln

Der Troedelmarkt auf dem Arkonaplatz ist der kleine Bruder vom Flohmarkt im Mauerpark. Auch wenn der Markt längst kein Geheimtipp mehr ist, geht es hier noch sehr viel beschaulicher zu als ein paar hundert Meter weiter nördlich. Allein zwischen den Ständen umher zu schlendern hat den Vorteil, dass du deine Begleitung nicht in der Menge verlieren kannst und dass sich niemand darüber beschwert, wenn du stundenlang in Kisten voller alter Platten herumwühlst.

5

Hassan Sharif, Slippers and Wire, 2017 © Sharjah Art Foundation Hassan Sharif im KW

„Kunst wird wichtig, indem sie uns unsere tatsächliche Umwelt bewusst macht.“ Seinem Credo folgend öffnet Hassan Sharif seine Kunst der Öffentlichkeit – durch die Wahl vermeintlich banaler Materialien, der barrierefreien Zurschaustellung sowie ihrer Perspektive. Während seines Studiums in London erlernte er nicht nur die englische Sprache, er wurde zudem vom Dadaismus und Surrealismus, von Duchamp, John Cage und vom Fluxus inspiriert. Sein Ansatz war für Künstler*innen seiner Generation im arabischen Raum ungewöhnlich. Geleitet wurde er von einer empfundenen Pflicht, seine Stimme zu gesellschaftspolitischen Themen des Emirat Schardscha zu erheben. Dadurch beeinflusste er maßgeblich folgende Generationen.

6

© Milena Zwerenz Einen Ausflug ins Briesetal unternehmen

Was passiert eigentlich, wenn man mit der S8 bis zur Endstation fährt? Wir können es euch sagen: In Birkenwerder (das ist schon Brandenburg!) könnt ihr einen wundervollen Spaziergang machen oder zu einer kleinen Radtour starten. Das Briesetal hätte auch Kulisse bei "Herr der Ringe" sein können, ist aber einfach nur ein schönes Fleckchen mit Wald, Sträuchern und Feuchtbiotop. Ideal auch, um im Herbst Pilze oder verschiedene Kräuter zu sammeln, die hier wachsen. Wenn ihr euch nicht weit von Birkenwerder wegbewegt, solltet ihr es euch nach dem Spaziergang auf der Seeterrasse am Boddensee gemütlich machen. Wer bis nach Zühlsdorf unterwegs ist, kann einen Stop im Alten Forsthaus Wensickendorf einplanen.

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© Daliah Hoffmann Hausgemachte Pasta essen im Mani in Pasta Restaurant

Es gibt viele Gründe, warum wir die Markthalle Neun lieben. Einer davon sind die hausgemachten und leckeren Nudeln der gläsernen Pastamanufaktur Mani in Pasta, die es hier seit 2015 gibt. Im Februar 2020 haben die drei Betreiber Angelo, Gioacchino und Lorenzo nur ein paar Straßen weiter das Mani in Pasta Restaurant eröffnet. Hier bekommt ihr leckere hausgemachte Pasta in den verschiedensten Formen – und manchmal auch Farben – und vieles mehr.

8

© Daliah Hoffmann Schön und lecker: Die vegane Pâtisserie im be sweet

Beim Betreten vom be sweet in der Kollwitzstraße weiß man gar nicht, wo man als erstes hinschauen soll. Nach oben zu dem an der Decke schwebenden Baum oder in die Vitrine mit ihren hübschen Törtchen. Die Pâtisserie von Inhaberin und Konditorin Inés Arau Mussons sind wahre Kunstwerke und zudem auch noch sehr lecker. Die Tartes und Törtchen sind 100 % vegan und werden ohne Weizenmehl zubereitet. Man kann die kleinen Kreationen übrigens auch als größere Kuchen oder Hochzeitstorten bestellen.

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© Kerstin Musl Durch den Fischerkietz und entlang der Dahme flanieren

Einer der kleinsten und – auch wenn es anders aussieht – vielleicht einer der jüngsten Kieze Berlins, ist der Fischerkietz in Köpenick. Der galt bis zum 19. Jahrhundert nämlich als autarkes Fischerdorf. Inzwischen gehört die zauberhafte Gegend mit den kleinen Fischerhütten und gepflasterten Gassen zu Berlin, den eigentümlichen Charme hat sich die Siedlung entlang der Dahme aber bewahrt. Für Hungrige finden sich einige nette Restaurants und Cafés in der Umgebung, wie etwa das Mutter Lustig.

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Im Vordergrund ein Teller mit Udon Carbonara, dahinter ein Teller mit Tuhnfisch-Sushi

© Daliah Hoffmann Asiatische Küche mit westlichen Einflüssen im Little Long

Im Little Long in Kreuzberg treffen zwei Welten aufeinander: die kulinarische Welt Asiens auf Hip Hop Legenden der westlichen Musikwelt. Wer es klassisch mag, kann Sushi und Ramen bestellen. Wer gern mixt und teilt, dem empfehlen wir die Izakaya. Feurig wird's beim Konro Grill (im Sommer) und Shabu Shabu (im Winter). Mittags gibt's ein extra Lunch-Menü. Unser Tipp: Die Udon Carbonara, für alle die es ausgefallen mögen.

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© Wiebke Jann In Bad Freienwalde um den Baa-See spazieren und in der Waldschenke einkehren

Rund um Bad Freienwalde könnt ihr herrliche Spaziergänge durch den dichten Wald – an einigen Punkten sieht man schon fast keinen Himmel mehr – machen. Es gibt zwar verschiedene Wanderrouten, wir empfehlen euch allerdings die blaue, denn die führt zum wunderschön verwunschenen Baa-See, über dem abends tiefe Nebelschwaden hängen und an dessen Ufer sich einer der verrücktesten Orte Brandenburgs befindet: die Waldschenke am Baa-See. Getäfelt von signierten "Wir waren hier"-Holzscheiben, gesäumt von Skiern und allerhand Nippes, könnt ihr euch hier am offenen Feuer wärmen, kühles Bier, frischen Kuchen und hausgemachtes Wildschweingulasch futtern. Außerdem gibt es Wanderschnaps-Runden, gemeinsame Gesangseinlagen und der Wirt erzählt Schauergeschichten über das Gelände. Ein wahnsinnig wunderbar unwirklicher Ort. Und vielleicht der einzige, an dem diese "Wir waren hier"-Holzscheiben Sinn ergeben.

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