11 Tipps für einen schönen Sonntag im September

Vielleicht liegt es an der krassen Trockenheit, aber die Bäume verlieren jetzt schon langsam ihr Laub – Berlin wird golden statt grün. Vor Sauna ähnlichen Erfahrungen in der U-Bahn müssen wir uns auch nicht mehr fürchten und endlich ist es auch nicht mehr peinlich, wenn man mal einfach Bock hat, zu Hause zu bleiben. Wer es auf einen Sonntag aber trotzdem aus dem Haus schafft und Lust hat, mal wieder ein bisschen in der Therme zu entspannen, leckeren Hummus zu schnabulieren oder über den Flohmarkt zu schlendern, für den haben wir hier 11 Tipps, wie man einen schönen Sonntag im September verbringen kann.

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© Daliah Hoffmann Glutenfrei, vegan und Bio: Das Café Nullpunkt in Kreuzberg

Ins Café Nullpunkt stolpert man nicht zufällig, hier kommt man gezielt hin. Das Café mit dem goldenen Tresen, dem hängenden Kamin und dem kleinen Garten inklusive Kompostieranlage, liegt versteckt zwischen TAZ,  jüdischem Museum und ehemaliger Blumengroßmarkt am Anfang der Friedrichstraße. Im Nullpunkt bekommt ihr glutenfreie und vegane Speisen, zubereitet mit Bioprodukten. Morgens gibt's Pancakes, Porridge und Croissants, Mittags Suppen, Eintöpfe und Salate. Wer Gluten vertägt, bekommt Brot von Albatross. Donnerstags finden abends Konzerte, Lesungen und Co. statt und Sonntag wird gebruncht.

2

Max Liebermann, Badende Knaben, 1900 © Stiftung Stadtmuseum Berlin. Foto: Hans-Joachim Bartsch Skandal! Mythos! Moderne! Die Vereinigung der XI in Berlin

1892 schlossen sich elf Berliner Maler, darunter Max Liebermann und Ludwig von Hofmann, zusammen, um Freiheit zu haben, mit dem, was sie produzieren und zeigen. Denn: Impressionismus und Symbolismus waren in der Kaiserzeit äußerst ungern gesehen. So entstand die „Vereinigung der XI“. Die Reaktionen darauf waren sehr gespalten – der Titel dieser Ausstellung fasst sie zusammen – trotzdem legte die Gruppe den Grundstein für die Berliner Moderne, die ab 1899 in der Berliner Secession an Einfluss gewann.

  • Bröhan-Museum
  • Schlossstraße 1a, 14059 Berlin
  • Bis 15.September 
| Dienstag–Sonntag: 10–18 Uhr
  • Eintritt 8 Euro, ermäßigt 5 | Kostenlose öffentliche Führungen (zzgl. Museumseintritt) an jedem Sonntag: 15 Uhr
  • Mehr Info
3

© Mgg Vitchakorn | Unsplash Japanische Sharing Gerichte im JABE

Nach Erfolgskonzepten wie Sons of Mana und Maison Han hat Gastronom Duc Ngoc Duc Nguyen nun das JABE in Mitte eröffnet. In dem dunkel eingerichteten Restaurant bekommt ihr japanische Küche. Auf dem Menü finden sich alte Bekannte wie Udon und Sashimi, aber auch unbekannte japanische Gerichte wie Takoyaki oder Yakiniku. An der Bar gibt's bunte Cocktails, japanisches Bier und mehr.

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© Daliah Hoffmann Auf dem Kranoldplatz Flohmarkt neue und alte Schätze entdecken

Der große (und wirklich schöne) Nowkoelln Flohmarkt hat Konkurrenz bekommen, denn auf dem Kranoldplatz in Neukölln finden seit Juni 2019 alle zwei Wochen ein Flohmarkt statt. Hier könnt ihr nicht nur selbst verkaufen (es geht mit Online-Anmeldung!), sondern auch nach Herzenslust stöbern, was die restlichen Berliner*innen so aussortiert haben. Achso, Food- und Getränkestände gibt es selbstredend auch.

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© Björn Wisnewski Schwitzen und schwimmen: Vom Saunafloss direkt in die Havel hüpfen

Auf der Havel gibt es ein neues Highlight, das unsere winterlich-verkühlten Herzen erobert hat: Das Saunafloß. Das Floß besteht komplett aus Holz und wird sogar mit einem Holzofen beheizt, was sich beim Saunagang positiv auf das Aroma und die angenehme Hitze auswirkt. In der Sauna selbst haben vier Personen Platz, aufs gesamte Floß dürfen acht Personen. Als wäre so ein Saunafloss nicht schon genial genug, kann man von der Sauna durch zwei Fenster aufs Wasser schauen, während das Floß entweder mit Steuermann/-frau vor sich hintuckert oder vor Anker liegt.

  • Saunafloss
  • Havelchaussee 107, 14055 Berlin
  • 210 Euro für 3 Stunden, jede weitere Stunde 70 Euro, Holz zum Nachlegen und Benzin ist im Preis enthalten, Saunahandtücher können für 4 Euro pro Handtuch gemietet werden
  • Mehr Info
6

© Alessandro Schlott Filme gucken im Retro Kino Cosima

Schöne alte Kinos, dessen Retro-Charme erhalten geblieben ist und an dem glücklicherweise wenig verändert wurde – außer vielleicht die Technik – gibt es nur noch selten. Zusammen mit dem 1913 erbauten Bundesplatz Studio gehört das Cosima zu den ältesten Familienbetrieben in Berlin. Die Filme (in der Regel Nachspieler) werden ohne Werbung gezeigt – dafür gibt es aber keinen Kinotag. Ich finde ja, das Cosima hat die schönste Filmanzeigetafel der Stadt. 

7

© Borke Berlin Auf dem Drachenberg picknicken und Drachen steigen lassen

Der Picknick-Spot mit der besten Aussicht! Für den Ausflug auf den Drachenberg solltet ihr nicht allzu viel Gepäck mitnehmen, denn immerhin müsst ihr den Aufstieg meistern – dafür werdet ihr mit einem fantastischen Blick auf Berlin belohnt. Und wenn euch zwischendurch langweilig wird, lasst ihr eben einen Drachen steigen.

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Sympathische Barkeeper und außergewöhnliche Drinks in der Emi Wynehouse Bar

Seit August 2019 hat Sharlie Cheen auf der Torstraße eine kleine Schwester, die heißt Emi Wynehouse und kommt mit einer etwas übersichtlicheren, aber nicht weniger ausgefallenen Karte daher. Der Laden selbst ist relativ klein, angenehm dunkel, an den Wänden könnt ihr tolle Kunstwerke betrachten und hinterm Tresen die schönsten Barkeeper der Stadt. Ihr solltet unbedingt den "I'm in love with the Coco" probieren, der schmeckt wirklich fantastisch! Wir freuen uns jedenfalls schon auf unsere One-Year-Romance mit Emi und wollen noch gar nicht daran denken, dass im Sommer 2020 mit der Pop-up-Bar Schluss sein soll.

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© giao911 | CC BY-NC-ND 2.0 Im gläsernen Stadtbad Mitte untertauchen

Das Stadtbad Mitte "James Simon" lässt nicht nur Schwimmer-, sondern auch Architektenherzen höher schlagen. Die riesige Schwimmhalle ist fast gänzlich verglast, lässt einen so während des Schwimmens problemlos den Himmel beobachten und extrem hell ist es noch dazu. Wer gerne seine Bahnen zieht, darf sich auch freuen, denn für sportlich ambitionierte Schwimmer gibt es abgetrennte Bahnen im 50 Meter langen Becken. Alle anderen können beim Planschen einfach den Glaskörper auf sich wirken lassen.

  • Stadtbad Mitte
  • Gartenstraße 5, 10115
  • Montag – Mittwoch: 06.30–22 Uhr, Donnerstag: 06.30–14 Uhr, Freitag: 12–22 Uhr, Samstag: 14.30–21.30 Uhr, Sonntag: 10–17 Uhr
  • Mehr Info
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© Spreewood Distillers Whisky und leckere Liköre bei Spreewood im Hofgarten genießen

Whisky made in Germany: In der Spreewood Distillerie, die ihre Zelte im Spreewald aufgeschlagen hat, könnt ihr nicht nur leckeren Whisky kaufen, sondern euch auch bei einem Tasting oder einer Führung tiefer in die Geheimnisse des flüssigen Golds einführen lassen. Das Gelände ist vor allem wenn es etwas wärmer ist super, um einen ganzen Tag dort zu verbringen, denn im Café könnt ihr leckeren Fairtrade-Kaffee schlürfen und im Hofgarten mit frisch Gegrilltem den kleinen Hunger stillen. Neben Whisky könnt ihr hier aber auch verschiedene Liköre – unser Favorit ist Omas Apfelkuchen – oder den leckeren Gurkengeist, der mit 40 Prozent zwar ganz schön reinhaut, aber immerhin aus echten Spreewaldgurken hergestellt wurde, probieren.

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© Marit Blossey Handgemachte Dumplings und Bao Buns im han west

Im han west kommen Vegetarier*innen, Veganer*innen und Omnivore gleichermaßen auf ihre Kosten. Sehr zu empfehlen ist es, das ganze im Menü zu bestellen: Dann könnt ihr zwei verschiedene Sorten Dumplings, eines der Baos und eine Beilage (Salat oder selbstgemachte Pommes) kombinieren. Ein Highlight sind definitiv die Saucen, die ebenfalls alle hausgemacht sind. Weil das han west eigentlich mehr ein Imbiss als ein Restaurant ist und es nur wenig Sitzplätze gibt, könnt ihr euch die Dumplings auch easy mitnehmen – in biologisch abbaubaren Verpackungen, klar – und auf dem Tempelhofer Feld futtern.

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