11 Tipps für einen schönen Sonntag im September

Nachdem wir Anfang des Monats schon einmal kurz dachten, dass es an der Zeit sei, den Herbst einzuläuten, feiert der Sommer gerade ein richtiges Comeback. Und ehrlich gesagt freuen wir uns riesig über diese Extrarunde: Noch einmal abends draußen vor unserer Lieblingsbar sitzen, noch einmal (okay, mehrmals) Eis essen, noch ein letztes Mal an den Badesee hüpfen und genießen, dass wir danach nicht frierend, sondern ganz beseelt in nach Hause fahren, während die untergehende Sonne ganz Berlin in goldenes Licht taucht. Das alles geht natürlich am besten sonntags – Freiluftkino, Flohmarktbummel und Galeriebesuche inklusive. Deshalb haben wir hier 11 Tipps, wie ihr einen schönen Sonntag im September verbringen könnt.

1
Bar am Ufer

© Marit Blossey Kaffee oder Longdrinks schlürfen in der Bar am Ufer

Anfang 2020 war Schluss mit lustig in der Griessmuehle: Das Gelände an der Sonnenallee wurde verkauft und der Club musste schließen. Schon vor der Schließung hatten die Betreiber*innen allerdings geplant, am Kiehlufer eine neue Bar zu eröffnen: Und hier ist sie! In der BAU – Bar am Ufer gibt's von früh bis spät Kaffee und Kuchen, kleine Snacks, Bier vom Fass, Wein und Longdrinks, die ihr drinnen in industrieller Atmosphäre oder draußen an den Tischen in der Sonne genießen könnt.

2

C/O Berlin, Harald Hauswald,Alexanderplatz, Mitte, Berlin, 1984. © Harald Hauswald; Ostkreuz; Bundesstiftung Aufarbeitung "Harald Hauswald: Retrospektive" in der C/O Berlin anschauen

Wie sah eigentlich der sozialistische Alltag in der DDR aus? Und wie hat sich das im Ostberliner Stadtraum damals gezeigt? Der Fotograf Harald Hauswald hat diese sehr kontrastreiche Zeit damals fotografisch festgehalten und präzise dokumentiert. Jetzt sind seine einfühlsamen und durchaus humorvollen Schwarz-Weiß-Fotografien, von denen die meisten zwischen 1970 und 1990 entstanden sind, in einer Retrospektive in der C/O Berlin zu sehen. Wenn ihr Lust auf "schrille Punks, Hippies und küssende Pärchen in einem Meer voller Trabbis, kämpferische Fahnen und Demonstrant*innen auf dem Alexanderplatz und Schattengeschöpfe" habt, dann solltet ihr euch den unverfälschten Blick Hauswalds nicht entgehen lassen.

3

© Wiebke Jann Führungen im Spreepark machen

Der Spreepark ist Berlins berühmter verlassener Freizeitpark. Seit 2001 rottet er zwischen den Bäumen des Plänterwaldes vor sich hin: Nur noch ein paar Dinos, eine rostige Achterbahn, ein einsames Piratenschiff und ein paar Überbleibsel der Westernstadt sind übrig geblieben. Der Park wurde anlässlich des zwanzigsten Geburtstages der DDR im Jahr 1969 als “VEB Kulturpark Plänterwald” eröffnet. Mittlerweile gibt es neue Pläne für das Areal: Bis 2026 soll der Park schrittweise wieder eröffnet werden und Besucher*innen mit einer Mischung aus Kunst, Kultur und Natur anlocken. Seit Mitte Juni 2020 werden auch wieder Führungen durch den Spreepark angeboten – Tickets könnt ihr vorab online buchen.

4

© Daliah Hoffmann Auf dem Kranoldplatz Flohmarkt neue und alte Schätze entdecken

Der große (und wirklich schöne) Nowkoelln Flohmarkt hat Konkurrenz bekommen, denn auf dem Kranoldplatz in Neukölln finden seit Juni 2019 alle zwei Wochen ein Flohmarkt statt. Hier könnt ihr nicht nur selbst verkaufen (es geht mit Online-Anmeldung!), sondern auch nach Herzenslust stöbern, was die restlichen Berliner*innen so aussortiert haben. Achso, Food- und Getränkestände gibt es selbstredend auch.

5

© Daliah Hoffmann (Veganes) Spaghettieis und andere Leckereien im Lecko Mio

Die neue Eisdiele Lecko Mio auf der Graefestraße ist ein Traum in Pastell und erinnert etwas an Wes Anderson. Hier, wo früher Anna Durkes ihr Gelato verkauft hat, hat sich Nadja ihren Traum vom eigenen Café erfüllt. In die hausgemachten Waffeln kommen leckere Sorten wie Popcorn, Grüner Apfel, Beerensorbet oder Lakritz. Das Eis stammt aus der Manufaktur ihrer Eltern. Unser Highlight: Das vegane Spaghettieis und der Eisbecher. Die Kreation wechselt wöchentlich. Auch gut und echt lecker: Espresso mit einer Kugel Vanilleeis.

6

© Björn Wisnewski Schwitzen und schwimmen: Vom Saunafloss direkt in die Havel hüpfen

Auf der Havel gibt es ein neues Highlight, das unsere winterlich-verkühlten Herzen erobert hat: Das Saunafloß. Das Floß besteht komplett aus Holz und wird sogar mit einem Holzofen beheizt, was sich beim Saunagang positiv auf das Aroma und die angenehme Hitze auswirkt. In der Sauna selbst haben vier Personen Platz, aufs gesamte Floß dürfen acht Personen. Als wäre so ein Saunafloss nicht schon genial genug, kann man von der Sauna durch zwei Fenster aufs Wasser schauen, während das Floß entweder mit Steuermann/-frau vor sich hintuckert oder vor Anker liegt.

  • Saunafloss
  • Havelchaussee 107, 14055 Berlin
  • 210 Euro für 3 Stunden, jede weitere Stunde 70 Euro, Holz zum Nachlegen und Benzin ist im Preis enthalten, Saunahandtücher können für 4 Euro pro Handtuch gemietet werden
  • Mehr Info
7

© Marit Blossey Ein letztes Mal ins Freiluftkino gehen

In den meisten Freiluftkinos ist die Saison 2020 leider schon beendet. Dabei ist das Wetter noch richtig schön und wenn ihr einen warmen Pulli einpackt, lässt es sich auch in den kommenden Wochen abends noch herrlich draußen sitzen – wie gut, dass das Programm im Freiluftkino Pompeji am Ostkreuz noch bis zum 30. September weiterläuft! Am 20. September könnt ihr euch hier zum Beispiel nochmal die Neuverfilmung von "Berlin Alexanderplatz" anschauen.

8

© Marit Blossey Handgemachte Dumplings und Bao Buns im han west

Im han west kommen Vegetarier*innen, Veganer*innen und Omnivore gleichermaßen auf ihre Kosten. Sehr zu empfehlen ist es, das ganze im Menü zu bestellen: Dann könnt ihr zwei verschiedene Sorten Dumplings, eines der Baos und eine Beilage (Salat oder selbstgemachte Pommes) kombinieren. Ein Highlight sind definitiv die Saucen, die ebenfalls alle hausgemacht sind. Das han west ist zwar eigentlich mehr ein Imbiss als ein Restaurant, aber die Gäste dürfen zum Glück auch nebenan im Brauhaus neulich Platz nehmen und somit im Winter das Essen auch im Warmen genießen. Ihr könnt die Dumplings aber natürlich auch easy mitnehmen – in biologisch abbaubaren Verpackungen, klar – und auf dem Tempelhofer Feld futtern.

9

© Borke Berlin Auf dem Drachenberg picknicken und Drachen steigen lassen

Der Picknick-Spot mit der besten Aussicht! Für den Ausflug auf den Drachenberg solltet ihr nicht allzu viel Gepäck mitnehmen, denn immerhin müsst ihr den Aufstieg meistern – dafür werdet ihr mit einem fantastischen Blick auf Berlin belohnt. Und wenn euch zwischendurch langweilig wird, lasst ihr eben einen Drachen steigen.

10

Stefan Hoffmann | CC BY-NC 2.0 Spazieren gehen und anschließend im Summter See abkühlen

Verborgen im schönen Wald, liegt der Summter See, der sich definitiv für einen kleinen Ausflug lohnt. Wer nicht nur im klaren Wasser planschen und schön einsam am Ufer knutschen will, der kann innerhalb einer Stunde auch den gesamten See umrunden. Nehmt euch noch eine Flasche Vino mit und genießt die schönen Sommertage genau hier.

11

© Daliah Hoffmann Feine israelisch-mediterrane Küche im MontRaw

Im August 2020 ist das Montraw von der Strassburger Straße auf die Torstraße gezogen. Die Küche spielt mit Einflüssen aus israelischen und mediterranen Speisen und der Restaurantleiter Shimon bringt so viel israelische Herzlichkeit mit, dass wir uns ein bisschen fühlen wie in Tel Aviv. Auf dem Menü vom Montraw finden sich gegrillte Aubergine, Seafood Kebab, Blumenkohl und Kadaif. Wenn es wärmer ist, kann man auch gemütlich auf der Terrasse dinieren.

Sags deinen Freunden:

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!