11 Tipps für einen schönen Sonntag im September

Der September ist da, doch das heißt nicht, dass der Sommer schon ganz vorbei ist. Im Gegenteil, auf uns warten durchaus noch warme Tage und nicht allzu kühle Nächte. Das schreit auf jeden Fall danach, noch mal ganz viel Zeit draußen zu verbringen und sich mit Vitamin D aufzuladen. Noch einmal abends draußen vor unserer Lieblingsbar sitzen, noch einmal (okay, mehrmals) Eis essen, noch ein letztes Mal in den Badesee hüpfen und genießen, dass wir danach nicht frierend, sondern ganz beseelt nach Hause fahren können, während die untergehende Sonne ganz Berlin in goldenes Licht taucht. Oder man holt sich mit leckerem Essen den Sommerurlaub kurz zurück. Das alles geht natürlich am besten sonntags – Freiluftkino, Flohmarktbummel und Ausstellungsbesuche inklusive. Deshalb haben wir hier 11 Tipps, wie ihr einen schönen Sonntag im September verbringen könnt.

1
Frühstückstisch im La Maison mit Granola, Mandelcroissant und Tuna Melt Sandwich

© Daliah Hoffmann Französische Pâtisserie schlemmen im La Maison

Auf den Geschmack von dem hübschen und köstlichen Gebäck von La Maison sind wir zum ersten Mal beim Breakfast Market in der Markthalle Neun gekommen. Ein halbes Jahr später, im Mai 2019, hat das Café mit angeschlossener Backstube am Paul-Lincke-Ufer eröffnet. In der Auslage liegen hausgemachte Croissants, Pains au Chocolat, Brioche, Zimtschnecken, Mandelcroissants, Baguettes und mehr. Daneben verschiedene Tartes und Küchlein mit Beeren, Karamell, Schokolade und Nüssen. Tollen Kaffee gibt's immer, außerdem kann man im La Maison auch verdammt gut frühstücken und mit einem Aperol Spritz auf den Feierabend anstoßen. Im Sommer lädt die große Terrasse zum Verweilen und Naschen ein.

2

© Kerstin Musl Schlendern über den Flohmarkt am Boxi

Der denkmalgeschützte Boxi, das Herz des Friedrichshainer Südkiezes. Mit einem Kaffee in der Hand könnt ihr euch hier sonntags durch alte Schätze wühlen. Viele halten den Flohmarkt am Boxhagener Platz für überlaufen. So viele, dass da inzwischen gar nicht mehr so viele Leute sind. Sagen wir mal so: Der Mauerpark ist voller. Wenn secondhand nichts für euch ist oder ihr etwas mehr entspannen wollt, lädt auch die kleine Grünfläche mitten auf dem Platz zum Liegen, Sonnenbaden und Genießen ein.

3
Schaubühne

© Marina Beuerle In der Schaubühne spannende Theaterstücke sehen

Thomas Ostermeiers Schaubühne gehört zu den spannendsten Theatern der Stadt. Allein die Architektur fasziniert: Das ursprünglich als Kino errichtete Haus kann dank modernster Technik in verschieden große Säle aufgeteilt werden, auf den Bühnen brillieren Schauspielstars wie Nina Hoss oder Lars Eidinger. Tagsüber könnt ihr euch nach einem ausgiebigen Spaziergang über den Kurfürstendamm im hauseigenen Café stärken, das euch auch nach den Vorstellungen noch zum Auswerten der Inszenierungen zur Verfügung steht.

4

© Daliah Hoffmann Jüdische Rezepte und ein vertikaler Garten im Beba

Beba heißt das Restaurant im Gropius Bau in Berlin-Mitte. Das Museumscafé ist eine Partnerschaft von Shani Leiderman, Cynthia Barcomi und Infarm, die euch mit überwiegend vegetarischen Gerichten versorgen, die von jüdischen Rezepten inspiriert sind. Zudem gibt es Kuchen und Gebäck von Barcomi's sowie einen vertikalen Garten, wie man sie von Infarm kennt. Hier werden Salate und Kräuter angebaut, geerntet und fürs Kochen verwendet. Wer sich den Gropius Bau anschauen will, sollte auf jeden Fall auch das Beba besuchen und eine Kleinigkeit essen.

5

© Chunks by KoRo Hausgemachtes (veganes) Eis mit Stückchen und Strudel von Chunks by KoRo

Ihr steht auf Eis mit Stücken, Soße und Strudel? Dann seid ihr bei Chunks by KoRo genau richtig. In der Kreuzberger Eisdiele des Berliner Start-ups – ihr kennt vielleicht die leckeren Nussmuse, die getrockneten Früchte oder andere gesunde Snacks – bekommt ihr hausgemachtes Eis mit viel Extra. Mehr als die Hälfte der Sorten sind vegan, darunter Sorten wie "Crema Muy Bueno", "Death by Chocolate" oder "Cinnamon Pecan Bun". Es gibt sogar eine zuckerfreie Sorte, Pretzel Peanut. Ihr könnt vor Ort auch große und kleine Pints für zu Hause kaufen.

6
Floß, Havel, Stößensee, Boot fahren, Berlin, Goldelse

© Berlin Bootsverleih Schwimmen und Grillen: Die "Goldelse" mieten und über die Havel schippern

Mit den liebsten Freund*innen ein paar schöne Stunden auf dem Wasser verbringen, grillen, schwimmen und dem Sonnenuntergang entgegenfahren, wie klingt das für euch? Haben wir neulich gemacht und es war ein ganz fantastischer Ausflug. Dafür haben wir beim allerbesten Skipper Achim vom Berlin Bootsverleih angeheuert, Grill- und Schwimmzeug eingepackt und für ein paar Stunden die "Goldelse" gekapert. Gemeinsam sind wir auf dem Sonnendeck und mit guter Musik an Bord über den Stößensee und danach raus auf die Havel geschippert. Das Loungefloß ist mit viel Liebe zum Detail hergerichtet und lässt für bis zu zwölf Gäste keine Wünsche offen: Gasgrill, Toilette und Umkleide sowie ein überdachtes Deck sind vorhanden. Achim und seine Mitarbeiter*innen haben neben der "Goldelse" übrigens noch mehr Boote im Angebot, die ihr mieten könnt. Ahoi!

7
Jüdisches Museum

© Wiebke Jann Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums besuchen

Seit 2001 steht in Berlin eine der herausragendsten Institutionen über die jüdische Geschichte und Kultur: das Jüdische Museum Berlin. Gebaut wurde es nach den Plänen des Star-Architekten Daniel Libeskind. Auf über 3.500 Quadratmetern könnt ihr euch die Geschichte der Jüd*innen in Deutschland multimedial erarbeiten. "Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland" heißt die seit 2020 laufende Dauerausstellung, in der statt angestaubtem Geschichtsunterricht, neue zeitgemäße Schwerpunkte gesetzt wurden, wie etwa die Geschichte nach 1945 sowie die Kultur und Gemeinden in der heutigen Zeit. Wie ist die Beziehung von Jüd*innen zu ihrer nicht-jüdischen Umwelt? Wie ging man mit der Zäsur des Holocaust um? Was zeichnet die jüdische Gemeinschaft heute aus? Welche Perspektiven hat sie auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene ihrer Zeit?

8

© Tom Hauser Biergarten-Feeling und Hinterhof-Charme: Die Zosse in Rixdorf

Die Zosse in Rixdorf ist nicht nur eine Bar mit hübschem Interieur, in der ihr es euch im Winter am Kamin gemütlich machen und euch hinter den großen, angelaufenen Fenstern verstecken könnt. Hier gibt es auch auch einen wunderschönen Hinterhof, in dem sich ein kleiner Biergarten befindet – perfekt für alle, die nach einer Mischung aus Hinterhofidylle und Biergartenflair suchen und sich dafür auch nicht allzu weit aus dem Neuköllner Dunstkreis heraus bewegen möchten. Und natürlich bekommt ihr hier nicht nur Bier, sondern auch eine große Auswahl an guten Longdrinks.

9

© Marit Blossey Ein letztes Mal ins Freiluftkino gehen

In den meisten Freiluftkinos ist die Saison 2022 leider schon vorbei oder wird in den nächsten Tagen beendet. Dabei ist das Wetter noch richtig schön und wenn ihr einen warmen Pulli einpackt, lässt es sich auch in den kommenden Wochen abends noch herrlich draußen sitzen – wie gut, dass das Programm im Freiluftkino Pompeji am Ostkreuz noch bis zum 28. September weiterläuft! Am 18. September könnt ihr euch hier zum Beispiel den Kinohit "Everything Averywhere All at Once" anschauen.

10

© Svenja Stamme Auf dem Dorotheenstädtischen-Friedrichswerderschen Friedhof spazieren

Was haben Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Karl Friedrich Schinkel, Helene Weigel und Johannes Rau gemeinsam? Sie alle haben auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte ihre letzte Ruhe gefunden. Der Friedhof, den man von der Chausseestraße aus betreten kann – der Eingang befindet sich direkt neben dem Brecht-Haus – ist einer der schönsten Berlins. Neben den Ruhestätten gibt es hier auch künstlerische Bildhauerarbeiten zu bestaunen, unter anderem von Christian Daniel Rauch. Auf dem Friedhof befindet sich außerdem ein Café und eine Kapelle. Diese wurde bis 2015 saniert und anschließend mit einer unkonventionellen Lichtinstallation des amerikanischen Künstlers James Turrell versehen.

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© Wiebke Jann Handgezogene Biang-Biang-Nudeln essen bei Wen Cheng II

Wen Cheng, unser Nudel-Dealer des Vertrauens, hat eine zweite Location eröffnet und wir springen vor Freude im Dreieck. Seit Mitte August 2022 bekommt ihr die unverschämt leckeren handgezogenen Nudeln auf der Schönhauser Allee unweit des U-Bahnhofs Senefelderplatz. Die extrabreiten Biang-Biang-Nudeln kommen mit Chili-Öl und wahlweise mit Beef, Lamm oder vegan mit Tofu und Shiitake daher. Neu auf der Karte sind außerdem die Auberginen-Nudeln, die mit süß-saurer Aubergine auf dem Teller tanzen und etwas spicy sind. Das Besondere an Wen Cheng: Ihr könnt dabei zuschauen, wie eure Nudeln gemacht werden. Auch wenn das Herzstück des Ladens natürlich die Nudeln sind, lohnt es sich, den Szechuan Fried Chicken Bao oder den Gurkensalat zu probieren.

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