11 Tipps für einen schönen Sonntag im Januar 2019

Auch wenn der Winter offiziell erst kurz vor Weihnachten beginnt, ist er uns spätestens nach Silvester schon lästig und alle fiebern dem Frühling entgegen. Die ersten und leider nicht letzten Verspätungen der Bahn haben wir hinter uns, wenn es denn mal schneit, hinterlässt er meist nur schmutzigen Matsch am Straßenrand und der Gedanke daran, dass die klirrende Kälte in Berlin uns noch mindestens zwei Monate durch Mark und Bein geht, macht bei den meisten die Laune auch nicht besser. Statt missmutig zu Hause zu sitzen und auf den langersehnten Frühling zu warten, könnt ihr eure Laune mit diesen 11 Tipps etwas aufheitern.

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Ohne Titel, aus der Serie: Sentimental Journey, 1971 © Nobuyoshi Araki. Courtesy: Museum der Moderne Salzburg Nobuyoshi Araki im C/O Berlin

Ich selbst war noch nicht da, aber Vorurteile werden von Reisenden bestätigt: Tokyo ist eine Stadt undenkbarer Kontraste. Einerseits springt einen dort die Zukunft an.  Zugleich bleiben einige Layer der Stadt, nicht nur wegen sprachlicher Barrieren, verschlossen. Widersprüchlichkeiten sind es, die der Fotograf Nobuyoshi Araki Ende der 60er in Tokyo einfing. Die eingefangenen intimen Momente und anonymen Straßenszenen sind sein Kommentar zur Diversität, aber auch Dysfunktionalität der japanischen Gesellschaft. Das C/O zeigt nie öffentlich gezeigte Serien aus Arakis Frühwerk, neben jüngsten Arbeiten aus den Serien Flower / Doll und Sky / Winds und Polaroid-Collagen. 

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© Andreas Steinhoff Spazieren gehen auf dem Berliner Balkon

Was war noch gleich das Berliner Urstromtal? Wer den Sachunterricht der vierten Klasse nicht mehr vor Augen hat, kann sich von der eiszeitlichen Landschaftsbildung selbst einen Eindruck verschaffen:  An der Grenze von Kaulsdorf zu Mahlsdorf trifft die Barnimhochfläche auf das Berliner Urstromtal, Berliner Balkon heißt diese leicht hügelige Grünanlage, die wunderbar idyllisch ist und sich perfekt für einen Spaziergang eignet.

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© Daliah Hoffmann Brunchen und lunchen im Selig.Berlin

Am oder genauer gesagt auf dem Herrfurthplatz, direkt neben der Kirche, hat im Mai 2017 das Selig neueröffnet. Bei Kirchencafés denke ich an dunkle und weniger gemütliche Läden. Das neue Selig ist genau das Gegenteil: hell, offen, modern und kulinarisch kreativ. Wer hätte gedacht, mitten in Neukölln in einer Kirche ein Urban-Jungle zu finden? Das Selig versteht sich als Brunch- und Lunchcafé, dementsprechend ist auch die Karte gestaltet. Pastrami und Club Sandwich, Pancakes und Frühstücksbowls, Porridge und Käseplatten. Am Wochenende ist es hier besonders voll.

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© Daliah Hoffmann Crossfit machen bei myleo

Den inneren Schweinehund bekämpfen, literweise Schweiß verlieren, über die eigenen Grenzen gehen, alleine oder im Team arbeiten und sich die Tage nach dem Workout an schmerzhaftem Muskelkater erfreuen, das ist Crossfit. myleo ist Berlins erste und auch größte Crossfit-Box. Egal ob Einsteiger oder Profi, die Workouts können auf das jeweilige Niveau angepasst werden. Neben Crossfit gibt es auch Yogakurse und ein Café mit langer Tafel und Blick auf die Halle.

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© Kiezsauna Saunieren in der Kiezsauna in Friedrichshain

Keine Lust auf Spa-Schnickschnack? Dann seid ihr in der Kiezsauna genau richtig. Hier gibt es eine finnische Sauna mit stündlich verschiedenen Aufgüssen, ein Dampfbad und eine Bio-Sauna.

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© Matze Hielscher Laufen im Volkspark Prenzlauer Berg

Der Volkspark Prenzlauer Berg ist einer der am meisten unterbewerteten Parks in Berlin. Meist leer, im Winter toll zum Rodeln, im Sommer perfekt zum Laufen, Biken und Trainieren.

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© Châlet Suisse | facebook Original Schweizer Käsefondue im Châlet Suisse essen

Tief im Grunewald hält sich dieses gemütliche Schweizer Chalet mit seinem alpinen Charme versteckt. Gleich mehrere Kamine sorgen für ein wohliges Gefühl und dazu gibt's köstliche Gerichte mit französischen, schweizerischen und deutschen Einflüssen. Besonders lecker ist das Original Schweizer Käsefondue nach hauseigenem Rezept mit Schweizer Bergkäse, Fendant aus dem Wallis und Kirschlikör aus der Schweiz. Im Winter stehen auf der Terrasse Feuerschalen bereit und es gibt hausgemachten Glühwein oder Eierlikörpunsch. Im Sommer lockt der große Biergarten und der Kinderspielplatz und nach ein paar Stunden hat man total vergessen, dass man sich gerade in einer Großstadt befindet.

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© Unsplash Massage Hawaii-Style im Lomi Lomi Sisters

Seit das Poké-Fieber Berlin erreicht hat, kannst du nur noch von der Insel im Pazifik träumen? Gut, dass es auch hier einen Hauch Hawaii mitten in Berlin gibt! Die beiden Schwestern Julia und Nadja massieren nach traditioneller hawaiianischer Art und absolut synchron. Und was gibt es Schöneres als nach einer entspannenden Massage sich auf die eigene Couch zu kuscheln? Ganz easy, denn die Zwei sind als mobiler Service in der ganzen Stadt unterwegs und bringen alles mit zu dir nach Hhause, was für die Massage benötigt wird. Die Preise verstehen sich inklusive der An-und Abfahrt in Berlin.

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George Segal, Man Installing Pepsi-Sign, Detail, 1973 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / The George and Helen Segal Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Local Histories im Hamburger Bahnhof

Einer vergleichbaren Spur wie "Biografien der Bilder" folgt "Local Histories": die Ausstellung spürt Beziehungen und Bedingungen der Kunstproduktion in der zweiten Jahrhunderthälfte in New York, Düsseldorf, Berlin, L.A. und Köln auf. Wer beeinflusste wen, wer unterstützte wen und was verband eigentlich Bruce Naumann, Donald Judd, Gerhard Richter und Jenny Holzer?

  • Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
  • Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
  • Bis 29. September 2019 | Eröffnung: 14. Dezember 2018, 19–22 Uhr | Dienstag, Mittwoch, Freitag: 10–18 Uhr, Samstag, Sonntag: 11–18 Uhr, Donnerstag: 10–18 Uhr
  • Eintritt 14 Euro, ermäßigt 7 Euro
  • Mehr Info
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© Charlott Tornow Indiependent-Filme schauen im delphi LUX

Das delphi LUX befindet sich im Gebäude des Motel One direkt am Bahnhof Zoo und damit in unmittelbarer Nachbarschft zum C/O Berlin und der Newton-Stiftung, die als Verbund das Foto- und Filmquartier der City West bilden sollen. Das LUX ist zudem das 13. Kino der Yorck Filmgruppe, die in Charlottenburg auch den Delphi Filmpalast, das Cinema Paris und das Kant Kino betreiben. Wie für die Yorck-Gruppe üblich, liegt der Fokus auf deutschen und europäischen Filme sowie amerikanischen Independent-Produktionen.

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© Charlott Tornow In den historischen Becken des Stadtbades Oderberger Straße schwimmen

1902 wurde dieses Prachtexemplar eines Schwimmbades zum ersten Mal eröffnet. 1986 musste es dann schließen und seit 2016 kann man nun endlich wieder in diesem wahnsinnig hübschen Becken, das eigentlich zum Hotel Oderberger Straße gehört, gemütlich seine Bahnen ziehen und saunieren, denn auch Nicht-Hotelgästen ist es erlaubt sich einmal so richtig herrschaftlich zu fühlen. Weil dieses wunderschöne Schwimmbad aber auch als Eventlocation genutzt wird, solltet ihr immer vorher kurz nach den Öffnungszeiten schauen, nicht, dass der Badespaß schon aufhört, bevor er überhaupt begonnen hat.

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