11 Tipps für einen schönen Sonntag im Februar

Mit Karneval und Valentinstag hat der Februar ziemlich viele Events, dafür, dass er so kurz ist. Weil wir aber in Berlin leben und Karneval für viele hier in etwa so interessant ist, wie die Aktienkurse und dem von der Blumenindustrie ins Leben gerufenen Valentinstag in Berlin, der Stadt der Singles, auch nicht allzu viel Bedeutung beigemessen wird, haben wir hier 11 Tipps für euch, wie ihr an einem Februarsonntag trotzdem Spaß haben könnt.

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Installation shot, Helmut Newton Foundation Berlin, 2017 © Gerhard Kassner Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes in der Helmut Newton Stiftung

Er sei den Großteil der Zeit ignoriert worden, sagt Saul Leiter. Das sei ein Privileg, denn so lernte er Dinge zu sehen, die andere nicht gesehen haben. Leiter begann mit Modefotografie, später begründete er als Dokumentar alltäglicher Straßenszenen die New York School of Photography. David Lynch hingegen, der Filmemacher, richtete seine Linse primär auf zerfallende Fabriken und nackte Modells. Mit Mode und leichtbekleideten Frauen wären wir auch schon bei Helmut Newton, der dritte Künstler der prominent besetzen Ausstellung mit dem eingängigen Titel "Nudes".
  • Helmut Newton Stiftung
  • Jebensstrasse 2, 10623 Berlin
  • Eröffnung: 30. November 2018, 20–22 Uhr | Bis 19. Mai | Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag: 11–19 Uhr, Donnerstag: 11–20 Uhr
  • Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
  • Mehr Info
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© Insa Grüning Leckere Kuchen genießen bei Happy Baristas

Wen es am Wochenende nach einem ausgedehnten Spazierganz an der Rummelsbucht oder einem Trödelmarktbesuch auf dem Boxi in die Nähe des Ostkreuz' verschlägt, sollte unbedingt einen kurze Flucht im Happy Baristas Café einplanen. Das wirklich entzückend eingerichtete Café bietet eine große Auswahl an exquisiten Kaffee-Spezialitäten und Kuchen an. Insbesondere Käsekuchen-Liebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten: der Salted Caramel Cheesecake oder der Himbeer-Cheesecake sind ein absoluter Genuss-Tipp. Richtig lecker ist auch der vegane Carrot Cake.

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© Uli Kohl, Wolf Kino Filme schauen und diskutieren im Wolf Kino

Das Wolf Kino in Neukölln ist nicht nur ein Ort, an dem ihr bereits ab mittags tolle Filme schauen könnt. Im angrenzenden Café & Bar lässt es sich auch einfach gemütlich sitzen. Wer hier selbst etwas veranstalten möchte: Die Kinosäle könnt ihr auch mieten, ein weiterer Raum bietet Platz für Videoinstallationen und Workshops.

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© Fabian Fischer Bouldern und Saunieren im Bouldergarten

Der Bouldergarten befindet sich in der ehemaligen Neuköllner Kletterhalle T-Hall. Dieser Garten lässt mit einer Vorstiegswand, einem Kurs- und einem Kinderkletterbereich sowie einem Außenbereich das Herz jedes Boulderers höher schlagen. Ach ja, eine Sauna gibt es hier auch. Für manche steht diese sogar im Mittelpunkt!

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© Wiebke Jann Über den Flohmarkt am Arkonaplatz bummeln

Der Troedelmarkt auf dem Arkonaplatz ist der kleine Bruder vom Flohmarkt im Mauerpark. Auch wenn der Markt längst kein Geheimtipp mehr ist, geht es hier noch sehr viel beschaulicher zu als ein paar hundert Meter weiter nördlich. Allein zwischen den Ständen umher zu schlendern hat den Vorteil, dass du deine Begleitung nicht in der Menge verlieren kannst und dass sich niemand darüber beschwert, wenn du stundenlang in Kisten voller alter Platten herumwühlst.

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© Bröhan-Museum Von Arts and Crafts zum Bauhaus im Bröhan-Museum

Beim Bauhaus nickt jeder wissentlich: Kennen wir irgendwie alle. Das war doch Gropius und Mies van der Rohe. Viel Beton, Stahl und klare Linien. Stimmt. Aber nicht alle Annahmen sind korrekt oder greifen weit genug. Damit möchte die Ausstellung im Bröhan-Museum aufräumen. Es geht um die Vorgeschichte, eine Kontextualisierung im europäischen Kontext, beispielsweise in Relation zum Wiener Jugendstil und der Glasgow School. Anhand hunderter Designs wird hier auch genauer untersucht, warum sich das Bauhaus so schwer tat, eine eigene Position zu finden.

  • Bröhan-Museum
  • Schlossstraße 1a, 14059 Berlin
  • Bis 5. Mai 2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr
  • Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro | Am 
Samstag, 16. Februar, 10–20 Uhr (Aktionstag „Berlin sagt Danke“): kostenloser Eintritt
  • Mehr Info
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© Lamm Bar Gepflegte Trinkkultur und außergewöhnliche Snacks in der Lamm Bar

In der schicken Lamm Bar in Prenzlauer Berg heißen die Drinks Lämmer und Lämmchen, je nach Größe, und tragen Namen wie Jurke, Taco Tuesday oder Snax. Zu futtern gibt es kein klassisches Barfood, sondern "Bayshi", bayrisches Sushi – mit oder ohne Fleisch. Die Wände sind unverputzt, die Sitzbänke und Hocker mit grünem Samt bezogen, an den Wänden hängen Pflanzen und die Bar ist aus Zement. Super schön, gemütlich und lecker.

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© Daliah Hoffmann Vietnamesische Tapas nach Familienrezept bei Mamas Banh in Schöneberg

Angefangen hat alles mit einem Stand in der Markthalle Neun, bei dem Mama Thi Hoa Gerichte aus ihrer Heimat gekocht hat. Heute gibt es zwei Restaurants in Berlin, einen in Prenzlauer Berg und seit Januar 2019 in Schöneberg, das die Söhen betreiben. Ab 12 Uhr bekommt ihr hier authentische Küche aus Vietnam mit Einflüssen aus Laos. Auf der Karte stehen Banh Bao, hausgemachte Tapiokateigtaschen, Reispfannkuchen, Udon, Pho, Reis- und Nudelgerichte und eine große Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen.

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© Kerstin Musl Romantischer Spaziergang am Schlachtensee mit Einkehr in der Fischerhütte

Wer Fan ist von langen Spaziergängen und den Stadttrubel hinter sich lassen will, der ist am Schlachtensee genau richtig. 5,5 Kilometer Uferweg sorgen für viel Ruhe und Raum für tolle Gespräche. Händchenhaltend kann man hier ungestört rumlaufen und wem anschließend der Magen knurrt, für den gibt es in der Fischerhütte klassische Kost. Wer nach dem Essen noch Lust auf eine Verlängerung des Dates hat, dem ist die Einkehr nebenan in die Weinhandlung sehr zu empfehlen. 

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© annca | pixabay Schlittschuhfahren auf der Eisbahn Rübezahl am Müggelsee

Am Müggelsee gibt es gleich zwei Eislaufbahnen. Neben dem Eisstrand in Friedrichshagen könnt ihr auch der Rübezahl am Müggelsee im Ortsteil Köpenick einen Besuch abstatten. Die Bahn ist überdacht (also bei jedem Wetter geeignet) und außerdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Restaurant, ein Café sowie ein schöner Ausblick sorgen für die gewisse Portion Urlaubsfeeling – wenn auch nur für ein paar Stunden.

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© Berliner Bäder Betriebe Schwimmen, saunieren und sonnenbaden im Stadtbad Spandau

Wer in Spandau schwimmen will wie vor hundert Jahren, der sollte einen Abstecher ins Stadtbad Spandau machen. Nicht ganz so prunkvoll wie das Stadtbad Neukölln oder Charlottenburg, hat das Bad durch seine hohen Rundbögen dennoch einen ganz eigenen Charme. Wer im Sommer eine Portion "Sonne" braucht, der kann sogar das angeschlossene Solarium nutzen.

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