11 coole Unternehmen, die aus Plastik neue Produkte herstellen

© Wayks

Plastik ist der Fluch unserer Zeit. Gefühlt alles ist in dem Kunststoff verpackt. Egal ob Lebensmittel, Elektrogeräte, Drogerieartikel, Kleidung. Plastik macht vor nichts Halt. Unsere Welt hat ein Plastikproblem. Dazu kommen Artikel aus Plastik: Einweggeschirr, Besteck, Strohhalme, Wattestäbchen und Luftballonhalterungen. Jedes Jahr landen circa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Obwohl wir gern sagen, dass Wasser Leben ist, ist das Meer mittlerweile der dreckigste Ort der Welt. Mittlerweile haben viele Unternehmen das Problem erkannt und nutzen altes Plastik, um es zu recyceln und neue Produkte herzustellen. Wir stellen euch deshalb hier 11 coole, nachhaltige Projekte vor, die Produkte aus altem Plastik herstellen, und jeden Haushalt und Kleiderschrank bereichern. Wenn ihr das nächste Mal auf der Suche nach etwas Neuem seid, dann greift doch einfach auf das "Alte" zurück.

1. Pentatonic: Designmöbel aus Müll

Das Berliner Unternehmen Pentatonic stellt Möbel aus den Dingen her, die wir im Alltag wegschmeißen: Mobiltelefone, Plastikflaschen, Einwegbecher. Vor allem aber alles, was im gelben Sack landet. Daraus entstehen extrem stylische Möbel wie Stühle, Tische oder auch Gläser. Jedes Möbelstück bekommt dabei eine Seriennummer, damit lassen sich die verbauten Materialien zurückverfolgen: Aluminium aus den Niederlanden, PET aus Frankreich, eine Sneaker-Sohle, Mikrowellen-Verpackungen und so weiter. Der Clou: Die Möbel lassen sich sogar untereinander kombinieren: So wird aus einem Stuhlbein ein Tischgestell.

2. Wayks One: Rucksack aus Plastik

© Wayks

Die Rucksäcke des Berliner Unternehmen WAYKS sind vielleicht die großartigsten Reisebegleiter, die ihr je haben werdet. Nicht nur bestehen die Rucksäcke aus recyceltem Plastik und sind wasserabweisend, sie sind sogar 3 in 1: Durch ein modulares System kann man sie zu seinem Reise-Backpack, einem kleineren Tagesrucksack oder einer Kamera- beziehungsweise Kulturtasche umfunktionieren. Absolutes Must-have!

3. Clean Waves: Sonnenbrillen aus recyceltem Plastik

Clean Waves ist ein Projekt von Parley for the Oceans und Corona. Die Sonnenbrillen stammen aus Plastik, das im Meer schwimmt; mit dem Kauf einer Sonnenbrillen helft ihr so nicht nur bei der Säuberung der Meere, sondern auch noch beim Schutz kleiner Inseln. Derzeit könnt ihr euch auf die Warteliste für eine der schicken Sonnenbrillen setzen. Die erste Kollektion launcht dann auf Net-A-Porter.

4. Blue Maou: Bade- und Sportmode aus alten Fischereinetzen

Hinter Blue Maou steht die Sportmedizinerin Stefanie Krysta, die ihre Badeanzüge, Bikinis und Yoga-Kleidung in Handarbeit herstellt, die aus 100% recycelten Fasern bestehen, deren Herstellung deutlich weniger Wasser und Energie als herkömmliche Fasern verbrauchen. Alle Materialien sind Öko-Tex zertifiziert und werden ausschließlich in Europa hergestellt.

5. mimycri: Taschen aus alten Schlauchbooten

© Charlott Tornow

In Handarbeit produzieren Vera Günther und Nora Azzaoui mit der Hilfe von Geflüchteten in Berlin Rucksäcke, Bauchtauschen und Shopper aus alten Schlauchbooten, die jede für sich eine eigene Geschichte erzählt. Auf eine einzigartige Weise verknüpft mimycri so Design, Upcycling und Schneiderhandwerk mit Umweltschutz und Integration.

6. Lockengelöt: Skateboards aus alten Eierbechern

© Lockengelöt

So einfach wie genial. Das Hamburger Unternehmen Lockengelöt gibt alten Skateboards ein neues Leben in Form von Eierbechern. In 39 Skateshops und Hallen in Deutschland können zerfahrene Bretter abgeben werden, die das Team dann in der eigenen Werkstatt weiterverarbeitet. Für jedes fünfte Brett lässt Lockengelöt mit iplantatree.org noch einen Baum pflanzen.

7. Share: recycelte Wasserflaschen

© Viktor Strasse

Beim Berliner Unternehmen share ist der Name Programm: Wann immer ein Kunde eins der share-Produkte erwirbt, erhält eine Person irgendwo auf dem Globus etwas dafür: Beim Kauf des Nussriegels wird eine Mahlzeit finanziert, beim Kauf eines Wassers die Versorgung eines Menschen mit sauberem Trinkwasser garantiert und beim Kauf der Seife werden die hygienischen Bedingungen in Drittweltländern verbessert. Dazu kommt, dass seit 2018 die Wasserflaschen zu 100% aus recyceltem Plastik bestehen! Die Produkte erhaltet ihr bei REWE und dm.

8. Sandhelden: Bad-Objekte aus Sand und Plastik aus dem 3D-Drucker

Wer noch nach dem passenden Design fürs Bad sucht, sollte mal beim deutschen Unternehmen Sandhelden vorbeischauen. Das Team stellt aus Sand und Plastik stylische  Waschbecken und Badewannen her, die aus dem 3D-Drucker kommen und nach Kundenwünschen gefertigt werden. Sand besitzt besonders thermische Eigenschaften. Für die Zukunft ist aber auch die Nutzung von Kohlenstoff und recyceltem Kunststoff für die Produktion geplant.

9. Explicit: Schuhe aus aufbereiteten Gummiresten

Das niederländische Unternehmen Gum-Tec hat eine Menge Zeit auf den Straßen Amsterdams verbracht. Die Sohle ihres Gumshoe besteht nämlich aus alten Kaugummis, ein Material, das, wie wir alle wissen, nicht kompostierbar ist und da kleben bleibt, wo es hinfällt. "Wir haben festgestellt, dass Kaugummis aus einem synthetischen Gummi besteht, aus dem man eine neue Art Gummi herstellen kann", sagt Geschäftsführerin Anna Bullus. In Zusammenarbeit mit der Marke Explicit Wear entstand so der Gumshoe, den ihr im Shop von Explicit kaufen könnt.

10. Ecoalf: Mode aus Plastik, Fangnetzen, Reifen und Kaffee

Flip Flops aus alten PKW-Reifen, Jacken aus Kaffeesatz und Plastikflaschen, Taschen aus alten Fischernetzen. Bei der spanischen Marke Ecoalf kommt alles in die Kleidung, was so in den Meeren schwimmt. Deshalb wurde gerade auch eine komplette Schuhkollektion aus "Ocean Waste" gelauncht. Die Kleidung ist schlicht und elegant und kann entweder online oder im Berliner Store in der Alten Schönhauser Straße 5–5a gekauft werden.

11. Patagonia: Winterjacken aus recyceltem Polyester

Schon seit Anfang der 90er Jahre nutzt die Outdoor-Marke Patagonia recycelte Wasserflaschen zur Herstellung ihrer Jacken, Westen, Hoodies, Pullover und Rucksäcke. Mittlerweile wird zur Herstellung auch recyceltes Nylon, Baumwolle und Daunenfedern genutzt und selbst alte Patagonia-Kleidung wird verwertet. Die Recycling-Kollektion könnt ihr hier shoppen.

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