An diesen Orten in der Nähe von Berlin, könnt ihr euren Weihnachtsbaum selbst fällen

Berlin würde man jetzt nicht unbedingt als Winter Wonderland bezeichnen. Trotzdem macht sich auch hier langsam Weihnachtsstimmung breit. Die Glühweintasse liegt so gut in der Hand wie eh und je, irgendjemand will wichteln. Allen, die über die Feiertage nicht in einen anderen Teil Deutschlands oder gar der Welt reisen, dürfte außerdem schon aufgefallen sein, dass die Weihnachtsbaumverkäufer wieder in ihren durch Plastikplanen-Banner abgegrenzten Arealen stehen und die besten Tannen anbieten.

Was viele allerdings nicht wissen: Wer nicht irgendeinen Baum kaufen will, kann sich im Berliner Umland seinen Weihnachtsbaum selbst aussuchen und fällen.

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© Annie Spratt | Unsplash Märchenwald von Bauer Nietsch

Im Märchenwald von Bauer Nietsch könnt ihr unter anderem Blaufichten, Normanntannen und Küstentannen (ohne Pflanzenschutzmittel aufgezogen) fällen. Bestenfalls bringt ihr Handschuhe, Zollstock und eine Handsäge mit, eine Säge kann notfalls auch ausgeliehen werden. Ist der Baum eingesackt, hält der idyllische Wald ein Lagerfeuer, Glühwein, hausgemachten Apfelpunsch und Suppe bereit. Hier könnt ihr außerdem noch ein paar Leckereien kaufen, wie Marmeladen, Gelees oder hausgemachten Apfelsaft.

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© Szabo Viktor | Unsplash Weihnachtsbaumplantage Werderaner Tannenhof

Der Werderaner Tannenhof versucht so umweltschonend wie möglich zu produzieren. Wer hier seinen Baum schlagen möchte und nicht selbst das richtige Werkzeug dabei hat, kann sich Säge und Transportkarren ausleihen. Passenden Baumschmuck gibt es im Hofladen zu kaufen und ein kleiner Imbiss und Glühwein am Lagerfeuer runden den Ausflug ab.

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© Unsplash | Joanna Kosinska Weihnachtsbaumwald Mellensee

Im Weihnachtsbaumwald Mellensee wachsen tausende Weihnachtsbäume, von duftenden Blaufichten, Douglasien bis zu Nordmanntannen. Der Wald wurde speziell zur naturnahen Aufzucht von Weihnachtsbäumen konzipiert und angelegt. Werkzeug gibt es vor Ort, Stärkung auch: Am Wochenende bietet ein Imbiss Bratwürstchen an, manchmal auch Kesselgulasch oder Nackensteak.

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© Pexels auf Pixabay Gärtnerei G. Schubert

Die Familiengärtnerei Schubert verkauft seit 1990 fröhliche Pflanzen. Zur Weihnachtszeit könnt ihr hier zum Bäumeschneiden vorbeikommen. An den Adventswochenenden wartet der Betrieb mit weihnachtlicher Bewirtung und Knüppelkuchen am Lagerfeuer auf. Bei Schnee gibt es eine Rodelbahn. Hui!

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© Tj Holowaychuk | Unsplash Krämerwaldhof Köhler in Oberkrämer

Auf dem Krämerwaldhof warten serbische Fichten, Blaufichten und Nordmanntannen auf ihren Weihnachtseinsatz. Fleißige Holzfäller können sich nach der Arbeit am Lagerfeuer mit Glühwein und Snacks vom Holzkohlegrill versorgen. An den Wochenenden gibt es außerdem traditionelles Stockbrotbacken.

Noch mehr Weihnachtsbaumaktionen des Landesbetriebes Forst Brandenburg findet ihr hier, eine Übersicht regionaler Christbaumanbieter hält ProPlanta bereit.

Kleiner Hinweis im Namen der Umwelt: Auch, wenn für die Weihnachtstannen kein extra Wald abgeholzt werden muss, wird oft nicht ökologisch angebaut. Laut der Naturschutzorganisation Robin Wood wachsen vermutlich weniger als ein Prozent der Tannen, ohne dass Pestizide, Mineraldünger und Wachstumsregulatoren genutzt werden. Am besten schaut ihr auf den Seiten der Anbieter nochmal genau hin, ob sie entsprechende Siegel (Bio, Naturland, Bioland, FSC o.Ä.) tragen. Auch bei der Baumwahl solltet ihr euch lieber an die heimischen Arten wie Fichte, Kiefer oder Tanne halten. Die Nordmanntanne wächst ursprünglich gar nicht bei uns.

Eine Liste mit Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldwirtschaft und aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen findet ihr hier.

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