Über Abschiede: Mit einem lachenden und einem zuckenden Auge

© Moonrise Kingdom

Tschüß, Tschau, Servus, Adieu, Ciao, Bussi Baba, auf Wiedersehen: Meine Zeit als Praktikantin bei Mit Vergnügen ist ab heute offiziell zu Ende und ich werfe zum letzten Mal eine fulminante Leseliste zusammen. Passenderweise natürlich zum Thema Abschied.

Zugegeben, ich selbst bin sehr schlecht in Abschieden. Die einzige Strategie, mit der ich überhaupt damit klarkomme: Einfach so tun, als würde morgen alles genauso weitergehen wie bisher – Abschiedsverleugnung ist mein bester Freund. Sobald ich außer Sichtweite bin, breche ich natürlich in Tränen aus. Alles in allem kein sehr souveränes Konzept. Es gibt aber noch viele andere Arten des Abschieds und Abschiednehmens; laute und leise, sachliche und berührende. Meine fünf liebsten Abschiede und Abschiedsarten sind diese hier:

ZEIT Magazin: Tschüß auf Polnisch

© Ole Häntzschel

Einen polnischen Abgang machen, also ohne Verabschiedung einfach blitzschnell zu gehen, ist eine super Sache. Aber es gibt je nach Land einen entscheidenen Unterschied dabei – welchen, erklären Matthias Stolz und Ole Häntzschel hier inklusive Grafik.

Berliner Zeitung: Tschüß Stadtluft!

© Pexels

Als Dorfkind liegt der Gedanke gar nicht so fern, irgendwann dem Großstadtgelärme den Rücken zu kehren und wieder auf dem Land im Dreck zu wühlen (und sich heimlich zu ärgern, dass der Supermarkt um 18 Uhr schließt). Tatsächlich ziehen immer mehr Berliner raus aufs Land nach Brandenburg. Alexander und Julia aus Neukölln machen vor.

Edition F: Tschüß Generation Praktikum?

© deathtothestockphoto.com

Mit dem geplanten Mindestlohn für Praktikanten kommt das Konzept der "Generation Praktikum" ins Wanken: Was würde sich für Unternehmen und potenzielle Praktikanten ändern? Woher nehmen wir unsere ersten Berufserfahrungen, wenn sich viele Unternehmen plötzlich keine Praktikanten mehr leisten können? Teresa Bücker denkt laut darüber nach.

Purple Clover: Tschüß, Mama und Papa!

© Angelo Merendino

Der Fotograf Angelo Merendino hat in seiner Fotoserie "Goodbye at the Door" jedes Mal seine Eltern fotografiert, als er nach einem Besuch zu Hause wieder abfuhr und sie ihn verabschiedeten. Die entstandenen Bilder sind so rührend, warm und authentisch, dass...ach. Schnüff. Abschiede sind eben jedes Mal auch traurig – selbst, wenn man wiederkommt.

YouTube: Tschüß, Tommy!

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Der erste und einzige TV-Abschied, der mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist. Als Kind wollte ich unbedingt irgendwann bei Thomas Gottschalk auf der Couch sitzen und Gummibärchen essen. Hier findet Tommy wie so oft die nicht unbedingt besten, aber dafür besonders ehrlichen Worte, mit denen auch ich mich verabschieden würde, wenn ich so viele Brokat-Sakkos im Schrank hätte wie er: "Ich habe mich, wie eigentlich immer in meinem Leben, auch auf diesen Moment nicht richtig vorbereitet. Ich wusste, er würde kommen und ich weiß, dass ich damit umgehen kann." In diesem Sinne: Ich hole jetzt meine Schnuffeldecke.

Vorhang zu.

(Leises Schluchzen aus dem Off.)

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