21 ziemlich gute Tipps für den Winter in Berlin 2020

Nachdem wir einen unfassbar schönen Sommer hatten, hat sich der Herbst in diesem Jahr nicht allzu lange blicken lassen und uns schnell gezeigt: Winter is coming. Denn auch wenn erst im Dezember offizieller Winteranfang ist, hat er Kleidungs- und Temperaturtechnisch schon vor Wochen in Berlin angefangen. Zum Glück hat Berlin aber auch für die Winterrobe die perfekten Ausgehmöglichkeiten. Wo ihr am besten scharfe Nudeln schlürfen, im Kino kuscheln oder heimlich beim Wellnessen knutschen könnt, verraten wir euch hier.

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© Daliah Hoffmann Frühstücken und Kaffee trinken bei Annelies in Kreuzberg

Den fluffigen Pancakes im Distrikt Coffee in Mitte weinen wir immer noch hinterher, dabei ist das sonstige Frühstück auch verdammt lecker. Jetzt gibt es aber wieder Grund zur Freude: Das Schwestercafé Annelies hat direkt am Görlitzer Park eröffnet. Hier gibt es Frühstück, Lunch, Kaffee und Wein für einen Aperitivo in der Abendsonne. Auf der Karte finden sich fluffige Pancakes, Granola mit roter Beete und Blaubeeren und herzhafte Optionen – alles regional und saisonal.

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© Bara Cross | Pexels Spannende Ausstellungen in der Galerie im Turm besuchen

Im Nordturm der beeindruckenden Architektur am Frankfurter Tor befindet sich die Galerie im Turm, die schon seit 1965 als Ausstellungsraum besteht. Gegründet wurde sie vom Verband Bildender Künstler (VBKD) in der DDR, heute fungiert sie als kommunale Galerie des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Ihr könnt euch hier regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst anschauen, die meistens von in Berlin lebenden Künstler*innen stammt. Seit ein paar Jahren legen die Kurator*innen vor allem Wert darauf, sich mit Themen zu beschäftigen, die die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt untersuchen. Queerness, Feminismus oder Spiritualität, um nur ein paar Schlagworte zu nennen, kehren immer wieder in den Fokus der Galeriearbeit zurück.

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© Nora Tabel Durch den Düppeler Forst stapfen

Der Südwesten Berlins bietet mit dem Düppeler Forst gleich 1.300 Hektar Naherholungsgebiet, welches mit einem 4-Seen-Wanderweg vom Griebnitz-Kanal über Stölpchensee und Griebnitzsee hin zum Wannsee einlädt. Innerhalb des Forstes versteckt sich die Pfaueninsel als Kleinod. Zudem findet ihr hier den Schäferberg, Berlins zweitgrößte Erhebung nach den Müggelbergen. Insbesondere Vogelliebhaber kommen in dem Wald voll auf ihre Kosten.

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Refik Anadol Latent Being, LAS, Kraftwerk Berlin 2019 © Refik Anadol Studio, Photography Camille Blake Refik Anadol bei LAS Foundation

Wenn Maschinen denken können, ist es doch nicht abwegig, dass sie irgendwann auch träumen. Das ist der Ansatz des türkischen Künstlers Refik Anadol, der mit komplexen Tools und viel big data in Form von circa neun Millionen Bilder- und Sound-Dateien unbekannter Produzent*innen einen Algorithmus fütterte. Das Material wird von der Maschine zu einer interaktiven und  immersiven Installation verarbeitet, die das Bewusstsein einer Stadt – konkret: Berlin – abbildet. Initiator der Installation ist übrigens die LAS Foundation, die erstmals mit einer Ausstellung in Berlin auftritt.

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© Wiebke Jann Scharfe hausgemachte Nudeln bei Chungking Noodles

Es hat sich sicher schon rumgesprochen. Fans der beliebten chinesischen und vor allem scharfen Nudeln von Ash müssen nicht mehr aufs nächste Pop-up warten, um in den Genuss zu kommen. Wer mag, kann jetzt so viel er oder sie will in Kreuzberg Nudeln schlürfen. Zumindest mittwochs bis samstags. Hier wird mit viel Leidenschaft gearbeitet und so sind die Nudeln, wie aber auch natürlich alles andere hausgemacht. Die Karte ist überschaubar klein und dennoch ist für jeden was dabei. Wir hörten das Mittwoch-Special “Chicken Gizzards” sollte man sich nicht entgehen lassen. Wem das zu speziell ist, der kann ansonsten zwischen drei weiteren Varianten wählen. Besonders die neue vegane Version hat es uns angetan. Wer dann doch überraschenderweise mit der Schärfe zu kämpfen hat, löscht das Chilifeuer am besten mit einem Glas des ebenfalls hausgemachten Milchtees.

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© Christin Hume | Unsplash Bei Stadtlichter durch Bücher stöbern und ehrliche Leseempfehlungen bekommen

Jährlich gibt es rund 80.000 Neuerscheinungen. Da noch durchzublicken und lesenswerte Bücher rauszufiltern ist fast unmöglich. Zumindest für die meisten von uns. Zum Glück gibt es da aber noch Menschen wie Julie und Philipp, die haben nämlich 2010 die Buchhandlung Stadtlichter eröffnet, in der man nicht von der Flut an Neuerscheinungen erschlagen wird, sondern sich eher fühlt wie vor dem Bücherregal einer*s Freund*in. Von spannenden Neuerscheinungen, bis zu alten Klassikern und absoluten Lieblingsbüchern der beiden, findet ihr hier alles liebevoll kuratiert und gut sortiert und oben drauf noch wirklich nette Mitarbeiter*innen, die gerne Bücher empfehlen.

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© Marit Blossey Durch Mauern gehen im Gropius Bau

Vor 30 Jahren fiel die deutsche Mauer. Der Gropius Bau widmet diesem historischen Meilenstein eine vielschichtige Ausstellung. Arbeiten von insgesamt 28 internationalen Künstlern*innen befassen sich mit der Mauer als architektonisches Mittel der Trennung, mit den Auswirkungen metaphorischer sowie realer Separierung und der Anstrengung, die Menschen auf sich nehmen, um diese zu überwinden. Besonders eindrucksvoll wirkt die Ausstellung in Anbetracht der geographischen Lage des Hauses: fast zwanzig Jahre lang schmiegte sich die Mauer nämlich an den Gropius Bau. Der heutige Haupteingang war damals nicht nutzbar.

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© Wiebke Jann Vegane kantonesische Tapas im Element Five

Direkt neben dem Görli hat im Oktober 2019 ein Paradies für kulinarisch Unentschlossene eröffnet: das Element Five. In dem hübschen vegan kantonesischen Restaurant müsst ihr euch nämlich nicht für ein Gericht entscheiden, sondern könnt euch ganz viele verschiedene Tapas bestellen. Von Klassikern wie Frühlingsrollen und Sommerrollen, über Curry mit Tofu, bis hin zu veganen Shrimps Süß-Sauer oder veganer Ente gibt es hier eine wahnsinnig große Auswahl. Geht am besten mit vielen hungrigen Freund*innen hin, denn dann könnt ihr einfach die ganze Karte bestellen, sonst genügen drei Schälchen pro Person. Kleiner Tipp: Bestellt unbedingt die Ente und die in Tempurateig gebackenen Sojabällchen mit Seetangstreifen und Wasabi-Sojasoße.

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© Therme Neuruppin Wellness in der Fontane Therme in Neuruppin

Raus aus den Winterklamotten und rein in die Therme, wenn ihr überhaupt gar keine Lust auf den ganzen Winterunfug habt. Es gibt zwar auch ein paar sehr schöne in Berlin, aber noch ein bisschen schöner ist es in Neuruppin, wo ihr während eines Saunagangs auf den See schauen könnt. Über eine kleine Brücke gelangt man nämlich auf die schwimmende Sauna mit Panoramafenster. Ansonsten gibt es hier alles, was der Entspannung dienlich ist. Unter der Woche könnt ihr für 30 Euro vier Stunden lang im Spa entspannen.

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©️ Tipsy Bear Drag Shows, Kneipenquizze und Karaoke im Tipsy Bear

Der Prenzlauer Berg ist dir in den letzten Jahren zu ruhig geworden? Dann mach mal einen Abstecher ins Tipsy Bear auf der Eberswalder. Die neue queer-freundliche Kneipe macht richtig Spaß und reißt dabei ein volles Programm ab: Jeden Donnerstag gibt’s Karaoke, an Sonntagen wird für einen Preis von 20 Euro zu Drag Shows geladen mit bottomless (!) Mimosas, Bloody Marys und Bagel-und-Lachs-Platten, und regelmäßig finden Pubquizze und Bingoabende mit den Drag Queens Gieza Poke und Nana Schewitz statt.

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© Wiebke Jann Fine Drinking in schöner Hinterhofatmosphäre in der Pawn Dot Com Bar

Was Duc Ngo für die Kantstraße, ist Dustin Render langsam für die Torstraße, denn mit der Pawn Dot Com Bar eröffnete im Oktober 2019 bereits die dritte Bar des Gastronoms. Das Besondere an dieser hier ist, neben dem wunderschönen Hinterhof, das Drink-Konzept: Zu jedem Signature Drink bekommst du einen passend darauf abgestimmten Mini-Drink gereicht, den du entweder parallel dazu trinken oder sogar zu deinem Hauptdrink dazugeben kannst. So wird aus einem Dry Martini ein Dirty Martini. Abgesehen davon sind die Drinks, wie in den anderen Bars auch, sehr speziell mit ausgefallenen Spirituosen wie etwa Tonka-Gin oder Coffee-Vodka und definitiv trinkenswert.

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© Boulderklub Trainieren im Boulderklub Kreuzberg

In einem Kreuzberger Hinterhof versteckt liegt der Boulderklub, welcher gleichzeitig einer der zentralsten Boulderspots Berlins ist. Hier geht es ziemlich hip und international zu. Beim Betreten fällt einem als erstes das Holzschiff Renate auf, ein mit Klettergriffen versehener Spielplatz. An den restlichen 1.300m2 können sich die Erwachsenen austoben.

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© Claude Smekens Saunieren mit Panoramablick im Landhaus No. 8

Das Dorf Bucholz im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land sieht aus, als hätte es ein Landschaftsmaler aquarelliert. Eine Straße aus Schotter und Sand führt an Wäldern und Wiesen vorbei zu einer Barockkirche und 22 Häusern – eines davon ist das „Märkische Landhaus N°8“. Auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück bietet die Unterkunft Platz für bis zu vier Personen. Die Eigentümerin Anette Stolle, die mit ihrer Familie ebenfalls in Buchholz wohnt, hat hier eine Ruheoase geschaffen. Von jedem Raum aus haben die Gäste freie Sicht auf die Natur. Selbst im Saunabereich kann man die Landschaft durch ein großes Panoramafenster beobachten. Die Umgebung ist reich an Wäldern und Seen: Das wohl bekannteste und klarste Gewässer ist der Große Stechlinsee im Norden, der von einem alten Buchenwald umgeben ist. Der rund 17 Kilometer lange Wanderweg, der direkt am Ufer entlang führt, lädt zu Spaziergängen und Radtouren ein.

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© Stadtbad Charlottenburg | Berliner Bäderbetriebe In der Alten Halle in Charlottenburg schwimmen

Das Stadtbad Charlottenburg ist nicht nur das älteste Hallenbad Berlins, sondern auch eines der schönsten. Mit einem Becken, das gerade mal 25m lang ist, eignet es sich zwar nicht unbedingt für ambitionierte Schwimmer*innen, die ihre Bahnen ziehen wollen, für alle, die in einer schönen Atmosphäre aber einfach nur planschen wollen, ist es genau das Richtige.

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© Björn Wisnewski Schwitzen und schwimmen: Vom Saunafloss direkt in die Havel hüpfen

Auf der Havel gibt es ein neues Highlight, das unsere winterlich-verkühlten Herzen erobert hat: Das Saunafloß. Das Floß besteht komplett aus Holz und wird sogar mit einem Holzofen beheizt, was sich beim Saunagang positiv auf das Aroma und die angenehme Hitze auswirkt. In der Sauna selbst haben vier Personen Platz, aufs gesamte Floß dürfen acht Personen. Als wäre so ein Saunafloss nicht schon genial genug, kann man von der Sauna durch zwei Fenster aufs Wasser schauen, während das Floß entweder mit Steuermann/-frau vor sich hintuckert oder vor Anker liegt.

  • Saunafloss
  • Havelchaussee 107, 14055 Berlin
  • 210 Euro für 3 Stunden, jede weitere Stunde 70 Euro, Holz zum Nachlegen und Benzin ist im Preis enthalten, Saunahandtücher können für 4 Euro pro Handtuch gemietet werden
  • Mehr Info
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© Wiebke Jann Filme schauen und diskutieren im Wolf Kino

Das Wolf Kino in Neukölln ist nicht nur ein Ort, an dem ihr bereits ab mittags tolle Filme schauen könnt. Im angrenzenden Café & Bar lässt es sich auch einfach gemütlich sitzen. Wer hier selbst etwas veranstalten möchte: Die Kinosäle könnt ihr auch mieten, ein weiterer Raum bietet Platz für Videoinstallationen und Workshops.

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© Kerstin Musl Trinken und Tanzen in der Bar Das Hotel

Das Hotel ist wahnsinnig klein, vollgestopft mit Menschen und so heiß, dass sich Kondenswasser an den großen Frontscheiben und den unverputzten Wänden bildet. Dazwischen plärrt laute Musik aus den Lautsprechern, es wird eng umschlungen getanzt, getrunken und geschwitzt. Wer viel trinken, viel tanzen und vielleicht auch ein bisschen knutschen will, ist hier also genau richtig! Hotelzimmer für später gibt's allerdings, auch wenn es der Name verspricht, leider nicht.

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© Unsplash Einen Töpfer- und Keramikkurs bei Mikku Keramik besuchen

Bei Mikku könnt ihr individuelle Töpferkurse buchen. Besonders wenn einen der Winterblues gepackt hat, kann es helfen, ein paar Stunden nur für sich zu sein, eine Schale zu drehen und am Ende sogar ein eigenes Werk in Form einer Vase oder einer Tasse mit nach Hause zu nehmen. Aber auch wenn sich eure Hände nur mal von der Kälte draußen erholen wollen, sind ein wenig Handarbeit und Kreativität genau das Richtige.

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© Pexels Hot Yoga bei Yoga & More

Bei Yoga & More könnt ihr entspannen, meditieren, Yogakurse belegen oder euch massieren lassen. Das Studio an der Wilmersdorfer Straße, zwischen Ku'damm und Kantstraße, ist ein Ort der Ruhe und der inneren Balance. Es durftet nach Räucherstäbchen, in der Mitte des Studios plätschert ein kleiner Brunnen und im Laden findet ihr alles, was Yogis brauchen. Das Kursangebot reicht von Hatha Yoga, Pilates und Vinyasa Flow über Ballett Barre und Pranayam bis hinzu Hot Yoga. Mit dem Starter Angebot könnt ihr Yoga & More am besten kennenlernen. Für zehn Euro könnt ihr an zehn aufeinanderfolgenden Tagen Kurse besuchen.

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© Unsplash Mit den Kindern ins Ritterland, einem Indoor Spielplatz für jedes Wetter

Auch wenn das Wetter schlecht ist, die Rutsche verschneit und die Schaukel zu nass, Kinder wollen draußen spielen und Abenteuer erleben. Ein verschnupftes Kind will man aber nicht zu Hause haben. Für solche Fälle gibt es Indoor Spielplätze wie das Ritterland, die den Kindern einen Ort zum Spielen, Toben und Ausleben bieten. Hier können sich die Kleinen in aller Ruhe austoben und ohne Regenhose und Gummistiefel herumtollen.

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© Milena Zwerenz Leckere Drinks mit heilender Wirkung bei Herr Lindemann

Bei Herr Lindemann am Richardplatz kommen allerlei Kräuter zum Einsatz, denen medizinische Fertigkeiten nachgesagt werden – und die gleichzeitig geschmacklich perfekt mit Gin, Rum und Co. harmonieren. Die Karte erinnert an ein Pflanzenlexikon, die Seiten sind mit Kräuterzeichnungen illustriert und führen die jeweiligen Heilwirkungen auf. Da fast alle Drinks Eigenkreationen sind, muss man sich geschmacklich überraschen lassen, geht aber kein Risiko ein. Ein Abend hier hilft dem Wohlbefinden auf jeden Fall.

Titelbild: © Johannes Kropf

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