21 ziemlich gute Tipps für den Winter in Berlin 2017

Genauso wie Kreuzberger Nächte lang sind, sind es leider auch die Berliner Winter. Und wenn es schon wieder ab 16 Uhr dunkel wird, hat keiner so recht Lust, sich noch aus dem Haus zu bewegen, geschweige denn seine Zeit draußen in der Kälte zu verbringen. Da möchte man am liebsten zu Hause in die Decke eingemummelt Tee trinken und eine Serie nach der anderen streamen. Damit ihr euch aber nicht vollständig in den Winterschlaf begebt, haben wir euch hier 21 ziemlich gute Beschäftigungen zusammengesucht, damit ihr doch mal das Haus verlasst.

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© Milena Zwerenz Eislaufen im Eisstadion Neukölln

Unweit der Hermannstraße findet ihr das Eisstadion Neukölln. Es heißt zwar Stadion, ist aber nicht überdacht, so bleibt das Winterfeeling schön erhalten. Zu verschiedenen Zeiten gibt es Happy Hours, das bedeutet, dass ihr nur die Hälfte zahlt. Eislaufen kann man übrigens nicht nur in Neukölln, schöne Bahnen gibt es zum Beispiel auch im Erika-Hess-Stadion in Wedding und in Lankwitz außerhalb des Rings.

  • Eisstadion Neukölln
  • Oderstraße 182, 12051 Berlin
  • Montag – Freitag: 09–13/ 15–18/ 19–21.30 Uhr, Samstag: 09–12/ 15–18/ 19–21.30 Uhr, Sonntag: 09–13/ 14–17 Uhr
  • Eintritt: ab 1,60 Euro
  • Mehr Info
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© Lena Meyer Stummfilm um Mitternacht

Im Kino Babylon könnt ihr jeden Samstag um Mitternacht Stimmfilmklassiker schauen. Und das frei nach dem Motto "Null Uhr Null Euro" sogar noch umsonst. Begleitet wird das Ganze von der Babylon-Organistin Anna Vavilkina.

3

© Märchenberg Hexenberg Ensemble auf dem Pfefferberg

Das Hexenberg Ensemble hat sich aus dem Glaspalast heraus und in das Pfefferberg Theater hinein gespielt und auch das sonst so märchenlastige Programm etwas angepasst. Sie zeigen neben Molières "Der Geizige" auch "Hamlet" oder "Der eingebildete Kranke". Wer also ein paar Klassiker genießen möchte, ist hier genau richtig.

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© Tante Lisbeth | Facebook Kegeln bei Tante Lisbeth

Die Tante Lisbeth ist ein wahrer Allrounder, denn ihr könnt hier nicht nur Tatort schauen, gemütlich Kaffee trinken, sondern auch kegeln. Und das, wie es sich gehört, im holzvertäfelten 70er Jahre Keller, in dem gefühlt schon unsere Eltern gekegelt haben. Für 15 Euro pro Stunde mietet man quasi den gesamten Keller und hat so neben zwei Kegelbahnen auch noch einen gemütlichen Raum zum Sitzen. Und wer clever ist, bucht die Bahn bis 22 Uhr, denn danach ist Schluss und man kann noch ein bisschen sitzen, ohne etwas vom Trubel oben mitzubekommen.

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© Laura Plank Rodeln auf dem Teufelsberg und im Viktoriapark

Berlin hat tatsächlich Berge zum Rodeln! Der Teufelsberg ist sogar 120m hoch und bietet verschneit die steilste und somit schnellste Rodelpiste Berlins. Der Aufstieg dauert zwar etwa 15 Minuten, aber man wird mit einer tollen Aussicht und ordentlich Wind um den Ohren bei der Abfahrt belohnt. Kreisch! Wer es etwas gemütlicher und zentraler mag, dem sei die Rodelbahn im Viktoriapark in Kreuzberg ans Herz gelegt. Sie ist deutlich kürzer und gemütlicher als die des Teufelsbergs, aber hier ist immer eine sehr lebhafte Winterstimmung.

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konzert

© Maki Art Studio Klavierkonzerte in den Uferhallen

Der Piano Salon Christophori in den Uferhallen ist zum einen eine Werkstatt, in der Flügel, vor allem historische Hammerflügel, vorsichtig restauriert werden. Zum anderen ist der Salon ein Ort, an dem sie bespielt werden. Im Abstand von 2 bis 3 Wochen finden hier Kammermusikabende statt. Die Veranstalter bitten explizit darum “in einer wenig förmlichen Werkstattatmosphäre nach Belieben zu rauchen, zu trinken und sich mit den Künstlern zu unterhalten”. Na dann los!

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© SO 36 Kiezbingo Bingo spielen im SO 36

Wer Bingo spielen für einen klassischen Rentnersport hält, der war bisher noch nicht beim Kiezbingo im SO36. Jeden zweiten Dienstag im Monat kann man hier nicht nur ziemlich lustig spielen, sondern auch noch gewinnen, sich von der Wild Flamingo Bingo Band unterhalten lassen und ganz nebenbei noch etwas Gutes tun. Denn der Erlös geht immer an politische und soziale Projekte im Kiez.

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© Goldhahn & Sampson | Facebook Kochkurse bei Goldhahn & Sampson

Gutes Essen mag jeder und wenn man das gute Essen dann auch noch selbst zubereiten kann, sind die traurigen Abende alleine mit Tiefkühlpizza sicher schon gezählt. Bei Goldhahn & Sampson könnt ihr deswegen Kochkurse zu fast jeder denkbaren Küche machen. Vom kaiserlichen Klößekochkurs über Royal Thai Cuisine bis hin zu persischer vegetarischer Küche ist alles dabei. Außerdem gibt es hier ausgewählte, leckere Weine und aus dem angrenzenden Feinkostladen könnt ihr euch noch ein paar Köstlichkeiten für zu Hause mitnehmen. Wem Charlottenburg zu weit weg ist, der kann seine Kochskills auch in der Filiale im Prenzlauer Berg erweitern.

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© Jum House Berlin/ Facebook Trampolin springen im JUMP Berlin

Falls ihr zu den Leuten gehört, die sich ärgern, dass Hüpfburgern immer nur für Kinder vorhanden sind, aber nicht für Erwachsene, braucht sich nicht länger grämen. In der Trampolinhalle Jump Berlin darf jeder hüpfen, wie er will. Zum Spaß, als Sporteinheit, allein, zusammen.

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© Café-Crêperie Melt/ Facebook Crêpes und Galettes im Melt

Das Melt in Friedrichshain ist vielleicht eine der schönsten Oasen ganz Berlins, denn in diesem winzig kleinen Laden ist es wahnsinnig warm, es riecht immer nach Crêpes und Süßkram und dazwischen wirbelt die zuckersüße französische Besitzerin hin und her, die alle Köstlichkeiten selbst bäckt. Neben Galettes und Crêpes, kann man hier auch super leckere Kuchen, Tartes und Quiches futtern und man fühlt sich dabei, als würde man gerade irgendwo in der Provence bei einer französischen Mama sitzen, die eigens für einen den Crêpesteig angerührt hat. Es versteht sich von selbst, dass hier alle Mitarbeiter französisch sprechen, selbst wenn es die Gäste nicht immer tun.

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bar, il kino

© Il Kino/Facebook Kinoabend im Il Kino

Ihr liebt gutes Essen? Ihr liebt gute Drinks? Ihr liebt gute Filme? Dann könnte “Il Kino” in Neukölln euer neuer Lieblingsspot werden. Denn hier gibt es all das an einem Ort. An die Bar schließt ein kleines, feines Kino mit internationalem Programm an. Amore!

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karaoke

© Matze Hielscher Karaoke singen

Viele Leute denken, dass sie nicht so wirklich der Typ für Karaoke sind und/oder sowieso nicht singen können. Letztlich gilt aber: Am Ende singt sowieso niemand allein, weil alle mitgrölen. Besonders gut geht das zum Beispiel bei Monster Ronson’s Ichiban Karaoke, da könnt ihr euch eigene Kabinen mieten. Plant trotzdem auf jeden Fall ein paar Schnäpse ein und hört euch nochmal mit Miley, Rihanna und Co. warm.

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© einsunternull Fine Dining im einsunternull

Mit dem einsunternull erfüllte sich Ivo Ebert, der schon beim reinstoff involviert war, einen kleinen Traum. Im Erdgeschoss wird der Lunch serviert, abends geht es für das 10 Gänge Menü runter in das Kellergewölbe. Der Name des Sternerestaurants unterstreicht das Bestreben des Teams, sich zu den Wurzeln rückzubesinnen. Natürlich ist das Essen hier nicht ganz so günstig, aber wenn man sich mal einen schönen Abend oder Mittag machen will, kann man sich das ruhig mal gönnen.

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© Vabali Spa Rundum-Wellness im Vabali

Im Vabali in Moabit kann man entspannt abschalten und saunieren. Das balinesische Spa überzeugt mit vielen verschiedenen Saunen, tollen Aufgüssen, einem sehr guten Massageangebot sowie guten Speisen für Zwischendurch. An das Spa schließt sich übrigens auch ein Fitnessstudio an, das aber nicht ganz preiswert und recht exklusiv ist.

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© Milena Zwerenz Botanischer Garten

Vielleicht seid ihr mit der S-Bahn ja schon häufiger an der Station “Botanischer Garten” vorbeigekommen, aber nie ausgestiegen. Jetzt wäre die richtige Zeit, das zu ändern. 43 Hektar Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten hat der über 100 Jahre alte Garten zu bieten. Natürlich hält er derzeit keine blühenden Felder bereit, aber die 15 Gewächshäuser beheimaten genügend Grün fürs wintergeschwächte Herz.

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© Café am Neuen See Eisstockbahn Café am Neuen See

Das Café am Neuen See sollte man sich nicht nur für den Sommer merken, im Winter geht es hier erst richtig los. Auf den Eisstockbahnen könnt ihr Eisstockschießen spielen und dabei Glühwein trinken. Und das im Tiergarten. Mehr Winterwonderland geht kaum.

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© Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon Eine Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen machen

Es gibt bestimmt Schöneres, als einen Sonntag in den düsteren Zellen eines ehemaligen Stasi-Gefängnisses zu verbringen, aber ein Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen lohnt sich trotzdem. Denn man lernt nicht nur wahnsinnig viel, sondern kann sich auch vorher erkundingen, ob ein Zeitzeuge die Führung übernimmt und dann jenseits der geschichtlichen Fakten auch viele persönliche Eindrücke bekommen. Außerdem ist man nach einer zweistündigen Führung durch eines der dunkelsten Kapitel der DDR-Geschichte enorm dankbar dafür, wieder raus in die Freiheit zu dürfen.

  • Gedenkstätte Hohenschönhausen
  • Genslerstraße 66, 13055 Berlin
  • Führungsbeginn: Montag – Freitag: 11, 13, 15 Uhr, Samstag – Sonntag: zwischen 10 und 16 Uhr zu jeder vollen Stunde, englische Führungen täglich 11:30 & 14:30 Uhr
  • 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
  • Mehr Info
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© Charlott Tornow Den T-Rex im Naturkundemuseum bestaunen

Yeah, Berlin hat nach 65 Millionen Jahren seinen eigenen T-Rex. Tristan heißt der Riese und ist dauerhaft im Naturkundemuseum zu sehen. Auch ansonsten lohnt sich ein ausgedehnter Besuch in dem Museum, bei dem man nochmal wie ein Kind staunen kann. Um nicht ewig an der Kasse anzustehen, solltet ihr die Karten aber vorher online kaufen.

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© Kindl Brauerei Eine Ausstellung in der Kindl Brauerei besuchen

Wer die Sammlung Boros in Mitte schon gesehen hat, bekommt mit der Kindl-Brauerei ein neues außergewöhnliches Ausstellungsziel. Jahrelang stand das imposante Gebäude in Neukölln leer, jetzt hat ein Sammlerehepaar Kunst in den ehemaligen Produktionshallen platziert.

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Spazieren gehen auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee

Frische Luft tut gut. Schöne Spazierstrecken gibt es in Berlin zuhauf, darum ist es manchmal ganz gut, eine Empfehlung an die Hand zu bekommen. Also los: Besonders schön läuft es sich über den Jüdischen Friedhof in Weißensee, der mit über 115.000 Grabstellen einer der größten jüdischen Friedhöfe Europas ist. Wer noch mehr Frischluft braucht, kann im Anschluss noch eine Runde um den Weißen See drehen.

  • Jüdischer Friedhof
  • Herbert-Baum-Straße 45, 13088
  • Winteröffnungszeiten (bis 31.03.) Monntag bis Donnerstag 7:30–16:00 Uhr, Freitag 7:30–14:30 Uhr, Sonntag 8:00–16:00 Uhr, Schabbat (Samstag) und Feiertage geschlossen
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© Andreas Lehner | FlickrCC BY 2.0 Hallenflohmarkt in Treptow

Auch, wenn ihr gar nichts kaufen wollt, lohnt sich ein Besuch im Hallenflohmarkt in Treptow. In der circa 3.000 Quadratmeter großen Halle scheint der halbe Hausstand aller Berliner gelagert zu werden, denn jeder der 80 Stände bildet für sich ein Mosaik aus alten Badewannen, Lampen und Regalen. Achtung: In der Halle herrscht ungefähr dieselbe Temperatur wie draußen, also schön warm anziehen.

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