21 ziemlich gute Tipps für den Winter 2021/22 in Berlin

Meteorologisch hat der Berliner Winter in diesem Jahr schon mal gehalten, was er verspricht und die Hauptstadt Anfang Dezember pünktlich mit Minusgraden und sogar ein bisschen Schnee überrascht. Aber wie das so ist in der kalten Jahreszeit, wollen Herz und Kopf derzeit vor 9 und nach 15 Uhr eigentlich nicht mehr aus dem Haus. Wie ihr die dunkle Jahreszeit ab dem kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember trotzdem gut nutzen könnt und auf welche winterlichen Erlebnisse ihr auf keinen Fall verzichten solltet, zeigen wir euch in unseren 21 Tipps für den Winter in Berlin. Happy winter wonderland!

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© Insa Grüning Elegant und lecker frühstücken und lunchen im Patricia

Nachdem der stolze Father Carpenter uns seit Jahren in Mitte mit fantastischem Kaffee und Banana Bread verwöhnt, wickelt uns seit November 2021 auch seine kleine Schwester um den kulinarischen Finger. Patricia heißt die Gute, sie lebt auf der Potsdamer Straße und hält eine kleine, aber feine Frühstücks- und Lunchkarte für uns bereit. Bis zwölf könnt ihr euch zwischen French Toast mit fermentiertem Honig und Salbei, Kartoffelpavè mit Parmesan und Pilzen oder klassischem Rührei auf Toast entscheiden. Zum Lunch gibt es beispielsweise Pimientos de Padron mit Stracciatella di bufala und Chimichurri (unser Favorit), Rote-Bete-Suppe mit Quark und Kakao-Nibs oder Eierschecke mit Pilzen. Und wer zu seinem Drink oder Kaffee etwas snacken möchte, kann auf Austern, Käseplatte oder Oliven zurückgreifen.

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© Insa Grüning Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe besuchen

Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe gehört nicht nur zu den beeindruckendsten architektonischen Gebäuden Berlins, sondern beherbergt auch eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Moderne. Die Sockelplattform, die schweren Stahlträger und großen Fensterfassaden des Museumsbaus gelten als typische Stilelemente des Stararchitekten und sind wirklich beeindruckend. Seit Juli 2021 ist die Neue Nationalgalerie nach einer fünfjährigen Sanierungszeit endlich wieder für Publikum geöffnet und lockt von nun an regelmäßig mit tollen Sonderausstellungen – und sollte deshalb sowohl bei (Wahl)Berliner*innen als auch Hinzugezogenen unbedingt ganz weit oben auf der Bucketlist stehen.

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© Insa Grüning Eisstockschießen am Café am Neuen See

Das Café am Neuen See ist nicht nur im Sommer ein beliebtes Ziel, im Winter geht es hier erst richtig los. Auf den Eisstockbahnen könnt ihr Eisstockschießen und dabei Glühwein und Punsch trinken, Bratwürstchen vom Grill essen oder warme Kartoffelsuppe löffeln – und das alles mitten im Tiergarten. An mehreren Lagerfeuern könnt ihr in den Pausen gemütlich zusammensitzen und euch zwischen den Matches aufwärmen. Mehr Winter Wonderland geht kaum!

4

© Charlott Tornow Tropisches Feeling im Botanischen Garten genießen

Vielleicht seid ihr mit der S-Bahn schon häufiger an der Station "Botanischer Garten" vorbeigekommen, aber nie ausgestiegen? Jetzt wäre die richtige Zeit, das zu ändern. 43 Hektar Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten hat der über 100 Jahre alte Botanische Garten in Dahlem zu bieten. Neben den Feldern, durch die ihr schlendern könnt, gibt es auch 15 Gewächshäuser, die genügend Grün für echtes Tropen-Feeling beheimaten.

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© Marina Beuerle Bistro-Feeling von morgens bis abends im Café Frieda

Das Café Frieda am Helmholtzplatz könnte genauso gut an einer Ecke in Paris zu finden sein: entspannte Musik, Schränke voller Platten, viele Pflanzen und entspannte Leute, die hier an kleinen runden Tischen den ganzen Tag Naturwein trinken und dem wuseligen Geschehen in der offenen Küche zusehen. Dort werden frisches Brot, Croissants und feine Patisserie gebacken und die direkt bezogenen Lebensmittel zu ausgefeilten Lunch- und Dinnergerichten verarbeitet. Viel Fisch, guter Käse, leckerer Kaffee und ein Softeis, das als heimlicher Star gehandelt wird, machen das Frieda zu einem perfekten all-day Hangout-Spot.

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© Ebert und Weber Bei Ebert und Weber eure neuen Lieblingsbücher finden

Wenn wir im Wrangelkiez sind, kommen wir um einen Besuch bei Ebert und Weber normalerweise nicht drum herum, denn in der kleinen Buchhandlung findet ihr von Popliteratur bis hin zu feministischen Schriften alles, was Literaturliebhaber*innen brauchen. Außerdem hat die Buchhandlung ein Herz für kleine, unabhängige Verlage und feministische Denkerinnen wie Laurie Penny, die sich mit den großen Fragen der Zeit auseinandersetzen. Das einzige, was an diesem Laden schade ist, ist dass es nicht unser privates Bücherregal ist – aber hey, dafür können wir regelmäßig neue Schmöker kaufen und sukzessiv daran arbeiten.

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© Hauptstadtfloß Fondue essen auf dem Hüttenzauber Winterfloß

Von November bis Februar verwandelt sich das Hauptstadtfloß II in das rustikal-urige Winterfloß. Beim Hüttenzauber auf dem Winterfloß könnt ihr es euch bei Kaminfeuer und auf warmen Lammfellen kuschelig machen. Serviert wird neben dem Winter-Buffet auch das Käse-Fondue "Huhn Fondre". Bein einer Gruppengröße von 15 Personen kostet das Fondue 32,50 Euro pro Person. Dafür bekommt ihr eine große Auswahl an Gemüse, Hähnchenbrust, Buletten und Wiener, Brot und zweierlei Nachtisch. Die schwimmende Winterhütte bringt euch erst bis zur Schillingbrücke in Berlin-Mitte, fährt dann zurück an die Oberbaumbrücke oder an den Treptower Park , wo dann auch gegessen wird.

8

© Laura Plank Rodeln auf dem Teufelsberg und im Viktoriapark

Berlin hat tatsächlich Berge zum Rodeln! Der Teufelsberg ist sogar 120m hoch und bietet verschneit die steilste und somit schnellste Rodelpiste Berlins. Der Aufstieg dauert zwar etwa 15 Minuten, aber man wird mit einer tollen Aussicht und ordentlich Wind um den Ohren bei der Abfahrt belohnt. Kreisch! Wer es etwas gemütlicher und zentraler mag, dem sei die Rodelbahn im Viktoriapark in Kreuzberg ans Herz gelegt. Sie ist deutlich kürzer und gemütlicher als die des Teufelsbergs, aber hier ist immer eine sehr lebhafte Winterstimmung.

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Cocolo Ramen, Kreuzberg, Graefekiez, Ramen, Suppe

© Marina Beuerle Ramen essen im Cocolo Ramen X-Berg

Natürlich ist das kleine Kuchi-Imperium in Berlin kein Geheimtipp mehr. Das ändert aber nichts daran, dass die Ramen im Cocolo einfach wahnsinnig lecker sind. Im Sommer 2019 ist das Restaurant vom Paul-Lincke-Ufer in die Graefestraße gezogen. In der neuen Location ist mehr Platz, sonst ist eigentlich alles gleich geblieben. Serviert wird das Essen in schönen Tonschalen, das Auge isst ja bekanntlich mit. Wem Kreuzberg zu weit ist, kann auch in der Gipsstraße 3 in Mitte bei Cocolo Ramen schnabulieren.

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Biosphäre Potsdam, Tropenhalle, Regenwald, Pflanzen, Potsdam

© Insa Grüning Dschungel-Feeling in der Biosphäre Potsdam erleben

Ihr sucht nach einem Ort, an dem auch im Winter Sommergefühle aufkommen? Dann seid ihr in der Biosphäre Potsdam genau richtig, denn hier herrscht an 365 Tagen im Jahr Tropen-Feeling. In der Biosphäre könnt ihr eine echte Dschungellandschaft erkunden, mit allem, was dazugehört: rankende Tropenpflanzen (20.000 an der Zahl), ein Wasserfall und stündlich einsetzende Gewitter, schweißtreibende Temperaturen, Schlangen (natürlich im Terrarium), frei fliegende Papageien und ein Schmetterlingshaus. Der Besuch der Tropenhalle ist großartig für die Kleinen, denn man kann sich hier ganz genau anschauen, wie das System Regenwald funktioniert und eine Menge dazulernen. Für die Großen natürlich auch. Unbedingt mal machen!

  • Biosphäre Potsdam
  • Georg-Hermann-Allee 99, 14469 Potsdam
  • Montag – Freitag: 09–18 Uhr | Samstag & Sonntag: 10–19 Uhr
  • Tageskarten Erwachsene: 11,50 Euro, ermäßigt 9,80 Euro | Kinder: 7,80 Euro, unter 3 Jahren: Eintritt frei
  • Mehr Info
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© Therme Neuruppin Wellness in der Fontane Therme in Neuruppin

Raus aus den Klamotten und rein in die Therme. Es gibt zwar auch ein paar sehr schöne in Berlin, aber noch ein bisschen schöner ist es in Neuruppin, wo ihr während eines Saunagangs auf den See schauen könnt. Über eine kleine Brücke gelangt man nämlich auf die schwimmende Sauna mit Panoramafenster. Ansonsten gibt es hier alles, was der Entspannung dienlich ist. Unter der Woche könnt ihr für 30 Euro vier Stunden lang im Spa entspannen.

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© kamilrutkowskiphotography Im Sohnemann gute Drinks mit eigenem Tonic süffeln

Im ehemaligen Lebowski findet ihr jetzt die Sohnemann Bar, die mit "einfach guten Drinks" mit einfach guten Namen wie "Opa Willi" oder "Hoch Friedrich" auf der Karte glänzt. Dabei wird Wert auf Selbstgemachtes gelegt: ein hauseigenes Tonic, selbstgemachte Liköre und ein Fassbier, das von nebenan kommt. Kerzenlicht, dunkle Fliesen und viele Pflanzen machen die Bar zu einem gemütlichen Wohnzimmer im Kiez.

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© Wiebke Jann Knödel so weit das Auge reicht in der Knödelwirtschaft

Wir lieben Knödel. Wenn wir sonntags bei Oma zum Essen waren, haben wir uns als Kinder immer Knödel gewünscht und genau so ging es offensichtlich auch den Jungs der Knödelwirtschaft, denn in ihrem Restaurant dreht sich alles um die runden Teigklöße. Auswählen könnt ihr u.a. zwischen Speck-, Bergkäse-, Spinat-Ricotta- und Rote-Beete-Knödeln oder veganen Tofu-Pilz-Knödeln, die mit Salat serviert werden. Wer sich nicht für eine Sorte entscheiden mag, der kann nach Belieben auf seinem Teller mischen. Aber lasst etwas Platz, denn zum Nachtisch gibt's – klar – Grießknödel mit Marillenkompott, lecker!

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© Tobias Wallenstein Surfen auf der größten Indoor-Welle im Wellenwerk

In Berlin-Lichtenberg findet ihr seit 2020 die erste Indoor-Surfhalle Berlins, das Wellenwerk. Mit rund 1,6 Metern ist die Welle sogar die höchste künstlich erzeugte im Indoor-Bereich weltweit. Pros und Surf-Anfänger*innen sind hier gleichermaßen willkommen, denn sowohl die Höhe der Welle als auch die Geschwindigkeit des Wasserstroms lassen sich individuell einstellen. Also schnappt euch einen Suit, klemmt euch euer Brett unter den Arm und ab nach Lichtenberg. Fühlt sich fast so schön an wie im Surfurlaub, aber nur fast!

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© Cinema Paris Französische Filme im Cinema Paris

Das Programm des Cinema Paris zeigt viele tolle französische Produktionen und europäische Filmkunst. Durch die Einbeziehung von vielen französischen Originalfassungen hat sich das Cinema Paris über Jahre hinweg ein großes Stammpublikum unter Cineasten, frankophilen und normalen Kinobesuchern aufgebaut und ist zu einem echten Kulturvermittler geworden. An einem regnerischen Tag (oder wenn wir genug vom vielen Reden haben), träumen wir uns dort am liebsten in die Stadt der Liebe.

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© Insa Grüning Bei DARK MATTER in multidimensionale Parallelwelten aus Raum, Licht und Klang abtauchen

Der Lichtkünstler und Designer Christopher Bauder hat sich mit seinen raumgreifenden Licht- und Soundinstallationen bereits einen Namen gemacht. Vielleicht erinnert ihr euch noch an seine tolle "Skalar"-Ausstellung vor ein paar Jahren in Berlin? Im Juni hat Bauder mit DARK MATTER nun seine erste permanente Lichtschau in Berlin-Lichtenberg, gleich neben dem Sisyphos, eröffnet. In mehren Hallen könnt ihr dort sieben seiner wahnsinnig beeindruckenden Lichtinstallationen erleben, die euch in eine multidimensionale und ganz schön abgefahrene Parallelwelt aus Licht, Raum und Klang entführen. Wir haben uns das Spektakel schon angeschaut und können bestätigen, dass die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt hier definitiv verschwimmen. Eine tolle Erfahrung, die ihr mal gemacht haben solltet. Hin da!

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© Marina Beuerle Deutsche Tapas, coole Drinks und beste Laune in der Klinke

Tapas, but make it german: In der Klinke ist das kein Problem. Hier wandern Currywurst, Backhendl, Leberkässemmel, Gulasch und Maultaschen – alles aus Bio-Fleisch – ebenso in die Tapas-Schalen wie vegetarische Hauptspeisen wie etwa Kaspressknödel, Käsespätzle und bunte Beete. Unter der Woche wird hier übrigens auch ein wechselndes Lunch-Menü angeboten. Auch die Beilagen lassen mit Gurkensalat, Kartoffelsalat und Kartoffelbrei keine Wünsche offen – die Karte wird dabei saisonal behutsam angepasst. Samstags gibt es zudem Brunch aus den Zutaten, die unter der Woche nicht ganz aufgebraucht wurden. Rührei mit Pfifferlingen zum Beispiel. Unsere Highlights auf der Karte: das Gulasch, die vegetarischen Kroketten, die Käsespätzle und der Kaiserschmarrn.

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© Björn Wisnewski Schwitzen und schwimmen: Vom Saunafloss direkt in den Werbellinsee hüpfen

Am Werbellinsee gibt es ein neues Highlight, das unsere winterlich-verkühlten Herzen erobert hat: Das Saunafloß. Das Floß besteht komplett aus Holz und wird sogar mit einem Holzofen beheizt, was sich beim Saunagang positiv auf das Aroma und die angenehme Hitze auswirkt. In der Sauna selbst haben vier Personen Platz, aufs gesamte Floß dürfen acht Personen. Als wäre so ein Saunafloss nicht schon genial genug, kann man von der Sauna durch zwei Fenster aufs Wasser schauen, während das Floß entweder mit Steuermann/-frau vor sich hintuckert oder vor Anker liegt.

  • Saunafloss
  • Michen, 16247 Joachimsthal
  • 210 Euro für 3 Stunden, jede weitere Stunde 70 Euro, Holz zum Nachlegen und Benzin ist im Preis enthalten, Saunahandtücher können für 4 Euro pro Handtuch gemietet werden
  • Mehr Info
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© annca | pixabay Schlittschuhfahren auf der Eisbahn Rübezahl am Müggelsee

Am Müggelsee gibt es gleich zwei Eislaufbahnen. Neben dem Eisstrand in Friedrichshagen könnt ihr auch der Rübezahl am Müggelsee im Ortsteil Köpenick einen Besuch abstatten. Die Bahn ist überdacht (also bei jedem Wetter geeignet) und außerdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Restaurant, ein Café sowie ein schöner Ausblick sorgen für die gewisse Portion Urlaubsfeeling – wenn auch nur für ein paar Stunden.

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© Tadshikische Teestube In der Tadshikischen Teestube den Tag genießen

Entspannte Teestunden könnt ihr in der Nähe des Monbijouparks erleben. Der traditionelle grüne Tee wird streng nach Vorschrift und ganz individuell nach Gast zubereitet, was natürlich eine Weile in Anspruch nimmt. Also auch hier gilt: Tempo runterschalten, Stress an den Garderobenhaken hängen und einfach erstmal aufwärmen bis der köstliche Tee kommt. Danach könnt ihr dann noch eine Runde im Monbijoupark spazieren gehen. Oder im Winter einfach sitzen bleiben: Ab 18 Uhr werden dort immer montags heiter bis gruselige russische Märchen zum Tee serviert.

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© Marina Beuerle Ausgezeichnete Filme aus fernen Ländern im ACUDkino

Das ACUDkino gibt es schon seit Ewigkeiten. Es ist eine der letzten alternativen Bastionen in Mitte. Auch das Programm ist engagiert und vielfältig: Neben ausgezeichneten Filmen, die man auf den Festivals verpasst hat oder die nur kurz in größeren Kinos zu sehen waren, werden hier auch großartige Streifen aus eher exotischen Ländern gezeigt, auf die man niemals selbst gestoßen wäre. Die schönen Kopfreisen aus dem Kinosaal kann man dann in der Bar des Hauses ausklingen lassen oder man lässt sich noch vor Ort für eine Lesung oder ein Konzert begeistern.

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