Kinder spielen mit Crystal Meth vom Görlitzer Park

Sind wir in einer Traumsequenz von Breaking Bad gelandet? Nachdem ein Kita-Mädchen Kokain auf einem Spielplatz im Görlitzer Park gefunden hatte, wurde nun dort auch Crystal Meth entdeckt. Das berichtet gestern der Tagesspiegel. Vier Kokainkugeln wurden laut einer Kindergärtnerin auf dem Spielplatz gefunden. Die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Die Grünen) ist geschockt, denn offensichtlich wird im Görlitzer Park nicht nur Haschisch verkauft. Aber es kommt noch besser.

Der Tagesspiegel berichtet weiter: »Ein Mädchen hatte die in Cellophan verschweißten Kügelchen beim Spielen entdeckt und zunächst unbemerkt mit in die Kita genommen und dort als "Perlen" gehortet. Ein anderes Kind öffnete eine Kugel und verstreute den Inhalt. Erst mit Hilfe eines Vaters konnten die gefährlichen Kugeln identifiziert werden.« Monika Herrmann wundert sich. »Das „Agreement“ der Dealer, ihre Depots nicht in der Nähe von Spielplätzen oder Kitas anzulegen, gelte offenbar nicht mehr.«

Ja Mensch, das gibt es ja nicht. Drogendealer halten sich nicht an die Abmachungen, Frau Herrmann? Das überrascht nun wirklich. Gerade im Verkaufssegment Crystal Meth und Kokain spricht man doch von einem sehr loyalem Umfeld. Bei solch einer Agreement-Politik wundert es dann nicht mehr, dass es in der Bar 25 scheinbar nie eine Razzia gegeben hat.

Aber mit dieser Politik ist es wohl vorbei: Schon lange wurden die Mauern vom Görlitzer Park übersprungen. Mittlerweile stehen die Dealer auch in der Falckenstein- und in der Revaler Straße vorm RAW Gelände. Immer wieder hört man von Raubüberfällen.

Naja, zumindest gibt es da keine Spielplätze.

(Ach, und woher wusste der Vater eigentlich, dass es sich bei den Perlen um Crystal Meth handelt? Ich nehme an, durch Breaking Bad.)

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