Montag, 13.05. Side Effects - im Kino
Nach "Contagion" und "Magic Mike" läuft seit dem 25. April das sagenhaft spannende Thriller-Drama "Side Effects" in den deutschen Kinos. Doch bei Soderbergh-Filmen muss man immer vorsichtig sein. Selten wird man von einer Filmhandlung so an der Nase herumgeführt, wie bei diesem Genie-Streich und außerdem bis aufs Äußerste unterhalten.
Emily (Rooney Mara, wunderhübsch anzusehen) ist schwer depressiv und hat schon viele Medikamente ausprobieren müssen. Ihr Mann, Martin, (schon wieder dieser Channing Tatum) sitzt im Gefängnis, da er sich bei einem Insiderhandel gewaltig verzockt hat. Gerade als es mit Emilys Gemüt wieder bergauf zu gehen scheint, wird Martin entlassen. Das Glück könnte größer kaum sein. Doch irgendwie verkraftet die junge Frau die Veränderung nur schwer und leidet erneut an starken Depressionen. Sie wendet sich an den Psychiater Dr. Jonathan Banks (Jude Law, perfekt wie immer), der ihr ein neues, unerprobtes Medikament verschreibt. Die Nebenwirkungen die „Ablixa“ verursacht, verändern jedoch nicht nur Emilys Verhalten und ihre Gefühlswelt, sondern zerstören Leben.
Rooney Mara spielt die Schwere, die auf dem Gemüt ihrer Rolle lastet, so perfekt, dass ich mich immer tiefer in den Kinosessel drücken will. Viele Minuten später im Film erinnere ich mich an diese erste Bedrücktheit und will fast laut und hysterisch über mich selbst lachen, weil ich nicht glauben kann, was da gerade passiert ist. Das Grandiose an dem Film: die Wendungen kommen so schnell und unerwartet, wie in einer Looping-Bahn auf dem Rummel. Hin- und hergerissen zwischen Euphorie und Übelkeit weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Zum Schluss geht das Licht an und ich versuche zu sehen was die anderen Besucher denken. Vergnügte Verwirrung überall.
Wer jetzt genau wissen will, wovon ich rede und wieso man bei „Side Effects“ nicht nur von einem Drama, sondern auch von einem Thriller spricht, der macht sich auf den Weg ins Kino.
Diese Empfehlung wurde von Nina verfasst.