Wie war es eigentlich bei Gisbert zu Knyphausen?
Silke war bei Gisbert und hat folgendes zu berichten:
Gisbert zu Knyphausen findet eigentlich jeder gut. So ist auch das Astra ausverkauft, es ist voll, aber alle bleiben höflich, es wird nicht gedrängelt und nicht geschubst. Denn Herr zu Knyphausen macht Musik für nette Menschen. So ist es dann auch live, nun ja, nett eben.
Gleich zu Beginn darf seine Band sich mal schön post-rockig ausrocken – das ist sehr hübsch, denn die können was, die Boys und der Herr. Ansonsten bleibt es typisch eingängig und alles wird vom Publikum freundlich abgefeiert. Hin und wieder entwickeln die Songs fast Stadionrockqualitäten was ein bisschen unangenehm an Marius Müller-Westernhagen erinnert. Aber gut, das ist vielleicht Geschmackssache.
Gisbert zu Knyphausen selber wirkt ein bisschen abgekämpft, den Spaß am Spielen hat er aber offenbar noch nicht verloren. Aus der Masse ragt „Kräne“, hier lösen sich die erwartbaren Strukturen auf und der Text geht deutlich über Tagebuch-Niveau hinaus. Alles in allem gehe ich zufrieden in die glitzernde Nacht hinaus – auch wenn ich fast schon wieder vergessen habe, was ich grad gehört habe.
P.S.: Was bis zum nächsten Morgen hängen bleibt war dann übrigens nicht Gisbert sondern Daantje and the Golden Handwerk. Da bitte unbedingt mal reinhören, hier gibt es ein paar Perlen zu entdecken.
von Silke Eckert