Sogar Spandau zieht an: Wohnen am Berliner Stadtrand wird immer teurer

Wer heute in Spandau eine Wohnung in Standardlage und -ausstattung anmietet, zahlt pro Quadratmeter im Schnitt 10,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das fand der Immobilienverband Deutschland (IVD) heraus, der am Montag seinen Jahresbericht 2017/2018 vorstellte. Nach Spandau verzeichnen Reinickendorf und Treptow-Köpenick (beide +10 Prozent) die größten Mietsteigerungen im günstigen bis mittleren Sektor.

Damit übertreffen die drei Randbezirke den Berliner Durchschnitt, der bei 6,3 Prozent liegt und den Quadratmeterpreis auf 8,50 Euro ansteigen ließ. In guten bis sehr guten Lagen hingegen fallen die Steigerungen niedriger aus: Im Durchschnitt betragen sie 5,2 Prozent. Die einzige Ausnahme bildet Mitte, wo 12 (+6,7 Prozent) bzw. 9,50 Euro (+5,6 Prozent) fällig werden. Den Spitzenplatz nimmt in beiden Positionen Charlottenburg-Wilmersdorf mit 12 (+4,3 Prozent) bzw. 10 Euro (+5,3 Prozent) ein.

Diese Zahlen bestätigen zwei Entwicklungen: Die Mieten in Berlin steigen mit immenser Geschwindigkeit weiter, zugleich führt der Mangel an innerstädtischen Wohnraum dazu, dass immer mehr Berliner auf die Bezirke jenseits des S-Bahnrings ausweichen. Die Studie ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die vom Berliner Senat beschlossenen Aktionen zur Stabilisierung des Mietpreises nicht greifen.

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