Nackttanz mit Ziegenschädel – Lars Eidinger brilliert in John Bocks Western "Hell's Bells"

© John Bock 2017, Fotograf: Martin Sommer, Courtesy Sadie Coles HQ London

Lars Eidinger ist immer wieder für eine Überraschung gut, denn während wir ihn in diesem Jahr bereits mit Umhängekeyboard in der Love Hotel Band eine Träne verdrücken sahen, können wir seine schauspielerischen Fähigkeiten jetzt in einem Western bewundern. Denn der Aktionskünstler John Bock drehte gemeinsam mit Eidinger und Schauspielkollegin Bibiana Beglau seinen Film "Hell's Bells". In dem Streifen verwandelt sich ein Dorf in der Uckermarck zum düsteren Clearwater, wo Lars Eidinger als Schurke sein Unwesen treibt. Obwohl einige klassische Elemente des Westerns von Bock aufgegriffen werden, ist der Film nicht fürs Kino, sondern die Kunst gedreht worden. Wir dürfen uns aber auf brilliante und gleichsam absurde Szenen freuen, in denen Eidinger nicht nur weißer Brei aus seinem mit Grillz besetzten Mund läuft, sondern er auch nackt mit einem Ziegenschädel vor dem Gesicht tanzt.

Im März feierte der Film seine Deutschlandpremiere. Jetzt läuft er parallel zur Ausstellung "John Bock: Im Moloch der Wesenspräsenz" in Dauerschleife im IBB-Videoraum der Berlinischen Galerie. Wer Lars Eidingers Nackttanz als Dragqueen also nicht verpassen will, hat noch bis zum 21. August Zeit.

John Bock: Im Moloch der Wesenspräsenz | 26.07.–21.08.2017 | Mittwoch – Montag: 10–18 Uhr | Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin-Kreuzberg | mehr Info

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