Feine chinesische Küche aus Sichuan – The Tree im Prenzlauer Berg

© Wiebke Jann

Kulinarisch zählt man zumindest den oberen Teil der Brunnenstraße nicht zu den "places to be", dabei verstecken sich hier einige kleine Oasen, in denen man den sonst so trubelingen Mitte-Gefilden für einen Moment entfliehen kann. Eine dieser Ruheoasen ist das "The Tree", ein chinesisches Restaurant, das seine Gerichte nach traditionellen Rezepten aus Sichuan zubereiten.

Betritt man den Laden, fühlt man sich gar nicht so richtig wie in einem Restaurant, denn zwischen den vielen Pflanzen, Bildern und schönen Holzmöbeln, möchte man es sich eigentlich auf dem selbstgebauten Podest gemütlich machen, ein Buch lesen und entspannen. Und auch die bepflanzte Badewanne, die mitten im Raum steht, erinnert einen nur schwerlich daran, dass man hier zum Essen hergekommen ist.

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Bei den Vorspeisen kann man, abgesehen von einer fleischigen, hauptsächlich vegane und vegetarische Optionen wählen. Statt klassischer Frühlingsrollen bekommt man hier Spinat mit Granatapfelkernen, Sesampaste und Walnüssen, einen würzigen Salat aus Kartoffeln, Lotuswurzel und Blumenkohl, oder Tofu mit Frühlingszwiebeln, Sesamöl und Koriander. Und weil man zum Lunch zu jeder Hauptspeise eine Vorspeise gratis bekommt, entscheiden wir uns für "Moos", den Spinat, und "Maackii", den Kartoffelsalat. Bei den Hauptgerichten wählt man zwischen einer Nudelbowl oder einer Nudelsuppe, aber bei diesen sommerlichen Temperaturen landen auf unseren Tellern einmal "Ahorn", eine Nudelbowl mit Kichererbsenpaste, Hackfleisch, Ei und Gemüse und einmal das vegetarische Pendant "Kapok" mit Sesam- und Erdnusspaste, Avocado und verschiedenen Gemüsesorten.

Genauso lecker, wie es aussieht, schmeckt es auch. Der Kartoffelsalat mit Lotuswurzel und Blumenkohl ist super lecker angemacht, der Spinat passt mit der Säure des Granatapfels und dem Sesam wirklich gut zusammen und durch die Pasten sind die Nudelbowls angenehm cremig und soßig, ohne den Geschmack der einzelnen Zutaten zu überdecken. Gleichzeitig aber schön leicht, sodass man nach dem Lunch nicht erst ein kleines Verdauungsschläfchen braucht.

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Dass die chinesische Küche mehr als Ente süß-sauer und gebratene Nudeln kann und den anderen asiatischen Küchen in ihrer Vielfalt in nichts nachsteht, beweist das The Tree. Hier kann man nicht nur wirklich lecker schmausen, sondern sich in seiner Mittagspause auch mal eine entspannende Auszeit nehmen, wir werden das sicher bald wieder tun.

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Unbedingt probieren: Kapok, eine Nudelbowl mit Sesampaste, Avocado und verschiedenem Gemüse

Veggie: Es gibt immer eine vegetarische, oft auch eine vegane Option.

Preis: Beim Lunchmenü bekommt man zu jeder Hauptspeise eine Vorspeise gratis, Hauptspeisen kosten zwischen 8 und 10 Euro.

Beste Zeit: Zum Lunch, wenn man mal ein bisschen Ruhe genießen möchte

The Tree | Brunnenstraße 167, 10119 Berlin | Montag – Freitag: 12–15 Uhr, 17.30–21.30 Uhr, Sonntag: 13–21.30 Uhr | mehr Info

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