Mittwoch, 27.06. Monocle – Am Kiosk

skitched-20120626-080637

Das Magazin ist tot! Lang lebe das Magazin! Vor 3 Jahren habe ich nahezu aufgehört Geld für Zeitschriften auszugeben. In meinem monatlichen Einkauftskorb befanden sich allerhand Musik-, Mode-, und Reisemagazine, die aber ungelesen Platz verschwendeten. Im letzten Jahr habe ich ein paar Newcomer wie Apartamento und Travel Almanac entdeckt und bin auch über das Monocle gestolpert. Seit dem füllt sich unser Wohnzimmer Tisch immer wieder mit neusten Ausgaben. Monocle habe ich nach ein paar Monaten testen sogar abonniert.

Monocle beschreibt sich selbst als “a global briefing covering international affairs, business, culture and design.” In ausführlichen Reportagen geht es um weltweite Transportsysteme, Kofferhersteller, Truppeneinsätze in Haiti, Designstudios in Helsinki. Kleinere Reviews und Fotostrecken dazwischen lockern auf und die Werbung wird meist mit Inhalt aufgewertet. Illustrierte Einleger über Australien, Thailand und Japan sind kleine Reisemagazine im Magazin. Praktisch natürlich, weil Monocle sehr schwer ist und mitdenkt.

Das Magazin schafft durch hochwertiges Papier, klares Design und Umfang einen Mehrwert, einen Luxus. Man nimmt sich Zeit und einen Kaffee, jettet mit den Autoren um die Welt, denkt globaler und fängt an sich für neue Dinge zu interessieren – wird inspiriert. Tyler Brûlé, der in den 90igern erst Wallpaper herausgebracht hat, ist The Gotfather of Monocle. Ihm und seinem Team gelingt etwas aussergewöhnliches: Sie haben es geschafft mit dem Magazin einen verbindlichen Club herzustellen, zu dem ein Online – Radio, sowie Caféshops in London, Tokio und Peking gehören.

Ein guter Einstieg in das Universum ist die neuste Doppelausgabe mit dem Städte Ranking. Unter den Lesern ein Jahreshighlight.

zurück zur Startseite

Du magst diesen Text? Sag's gern deinen Freunden:

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:

Freundschaft?

Uns vergnügen Kommentare. Schreib uns doch was: